Wir wollen mal nicht so tun, als hätten wir es nicht kommen sehen. Als hätten wir nicht gewusst, dass es bald im Posteingang rappelt. Dass uns in aufgeregten mails Rassismus, Irrsinn, politischer Amoklauf und sonstwas vorgeworfen wird. Warum? Weil wir ein Heft zum Thema „Neger“ machen wollen. Das nächste Dummy im Herbst.
Wir hatten uns das nämlich so schön gedacht: Ein Magazin voller Geschichten über Schwarze, über black culture, Malcolm X, Obama, HipHop, Roberto Blanco, den Sarotti-Mohr, über Rassismus und Afrika. 138 Seiten black power. Ein aufregendes, journalistisches Projekt. Wir wollten das Heft Dummy-„Neger“ nennen, um gleich mal mit der Diskussion um inkriminierte Bezeichnungen loszulegen. Um Lust zu machen auf eine anregende Debatte fern einer beschränkten politischen Korrektheit. Wir recherchierten also, wie das denn jetzt genau ist: Ob man denn überhaupt „Neger“ sagen darf? Wir sprachen mit weißen und schwarzen Menschen und kamen zu dem Ergebnis: Man kann. Und mit einiger Hybris dachten wir sogar: Wenn, dann wir. Schließlich haben 19 Hefte (darunter heikle Themen wie Juden, Sex und Frauen) gezeigt, dass man gerade vorbelastete Themen ohne Denkverbote und mit Unbefangenheit aufarbeiten muss. Und für rechts hat uns noch niemand gehalten.
So, und jetzt sehen wir: Es geht wohl doch nicht. Die Wut ist bereits so groß, dass täglich mails kommen, die uns aufrufen, das Projekt zu stoppen – oder zumindest umzubennen. Andere wiederum loben das Dialektische an dem Vorhaben. Aber wie soll man denn nun das Heft taufen: Dummy „farbige Mitbürger“, Dummy-„maximal Pigmentierte“, Dummy-„black“?? Vielleicht hilft es, die Diskussion hiermit öffentlich zu machen. Das Thema ist uns zu wichtig, um es fahren zu lassen. Die Fahrt wurde bereits aufgenommen. Wir sind gespannt auf Eure Gedanken.


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Ich fühle mich als Mulatte schlicht und einfach von diesem Cover beleidigt. Und aus diesem Grunde würde ich das Heft niemals lesen. Sollte es auch noch so interessante Themen enthalten. Einfach nur arme möchtegern Hipsterscheisse…
Und dieses grafisch verarbeitete “Im Dunkeln sieht man nur Augen und Zähne”-Klischee ist auch sowas von widerwärtig.
Das Fred Perry Shirt und die Frakturschrift verkehren dann eine evtl. angeregte Aussage ins absolut Lächerliche.
Für die nächsten Titel: “Krüppel”, “Zoni”, “Muschi” … einfach toll
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Thomas, du hast recht, aber dich auch provozieren lassen. denn DUMMY ist diese aufregung und dieses engagement ja garnicht wert;-)
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cipqashjbjrf
Meine lieben Freunde,
das Wort “Neger” wurde als diskriminierende Beschimpfung gegenüber stark pigmentierten Menschen verwendet. Eigentlich ist es absoluter Schwachsinn weiß und schwarz zu trennen! Der Weiße kann sagen, dass er besser ist als der Schwarze. Dabei waren die “Schwarzen” schon vor den “Weißen da. d.h. theoretisch würde ein “Weißer” ursprünglich von einem “Schwarzen” abstammen. Also würde ich keinen Grund sehen hier eine Trennung vorzusehen. Außerdem gibt es nicht die 2 Rassen: weiß und schwarz; sondern die eine Rasse, nämlich: Mensch. Apropos Neger: Die “schwarzen” Amis benutzen das N-Wort nur, da es sich durch die Jahre irgendwie eingebürgert hat.
Fazit: -Eine extrem schlechte Idee das Magazin “Neger” zu nennen!!!
Mfg
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Neger war in den 80´ern ja noch gebräuchlich in Deutschland. Selbst in meinem Geschichtsbuch war noch die Rede von Negern.
Dann hiess es Schwarze und dann Farbige.
Wenn ich jetzt kiloweise Bräunungspillen esse und mega unter die Sonnenbank gehe, komm ich dann auch in die Ausgabe?
axo, noch vergessen.
Nennt es “Rassismus: Dummy – Neger”.
Dann müsst ihr aber auch eine Ausgabe zu Asiaten und Weiß-Europäern machen.
Das Argument mit dem Rassismus, da sich die ausgabe ja an der Hautfarbe fest macht, stimmt leider tatsächlich.
Deshalb seid ihr keine Rassisten, klar. Dennoch sind natürlich auch Organisationen wie Black panther hoch rassistisch.
Als Tipp: Es gibt auch so genannten “positiven rassismus”,
z.B. “Schwarze haben den Rhythmus im Blut”.
Gruß,
xtraa