Auf der Startseite von Holtzbrincks digitalem “Nachrichten”-Schrotthaufen namens Zoomer.de war am heutigen Freitag stundenlang folgender Aufmacher zu bestaunen – zum Zeitpunkt des Screenshots (17:29 Uhr) genoss der Beitrag die maximale Userpunkt-Wertung von 10,0:

Der müde Anlass: Eine Website namens genealogie.de, die von sich behauptet, Namens- und Ahnungsforschung anzubieten, betreibt irgendwo im Netz Popup-Werbung mit Hitler. Offenbar schon ziemlich lange, will man der Kommentatorin “waschmaschine” bei Tagesspiegel.de glauben. Der Werberat vom Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft hat der Betreiberfirma dieser Website dafür heute verständlicherweise eine Rüge erteilt.
Ja, und die ganz Gerissenen bei Zoomer.de dachten sich dann eben: Komm, bei uns läuft’s nicht so gut, dann machen wir halt auch Hitler. Also die gleiche Hitler-pornographische Eigenwerbung wie diese “Ahnenforscher” dort drüben. Nur mit noch viel mehr Schwarz im Hintergrund, geht es doch ums Böse an sich.
Aber es brauchte schon etwas mehr Inhalt dafür. Nur wegen dieser Werberats-Rüge im großen Stil rumzuhitlern – meine Güte, das hätten wahrscheinlich nicht einmal Zoomer-gestählte Leser gutgeheißen. Also brachte man unter dem Vorspann zur Hitler-Werbung ein Interview mit dem jungen Journalisten Daniel Erk, der unter anderem für NEON schreibt und das Hitler-Blog auf taz.de betreibt. Dieses Interview ist nett, und es enthält ein paar ganz interessante Erläuterungen zum Hitler-Blog.
Es ist aber alles andere als ein Nachrichtenportal-Aufmacher, und als ich vorhin beim Hitler-Blog vorbeikam, da begriff ich mit einem Mal, was hier Sache ist. Denn was schreibt Daniel Erk dort?
Das dort veröffentlichte Interview ist im Übrigen weder tagesaktuell, noch wurde es zu dem Zwecke geführt, auf Zoomer.de zu erscheinen. Vielmehr hat es Nadine Lantzsch, die mittlerweile Redakteurin bei Zoomer zu sein scheint, vor einem Jahr für ihr privates Blog geführt. Ich wurde vor Veröffentlichung nicht kontaktiert.
Ich lache immer noch.
Wie schlecht sieht es bei Zoomer eigentlich aus?
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Ergänzung: Daniel Erk hat mir erlaubt, ihn aus einem kurzen E-Mail-Austausch zu zitieren, den ich mit ihm noch am Abend der Veröffentlichung dieses Beitrags hatte:
Es ist ja gar nicht so, dass ich das nicht veröffentlich sehen wollen würde, auch wenn ich mir genehmere Aufmerksamkeit als die via Zoomer vorstellen kann. Aber gefragt worden wäre ich gerne. Es wäre ja auch ein Leichtes gewesen, mich anzurufen und mich um eine aktuelle Stellungnahme dazu zu bitten. Zudem stimmt der Eindruck, das Interview würde diesen ja tatsächlich hanebüchenen Anlass kommentieren, einfach nicht.

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Ha – Gibts nicht!
Ich habs vorhin auch auf der Z-Seite gesehen, mich geärgert, aber natürlich draufgeklickt, und mir dann gedacht: eigentlich ein gutes Interview, aber komisch – das passt ja gar nicht zur Überschrift.
Peinlich, peinlich.
ZzZzZzzzzZZZoomer hab ich übrigens nicht in meinem Feedreader (ich glaub, das geht mit der Schnarch-Seite auch gar nicht).
Ihr seit aber schon vor ein paar Tagen von meinem stiefmütterlich behandelten “Sonstiges”- in den viel beachteten “Welt”-Tab in meinem Reader gewandert.
Schöner Blog!
Euer Magazin muss ich mal kaufen. Hatte es noch nie in der Hand.
Nicht zu glauben, im “Sonstiges”-Ordner waren wir… Das dummyblog! Ich hoffe, in Deiner Abteilung “Welt” geht’s mondän zu.
Übrigens, Zoomer finde ich nicht nur trashig – es ist auch schlichtweg nicht vernünftig bedienbar. Für mich ist das eine bessere Realschülerseite.
Naja – was ist heute schon noch mondän?
“Sonstiges” ist natürlich echt hart – aber ich denk mir für meine Tabs halt keine Top-Aufmacher-Titel wie “Hitler ist Pop” aus…
Und was die Bedienbarkeit bei Z angeht:
Ich bin mir sicher, dass das jeder Realschüler mit WordPress besser hinbekommt.
Vielleicht dürfte ich darauf hinweisen, dass der oben zitierte Wortlaut so gar nicht stattgefunden hat ^^
Das interview wurde auch nicht für ein privates Blog geführt, sondern lediglich da veröffentlicht.
Ursprünglich war es ein Interview für eine kommerzielle Plattform.
Herzliche Grüße,
N.
Liebe Nadine Lantzsch, Ihre erste Bemerkung bezieht sich wohl auf den Gedankeninhalt, der im Blogeintrag den Zoomerern zugeschrieben wird. Diese fett unterlegte Stelle wurde nie als “zitierter Wortlaut” präsentiert, sondern als eine, wie ich finde, sehr plausible Vorstellung.
Nur damit hier keiner auf den Gedanken kommt, der Eintrag habe ein falsch zugeschriebenes Zitat enthalten.
Nein, das meinte ich nicht. Ich meinte das Zitat aus der Email.
Obwohl ich auch falsch liegen kann und dieser kurze Dialogfetzen fand nicht zwischen mir und Daniel Erk statt. Dann bitte ich zu entschuldigen.
Ob die fett unterlegte Stelle eine plausible Vorstellung wiedergibt, wage ich dennoch zu bezweifeln. Aber das liegt im Ermessen des Autoren dieses Postings.
Viele Grüße,
N.
Das Zitat von Daniel Erk stammt in der Tat aus einer E-Mail von ihm an mich; ich hielt das im Kontext für klar. Wahrscheinlich war es nicht klar genug.
Oben stand bislang: “Daniel Erk hat mir erlaubt, ihn aus einem kurzen E-Mail-Austausch zu zitieren, der noch am Abend der Veröffentlichung dieses Beitrags stattfand.” Ich habe oben jetzt ihn und mich als Beteiligte benannt.
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Viele lustige Hitlervergleiche gibts auf http://www.wahlinfo-bayern.de
Zoomer ist zwar ganz nett, aber mann kann die Artikel leider “nur” kommentieren und nicht eigene Artikel veröffentlichen. Da gefällt mir http://www.online-artikel.de besser. Bei OA kann jeder eigene Meldungen veröffentlichen, andere bewerten und Comments abgeben. Das nenne ich echtes Web 2.0 Plattform.
Ausserdem hilft es einem hinsichtlich Marketing und Promotion der eigenen Projekte, weil die Meldungen unter anderem bei Google News veröffentlicht werden.
“Nadine Lantzsch” erscheint hier als eine etwas verwirrte Person. Aus diesen ihren Kommentaren hier auf “Zoomer.de” zu schließen, äh, wäre das so total daneben?
He looy an diesem wesite über Hitler in http://www.naziat.org/hitler.htm ist dieses gut über Hitler…