Frank Schirrmacher rettet unsere Hirne

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Das FAZ-Feuilleton hat eine neue Serie gestartet. Sie soll sich um den gegenwärtigen Kenntnisstand der Hirnforschung drehen (tatsächlich scheint es allgemeiner um Kognitionswissenschaft zu gehen). Und zwar mit einer Ausrichtung auf die praktischen Konsequenzen, die sich daraus ableiten lassen. Schöne Idee.

FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher leitete ein; sein Artikel stand am Freitag im Netz, am Samstag in der Druckausgabe. Aber recht schnell wird bei der Lektüre deutlich: Schirrmacher macht es wieder einmal nicht unterhalb von epochalen Zeitenwenden und Menschheitsrettung. Schon zu Beginn des Artikels ist wieder dieser emotionsmanipulierende Schirrmacher-Sound im Spiel:

Jedermann spürt, dass der unleugbare Verlust an Lesefähigkeit unter Kindern und Jugendlichen, die Aufmerksamkeitsdefizite, die durch die modernen Technologien erzeugt werden, zu einer Veränderung des Denkens und der Denkleistungen führen.

Dieser Sound, der raunt und der keine Ausnahmen macht: Da wird etwas “gespürt”, von “jedermann”. Diesmal einen “Verlust an Lesefähigkeit”, ja, an “Aufmerksamkeit” überhaupt. Und der Verlust ist “unleugbar”, das wird vorsorglich auch gleich festgenagelt, bevor einer noch auf die Idee kommt, nach empirischen Belegen zu fragen.

Da wünscht man sich doch eines: dass so jemand, der ja generell vollkommen richtig damit liegt, naturwissenschaftliche Erkenntnisse auch ins Feuilleton zu tragen, sich einmal selbst am Methodenideal naturwissenschaftlicher Praxis ausrichtet. Einem Ideal der Nüchternheit und Redlichkeit, ohne das jene Resultate doch nie zutagegefördert würden, die er dann revolutionskündend verwursten kann. Dass er verfügbare empirischen Daten nüchtern wägt und die Schlussfolgerungen daraus mit angemessener Behutsamkeit wiedergibt. Egal welche Wünsche ihn umtreiben und welche Trends er gerne ausmachen würde.

Aber Trends und Meinungslagen identifiziert Schirrmacher gerne. Vor allen Dingen meint er hier, im Alltag herrsche die Meinung vor, unser Gehirn sei im Erwachsenenalter nicht modifizierbar!

Es ist, und das muss man wirklich betonen, überhaupt nicht klar, was er damit meinen könnte. Denn es ist trivial, dass sich unser Hirn laufend verändert. Aber er vertritt die Aussage ganz enthusiastisch:

Es ist traurig zu sehen, wie schlecht eine alternde Gesellschaft immer noch über ihr Hirn denkt: Immer noch glauben Menschen, was sie einst in der Schule lernten: dass das Hirn, ähnlich wie das Skelett, nach dem zwanzigsten Lebensjahr sich nicht mehr modifiziere.

Oder hier – da fällt dann das Wort “revolutionär”:

Was wollen wir? Die Vorstellung wecken, dass das Hirn veränderbar ist, dass es sich verbessern kann, dass die im Alter wachsende Selbstdiskriminierung des Denkens obsolet ist – auch hier wird die alternde Gesellschaft eine revolutionäre Gesellschaft sein.

Ehrlich gesagt: Ich habe noch nie von der angeblichen Schulweisheit gehört, das Gehirn sei ab 20 unveränderbar wie das Skelett. Ich vermute eher: Wenn Sie sich unter Laien umhören würden, dann würden Ihnen die meisten ehrlich antwortenden Leute sagen, dass sie schlechterdings keine Meinung dazu haben, ob das Gehirn im Erwachsenenalter “veränderbar” ist, “ähnlich wie das Skelett”, oder nicht. (So etwas gibt es nämlich auch.) Falls sie nicht gleich, und das wäre das einzig Sinnvolle, zurückfragen würden: Was meinen Sie damit überhaupt?

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30 Antworten auf Frank Schirrmacher rettet unsere Hirne

  1. Chat Atkins sagt:

    Soso – die ‘unleugbare’ Abnahme der Lesefähigkeit unter Kindern also! Und wie passen da die Bilder von der Leipziger Buchmesse ins Bild, wo die Veranstalter von einem gewaltigen Anstieg des Buchabsatzes in der Zielgruppe der ‘Kurzen’ schwärmten? Was ist mit Harry Potter? Kurzum: Ideologen darf man gar nicht erst ernstnehmen …

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  3. Wenn es noch eines Beleges für abnehmende Lesefähigkeit bedurft hätte, könnte dieser Text dafür herangezogen werden. Wo bitte steht in Schirrmachers Text, dass es in der Serie um Hirnforschung gehen soll? Ist es nicht vielleicht so, dass Schirrmacher die Ergebnisse der Hirnforschung nur zum Anlass nimmt, um über anderes nachzudenken?

    Aber wer noch immer das “naturwissenschaftliche Methodenideal” über alles hebt, wer noch nicht bemerkt hat, dass die Wissenschaftstheorie nun schon seit wenigstens 30 Jahren weiß, dass es ein solches Ideal nicht gibt und nie gegeben hat, der hat natürlich auch Schwierigkeiten, seine eigene subjektive Meinung von einem Meinungsbild der Gesellschaft zu unterscheiden.

  4. Malte Dahlgrün sagt:

    @JF: Die Diagnose, nicht lesen zu können, fällt voll auf Sie zurück. Antwort auf Ihre Frage 1: Überall. Antwort auf Frage 2: Nein. Die Serie war zunächst sogar “Hirnforschung” betitelt, nun heißt sie “FAZ-Serie Gehirntraining”. Und im Schirrmacher-Artikel heißt es gleich zu Beginn: “Jetzt wenden wir uns der materiellen Grundlage der geistigen Betätigung zu: dem Hirn und dem aktuellen Erkenntnisstand der Forschung.” Auch sonst ist durchweg von Hirnforschung die Rede.

    Ihre Bemerkungen über “das naturwissenschaftliche Methodenideal” sind ebenfalls nur scheinbar kenntnisreich und lassen Fürchterliches ahnen, aber dazu sage ich jetzt besser nichts. Schauen Sie sich einfach mal an, wie Naturwissenschaftler arbeiten – mehr braucht’s nicht.

  5. Pingback: ein schöner tag » Blog Archive » Schirrmacher-Verschwörung…

  6. Malte Dahlgrün sagt:

    Zum letzten Pingbacker: Interessanter Aspekt!

  7. Lieber Herr Dahlgrün,

    ich weiß natürlich nicht, woher Sie Ihre Kompetenz nehmen, ich weiß auch nicht wohre Sie wissen, dass die Serie ursprünglich “Hirnforschung” heißen sollte, man könnte unabhängig davon fragen, warum sie dann wohl nun nicht so heißt, viellecht , weil es eben um etwas anderes gehen soll, bei dem die Hirnforschung nur am Rande eine Rolle spielt.

    Aber das ist ein Nebenschauplatz der Diskussion. Vielmehr würde mich interessieren, was es denn Fürchterliches ist, was Sie ahnen. Hinsichtlich meiner Kenntnisse zur Wissenschaftstheorie mache ich mir keine Sorgen, was kann es sonst sein.

    Kennen Sie Kuhn und Feyerabend? Kennen Sie van Fraassen oder Goodman? Dann lassen Sie uns darüber diskutieren – wenn’s geht, sachlich.

  8. StephenG sagt:

    Ich zum Beispiel habe noch in der Schule gelernt, dass sich Nervenzellen und Hirnzelllen nicht neu bilden. Das ganze Mobbing Älterer beruht doch darauf, dass angeblich hier Hirn nicht mehr leistungsfähig und per se nicht modifizierbar ist. Wenn ich sehe wie die Serie heute weitergeht – Interview mit einer Max Planck Forscherin – kann ich diese Kritik ueberhaupt nicht nachvollziehen. Natuerlich denkt jeder ab einem gewissen Alter, dass sein gehirn austrocknet und sich nix mehr machen lässt. Dazu gibt es ja sogar das beruehmt berüchtigte Demenzurteil des Bundesverfassungsgericht. Das Ganze kommt mir arg tendenziös und missgünstig vor.

  9. “Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr”. Das ist eine Volksweisheit, die durchaus auch heute noch die Köpfe beherrscht. Traurigstes Beispiel ist die Beschäftigungspolitik von grossen Unternehmen. Deswegen finde ich den Vorsatz der FAZ-Serie, mit dieser Art Vorurteilen aufzuräumen und älteren Menschen Selbstbewusstsein zu vermitteln durchaus bemerkenswert und ehrenwert.

  10. Malte Dahlgrün sagt:

    @ Fragezeichner:

    Der Vorsatz, den Sie da benennen, ist super, ich stimme Ihnen völlig zu. Aber bitte: Dazu braucht es keinen sensationsgierigen Debattenlenker-Journalismus, der bei der Präsentation des wissenschaftlichen Erkenntnisstands nur schwarz oder weiß kennt.

    @ StephenG:

    Missgunst ist nicht im Spiel – die Idee einer Feuilletonserie zur Hirnforschung und ihren Konsequenzen finde ich, wie gesagt, wirklich schön. Und ich hoffe, dass die Beiträge gut werden. Was der Eintrag kritisiert, ist der unseriöse Wissenschaftsjournalismus in Schirrmachers Eröffnung. Und da kommt noch hinzu, dass man diesen Stil von ihm kennt.

    Wodurch wird denn alleine schon S.s Generalurteil über Aufmerksamkeitsdefizite gedeckt? (Siehe auch den Kommentar v. Chat Atkins.) Das Stroop-Experiment zum Beispiel wurde auch nicht richtig beschrieben, das habe ich nicht einmal erwähnt.

    Und, es tut mir leid, aber: Gegen Alzheimer ist derzeit einfach noch kein Kraut gewachsen. Das sind die Fakten. Da wird auch die FAZ-Serie nichts Neues zutagefördern, und das sage ich sehr ungerne. Denn der Krankheitsverlauf ist eine menschlich unglaublich erschütternde Sache. Wenn ein Weg gefunden wäre, um Altersdemenz vorzubeugen, dann könnte man eine Zeitenwende ausrufen, ja. Schirrmacher aber diganostiziert nur, dass auch im Alter noch Verbesserungen des Gehirns möglich sind.

    Das ist nichts Neues. Fragt sich nur: Gegenüber welchen Vergleichswerten? Und inwiefern? Dass die Gedächtnisleistung im Alter ganz normal abnimmt, das ist kein Mythos, sondern massenhaft belegt.

  11. StephenG sagt:

    Ich finde diesen Schirrmacher Artikel überhaupt nich exaltiert. Ich habe den Artikel noch einmal gelesen. Er ist ziemlich differenziert, er sagt am Ende sogar das die Forscher mit einem kleinen Fernrohr in ein riesiges Universum blicken. Und zur Zeitenwende: es geht doch offenbar gar nicht um Demenz sondern darum in einer alternden Gesellschaft Menschen nicht schon mit fünfzig oder sechzig oder 66 (Bundesverfassungsgericht)abzuschieben. Auch das Wort von der Selbstdiskriminierung des Gehirns im Alter finde ich richtig gut.Was das Aufmerksamkeitsdefizit bei Kindern angeht so ist die Empirie ja wohl in Spitzers Studien (Bildschirm et al) zu suchen. Mir scheint, Sie wollte mal zuschlagen und haben sich im Beispiel getäuscht. Anyway, das ufert aus. Ich finds missgünstig und böswillig, aber selbst nicht seriös (wo haben Sie die Empirie her, das die Älteren n i c h t glauben wuerden, ihre Hirn sei nicht mehr frisch genug fuers lebenslange Lernen. Sie haben einfach Unrecht)

  12. sunsurfer sagt:

    Ich habe den Artikel per Link gelesen. Wo ist derf sensationslüstern? Ich verstehe das überhaupt nicht. Der mildert doch Erwartungen.Das mit den revolutionären Alten ist doch toll!

  13. Frank sagt:

    Schirrmacher hat recht. Seit damals, als er für Reich-Ranicki gegen Walser (den ich auch nicht mag) die Welle machte, um mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen für sich und sein Käseblatt, ja, seit damals hat sich mein Gehirn nicht mehr verändert, meine Meinung zu Schirrmacher betreffend.

  14. Malte Dahlgrün sagt:

    @ sunsurfer, @ StephenG: Wenn zweimal in dem Artikel das Wort “Revolution” bzw. “revoutionäre Gesellschaft” fällt, dann ist das ja gaaar nicht sensationslüstern, nein, überhaupt nicht… Ich frage mich gerade, ob Sie uns hier verkohlen wollen oder zu diesen Einträgen verdonnert wurden, zumal Sie beide als einzige bislang anonym auftreten und keine korrekte Mail-Adresse angeben.

    Und noch was, @ StephenG (“wo haben Sie die Empirie her, das die Älteren n i c h t glauben wuerden, ihre Hirn sei nicht mehr frisch genug …”). Wer hat denn hier die umfassenden Behauptungen aufgestellt? Antwort: Schirrmacher und nicht ich. Ich gebe hier einfach inkongruente Eindrücke aus meiner Umwelt als solche wieder. Mehr habe ich nicht behauptet.

  15. sunsurfer sagt:

    meinen sie das ernst? verkohlen?? “uns”? you are really crazy.aber nett, dass sie geantwortet haben.

  16. Malte Dahlgrün sagt:

    Bitte schön. Und ja, ich hab’s mich ernsthaft gefragt.

  17. Chat Atkins sagt:

    “Dabei gilt: Je später die Einflüsse, desto stärker müssen sie wirken, um noch eine nachhaltige Wirkung zu erzielen. Dieser Prozess ist selbststabilisierend. Es wird vornehmlich dasjenige aufgenommen und angeeignet, was hineinpasst, und dasjenige verdrängt, was stört. Das heißt aber nicht, dass nicht auch in späteren Lebensjahren Erlebnisse noch unseren Charakter ändern können, diese müssen dann aber entweder krisenartige Zustände hervorrufen oder jahrelang einwirken” [Gerhard Roth: Das Gehirn und seine Wirklichkeit. Kognitive Neurobiologie. S. 298]. Beim Schirrmacher hat das Neue wohl noch nicht lange genug krisenhaft eingewirkt, da er unbeirrt auf dem alten Sachstand verharrt …

  18. Alex78 sagt:

    Offenbar Dein Irrtum. Gerd Kempermann heute in der FAZ sagt das gleiche wie Schirrmacher. Alle denken das Hirn sei unveränderbar:
    “Intuitiv oder kulturell geprägt scheinen viele Leute noch der Sicht anzuhängen, dass es mit dem Gehirn buchstäblich von der Kindheit an nur bergab gehe und jedes Glas Bier zu viel oder jeder Kopfball weitere Nervenzellen eliminiere – bis buchstäblich nicht mehr genug Nervenzellen vorhanden sind und wir dement werden. Wahr ist, dass das Gehirn kaum regeneriert und deshalb viele neurologische und psychiatrische Erkrankungen chronisch und irreversibel verlaufen. Unwahr allerdings ist, dass dies schon die ganze Geschichte ist.”
    http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EDBB1FA2321A24DCA88DF57DB57AB31C9~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    Du wolltest wohl mal zeigen wer hier Wisschenaftsjournalist ist? Fehlsch(l)uss. Nein, ich bin nicht zu diesem Kommentar verdronnert worden. Nein, ich gehöre nicht zur FAZ.

  19. Malte Dahlgrün sagt:

    @ Alex78: Es hat eine beträchtliche Komik, wie Du dieses Zitat als Beleg der universellen Behauptung über die Meinung der Massen anführst, die Du ihr voranstellst.

  20. Stilo sagt:

    [EDIT: gelöscht.]

  21. Stilo sagt:

    [EDIT: gelöscht] … sie den Hinweis die “trimm dich bewegung sei revolutionär gewesen” für epochengeraune gehalten haben. Ausserdem, dass Kempermann ganzer Artikel wie offenbar die ganze Serie als conditio sine qua non hat, das die urban legend vorherrscht, das Gehirn sei unveränderlich. Was das ganze mit Kognitionswissenschaften auf sich hat, versteht auch kein Mensch. Sie haben überhaupt keine Ahnung wovon Sie sprechen.

  22. Stilo sagt:

    Sehr witzig: Chat Atkins gibt der FAZ Recht, ohne es zu merken.

  23. Malte Dahlgrün sagt:

    @ Stilo: Auf das Spiel „Beleidigen und dann nach Löschung was anderes behaupten“ lassen wir uns hier nicht ein. Tun Sie das bitte woanders. Ihre Aussage, kein Mensch verstehe, was diese FAZ-Serie eigentlich mit „Kognitionswissenschaft“ zu tun habe, muss man aber gelesen haben. Das sagt alles darüber, wie wenig wir von Ihnen dann inhaltlich verpassen.

  24. Stilo sagt:

    Was ist denn das für ein Deutsch?

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  26. bioadapter sagt:

    Ein Trottel mit einer Redaktion im Rücken ist auch nicht mehr als ein Trottel. Wieso meint man überhaupt, über Schirrmacher noch diskutieren zu müssen? Der Mann ist so eine Art Broder, eine Schublade höher, ein Paar Kilo mehr an den Rippen, das war’s

  27. bioadapter, Du siehst ja selbst, wie es leider aussieht. Ich werde die Kritikpunkte in meinem Eintrag bei Gelegenheit nochmal expliziter machen. Es geht wirklich nicht nur um den speziellen Fehlgriff, den auch Uli vom Pendlerblog aufgreift (obwohl jener Fehlgriff schon sehr gut veranschaulicht, wie es bei Schirrmacher zugeht). Es geht um ein allgemeineres Problem eines dümmlichen Neuro-Hypes, und dafür bot Schirrmachers Eröffnung teilweise ein lupenreines Beispiel.

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  29. westernworld sagt:

    man möge mich so ich dem herrn unrecht tue korrigieren, aber schirrmacher ist gestus grestikulierer und cheerleader bildungsbürgerlicher selbstvergewisserungen.

    als besonders analysestarker denker vor während und nach dem herrn fiel er mir persönlich nie auf.

    insofern war der schwurbel erwartbar.

  30. Sehr geehrter Herr Schirrmacher,
    ich/wir (meine Frau und ich) haben gestern Abend Sie und Herrn Jauch bei Beckmann gesehen.
    Ich kenne Ihr Buch payback nicht , habe aber gegen das, was Sie da gesagt haben , einen Einwand.
    Der Mensch ist sehr wohl in der Lage zu echtem Multitasking, ja er muss es sogar um leben zu können; kann ich Ihnen gerne begründen.
    Dagegen ist kein Computer zu echtem Multitasking in der Lage; kann ich Ihnen auch begründen.
    Mit freundlichen Grüßen
    G. Wittig.
    PS: ich bin gedämpft begeisterter PC-Nutzer und inzwischen 71 Jahre alt.