Als wir mit diesem Heft anfingen, waren wir echt genervt von der Polizei. Von der rotzigen Art, in der einem bierbäuchige Beamte ihre Gardinenpredigten halten, wenn man mal wieder falsch herum auf dem Radweg gefahren ist. Ihrem sozialen Dünkel, wenn sie auf Menschen treffen, die Abitur haben, Frauen oder Ausländer sind. Ihrer Mackerhaftigkeit, wenn sie in ihrem Ninja-Turtle-Outfit auf Demos herumstehen und befugt ins Ungefähre schauen. Das fehlende Augenmaß, wenn sie Partys auflösen, weil sich ein Nachbar beschwert hat …
Je mehr wir uns mit dem Thema beschäftigten und je mehr wir mit Polizisten gesprochen haben, desto mehr verrauchte unsere Rachlust. Nicht, weil es diese spießigen, naseweisen, ignoranten Polypen nicht gäbe – aber weil es eben auch die anderen gibt. Die, die für einen Hungerlohn einen Gutteil der Sozialarbeit machen, ohne die die Gesellschaft an den Rändern implodieren würde.
Nach 1945 konnten sich viele Polizisten vom alten Schlag in die neue Zeit hinüberretten. Doch die deutsche Polizei hat sich schnell gewandelt – immer als Reaktion auf gesellschaftliche Umbrüche. In den 60ern stand den Beamten noch eine relativ kleine Gruppe von Protestlern gegenüber, die man im Zusammenspiel mit der Springer-Presse recht einfach kriminalisieren konnte. In den 70ern und 80ern begegneten den Polizisten auf den großen Demos gegen die Atomkraft und für den Frieden bereits öfter die eigenen Nachbarn auf der anderen Seite. Der Protest gegen den Staat war in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Dafür, dass auch die Polizei mit ein wenig Verspätung dorthin gelangte, hat u. a. die verstärkte Aufnahme von Frauen und Migranten in den Dienst gesorgt.
Dieses Heft, das ab heute am Kiosk ist, soll helfen, »die Bullen« etwas differenzierter zu sehen. Dafür haben wir so manchen Kriminalkommissar vernommen, wir waren in L. A. mit auf Streife und sind gen Helgoland gefahren, um den Inselbeamten zu sprechen. Wir haben im Fotoarchiv von Amsterdam gewühlt und mal geschaut, wo man Polizisten mit wie viel Geld bestechen kann. Eins vorweg: In Deutschland klappt es nicht.
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Ich dachte nur hier in der Schweiz sei die Polizei DUMMY!!!
Doch offenbar finden sich überall auf der Welt Dummys…
Schaut mal auf die Website: Kriminelle Geheimdienste observieren für Hunderte von Millionen Steuergeldern harmlose Bürger! Der Sauladen wurde erst vor kurzem
überführt! Sogar UDO JÜRGENDS soll vom Geheimdienst verfolgt worden sein! Rette sich in anderes Land! Aber bitte mit weniger FILZ&WILLLKüR!
Was die Polizei anbetrifft, bin ich auch sehr milde gestimmt. Irgendwie tun mir die Polizisten immer leid, wenn sie bei Demos blöde Politik verteidigen müssen oder am 1.Mai, den Hass von spätpubertierenden Männern abkriegen, die ihren Vaterkonflikt nicht bewältigt haben.
Liebe Polizisten, meinen Respekt habt ihr -nicht immer, aber oft!