Wasted Youth: Die “Junge Presse” in Mainz

Vielleicht ist Mainz ja ganz schön – gestern war es allerdings grauenhaft. Was vielleicht auch daran lag, dass das Jugendmedienevent an grässlichen Orten stattfand wie zum Beispiel dem ZDF auf dem Lerchenberg oder der Katholischen Fachhochschule, die eingeklemmt zwischen einem Krematorium und dem Mainzer Arbeitsamt liegt.

Ich durfte dort einen Workshop zum Thema „Blattmachen – Magazin-Journalismus“ leiten, zu dem kein einziger Junge, dafür aber neun Mädchen kamen, die vielleicht alle zu Tobias Zick von Neon wollten, der an meiner Stelle im Programmheft stand. Man kann also sagen, dass das Ganze eine ziemlich uncharmante Veranstaltung war – für die Referenten, aber auch für die 500 jugendlichen Teilnehmer, die man in einer Turnhalle untergebracht hatte, aus der sie um 6 Uhr morgen raus mussten, damit der Schulsport dort stattfinden konnte.

Mein Workshop dauerte 8 Stunden, und in dieser Zeit bemühte ich mich, den beflissenen Schülerzeitungsredakteurinnen meinen Beruf schmackhaft zu machen. Es ging um das nächste fluter-Heft zum Thema Ernährung. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten (wie gesagt: Sie mussten nach der ersten Partynacht um sechs Uhr raus!) hatten die Teilnehmerinnen richtig gute Einfälle: Am Besten gefiel mir die Idee, die Lebensmittel zu Wort kommen zu lassen: Karotten, denen man die Haut bei lebendigem Leib abzieht, Kartoffeln, die man zerschneidet und in kochendes Wasser wirft. Ich glaube, dass Wiglaf Droste so was in der Art sogar schon mal geschrieben hat.

Was mich aber wirklich schockierte, war: Dass all diese 16-18-Jährigen eine totale Angst vor der Zukunft hatten und davor, keinen Job oder eben den falschen zu bekommen. Sie sprachen von einer Journalistenschwemme, von raren Studienplätzen, vom Numerus Clausus auf so seltsamen Fächern wie Kommunikationswissenschaften (wo ja meist nur abgehalfterte Redakteure des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ein Gnadenbrot fristen), sie hatten Angst, das Falsche zu studieren, zu spät zu kommen, keinen Job zu ergattern. Und das mit 16. Auf meinen Rat hin, sie sollten erstmal irgendwas studieren, was ihnen Spaß mache, und wenn es ihnen keinen Spaß mache, ein neues Studium anfangen – schauten sie mich an, als käme ich von einem anderen Stern.

Vielleicht waren sie auch einfach weniger naiv als ich, denn das nächste schwarz-gelbe Regierungsprogramm sieht solche notwendigen Selbstfindungstrips wahrscheinlich gar nicht mehr vor.

Ich glaube, die Eltern der Jugendlichen, die ich gestern sah, haben sich schon im Kleinkindalter Sorgen gemacht, die Karriere ihrer Kinder mit der Wahl des falschen Kindergartens negativ zu beeinflussen. Es waren Kinder von Eltern also, wie es sie heute fast nur noch gibt. Und die ihren Söhnen und Töchtern durch ihre jahrelange Aufgeregtheit bei der Wahl der richtigen Schule und ihren falschen Ehrgeiz allen Mut und alles Selbstbewusstsein austreiben.

Diese Erkenntnis war fast so traurig wie das Wetter gestern in Mainz.

Wenige Sätze (11) zum Spiegel Nr. 39: Bitte nicht wackeln

Nie war es so teuer, keine Meinung zu haben: Der Spiegel klebt auf sein aktuelles Cover ein Wackelbildchen, das mal Angela Merkel und mal Frank-Walter Steinmeier auf dem Thron zeigt. Und als hätte man es nicht gleich kapiert, erfährt man es in der Hausmitteilung noch mal: „Eine Wahlempfehlung gibt der Spiegel nicht ab.“ Erstaunlich, dass man aus seiner Mutlosigkeit auch noch so ein großes Ding machen kann.

Das Stück über Steinmeier erzählt das Übliche, das Steinmeier nämlich immer noch ein wenig steif ist – das aber wortreich und lang und mit der schönen Erkenntnis, dass „Steinmeiers Ausstrahlung seinen Körper nicht verlässt.“ Das Stück über Merkel hält sich auch nicht groß mit politischen Inhalten auf, lieber rezensiert der Autor Gesten, Mimik und CDU-interne Befindlichkeiten. Die Politikberichterstattung des Spiegel ist ja eh zunehmend eine Berichterstattung über die Oberfläche des Politikbetriebs geworden. Man gehört eben zum eher unintellektuellen „Berliner Kommentariat“ – das ist übrigens ein schöner Begriff aus dem Merkel-Text von Christoph Schwennicke, den man anscheinend von der Süddeutschen Zeitung zum Spiegel geholt hat, damit er da möglichst wenig schreibt.

Und sonst: Im Interview mit dem George-Bush-Senior-Verehrer James Baker erfährt man auch nichts Neues über die deutsche Einheit, im Gespräch mit dem sonst Butterfahrt-tauglichen G+J-Vorsitzenden Bernd Buchholz über die Krise bei Gruner + Jahr gibt sich dieser imageschädigend schmallippig – und es gibt, aus welchem Grund auch immer, ein sage und schreibe fünfseitiges Stück über die Band No Angels, zu dem auch noch der fleißige Rechercheur Sven Röbel abkommandiert wurde. Schon das ist ein Grund, den Spiegel diese Woche am Kiosk liegen zu lassen.

Alles halb so schlimm im SZ-Tower

Nach den traurig stimmenden Meldungen der letzten Wochen, die einen aus der SZ-Redaktion ereichten, war man ja schon in größter Sorge um das Blatt. Tränenreiche Artikel wurden darüber geschrieben, dass die SZ-Redaktion und der Verlag nun nicht mehr länger in der Münchner Innenstadt unweit der gemütlichen Bierstuben beheimatet sind, sondern am Stadtrand in einem modernen Gebäude, das aussieht wie der Sitz einer Versicherung – sagen wir von Axa.

Um zu schauen, ob denn den Kollegen wirklich jener Tort angetan wird, den sie die ganze Zeit beklagen, habe ich mich aufgemacht in die Hultschiner Straße in München-Ost. Und ich muss sagen: die Ankunft in der S-Bahnstation Berg am Laim verheißt erst einmal nichts Gutes. Man muss durch eine furchtbare und furchtbar gefährliche Gleis-Unterführung hindurch und dann steht man vor dem Glas-Tower, der von der Aufteilung her an das Spiegel-Haus in Hamburg erinnert, nur eben viel schöner. Die verglaste Fassade mit ihren abwechselnden Fensterstürzen sieht schon mal klasse aus, die Münchener Sonne spiegelt sich darin und taucht den Platz davor in gleißendes Licht. Auch in der Kantine hat man sich sichtlich um eine spiegeleske Farbigkeit bemüht, leider ist es viel weniger psychedelisch geworden. Die Bedienungen wurden sorgfältig nach Hautfarbe gecastet, man isst nun wie im Inneren einer Benetton-Werbung. Ich hatte so eine Art Tafelspitz mit Schnittlauchsoße, nach dem man sich im Berliner Verlag – diesem schäbigen Plattenbau mit seiner Sodexo-Kantine – die Finger lecken würde.

Auch sonst klagen die SZ-Mitarbeiter auf hohem Niveau. Das Foyer ist ein mehrstöckiges Atrium mit Video-Wall, die wohl bedeuten soll, dass man hier alles im Blick hat. Klar, das ist bemüht, aber irgendwie hofft man, dass dieser mondäne Auftritt mit den gläsernen Büros der SZ ihre Münchener Spießigkeit austreibt. Denn all die Berlin-Hassartikel konnten schließlich nur in der Meister-Ederhaftigkeit der Sendlinger Straße gedeihen, wo man halt gern am Mittag schon auf ein Weißbier ging. Dortselbst habe ich Büros wie die der Medienredaktion gesehen, die an Alcatraz erinnerten.

Nun sitzen die Redakteure in lichtdurchfluteten Zimmern mit einem schönen Ausblick auf den hässlichen Teil von München und klagen über die Kinderkrankheiten, die so ein modernes Haus nun mal hat. Die Jalousien gehen bei Sonneneinstrahlung automatisch runter und das Licht geht an. Die Klimaanlage regelt sich selbstständig, und ab und zu gibt es einen Feuer-Fehlalarm. Was wirklich unschön ist, ist dass die einzelnen Redaktionen relativ abgeschottet auf den Etagen sitzen, es kaum Möglichkeiten der Begegnung gibt. Bei einem Wochenmagazin wie dem Spiegel mag das noch hinhauen, aber bei einer Tagesszeitung wäre mehr Kommunikation schon dienlich.

Ansonsten aber möchte man den selbstmitleidigen Kollegen mit einem Wort von Werner Funk zurufen: „Licht und Luft geben Saft und Kraft“!

Hitler geht immer — Zoomer.de geht gar nicht

Auf der Startseite von Holtzbrincks digitalem “Nachrichten”-Schrotthaufen namens Zoomer.de war am heutigen Freitag stundenlang folgender Aufmacher zu bestaunen – zum Zeitpunkt des Screenshots (17:29 Uhr) genoss der Beitrag die maximale Userpunkt-Wertung von 10,0:

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Der müde Anlass: Eine Website namens genealogie.de, die von sich behauptet, Namens- und Ahnungsforschung anzubieten, betreibt irgendwo im Netz Popup-Werbung mit Hitler. Offenbar schon ziemlich lange, will man der Kommentatorin “waschmaschine” bei Tagesspiegel.de glauben. Der Werberat vom Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft hat der Betreiberfirma dieser Website dafür heute verständlicherweise eine Rüge erteilt.

Ja, und die ganz Gerissenen bei Zoomer.de dachten sich dann eben: Komm, bei uns läuft’s nicht so gut, dann machen wir halt auch Hitler. Also die gleiche Hitler-pornographische Eigenwerbung wie diese “Ahnenforscher” dort drüben. Nur mit noch viel mehr Schwarz im Hintergrund, geht es doch ums Böse an sich.

Aber es brauchte schon etwas mehr Inhalt dafür. Nur wegen dieser Werberats-Rüge im großen Stil rumzuhitlern – meine Güte, das hätten wahrscheinlich nicht einmal Zoomer-gestählte Leser gutgeheißen. Also brachte man unter dem Vorspann zur Hitler-Werbung ein Interview mit dem jungen Journalisten Daniel Erk, der unter anderem für NEON schreibt und das Hitler-Blog auf taz.de betreibt. Dieses Interview ist nett, und es enthält ein paar ganz interessante Erläuterungen zum Hitler-Blog.

Es ist aber alles andere als ein Nachrichtenportal-Aufmacher, und als ich vorhin beim Hitler-Blog vorbeikam, da begriff ich mit einem Mal, was hier Sache ist. Denn was schreibt Daniel Erk dort?

Das dort veröffentlichte Interview ist im Übrigen weder tagesaktuell, noch wurde es zu dem Zwecke geführt, auf Zoomer.de zu erscheinen. Vielmehr hat es Nadine Lantzsch, die mittlerweile Redakteurin bei Zoomer zu sein scheint, vor einem Jahr für ihr privates Blog geführt. Ich wurde vor Veröffentlichung nicht kontaktiert.

Ich lache immer noch.
Wie schlecht sieht es bei Zoomer eigentlich aus?
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Ergänzung: Daniel Erk hat mir erlaubt, ihn aus einem kurzen E-Mail-Austausch zu zitieren, den ich mit ihm noch am Abend der Veröffentlichung dieses Beitrags hatte:

Es ist ja gar nicht so, dass ich das nicht veröffentlich sehen wollen würde, auch wenn ich mir genehmere Aufmerksamkeit als die via Zoomer vorstellen kann. Aber gefragt worden wäre ich gerne. Es wäre ja auch ein Leichtes gewesen, mich anzurufen und mich um eine aktuelle Stellungnahme dazu zu bitten. Zudem stimmt der Eindruck, das Interview würde diesen ja tatsächlich hanebüchenen Anlass kommentieren, einfach nicht.

Deutschland in der New York Times

Es kann nicht davon die Rede sein, dass dem außeramerikanischen Rest der Welt in der New York Times besonders gründliche Berichterstattung zuteil wird, und für Deutschland macht man dort keine Ausnahme. Der Erfurter Schulamoklauf im April 2002 war für die NYT big news, aber für Nachrangiges wie eine bundesdeutsche Kanzlerwahl musste man sich auf deren Website schon mal erst an absurden US-Sportnachrichten vorbeiscrollen.

Heute genoss Deutschland ein paar seltene Stunden des Ruhms auf der Online-Startseite. Nicht als Papst diesmal, aber als Küche. “Feines Essen schreitet voran in Deutschland” (“Fine Dining Takes Strides in Germany”). Es geht um zahlreicher werdende Sterneköche, die allgemeine Esskultur und eine Haute-cuisine-Version eines “traditional ham-and-egg sandwich called a strammer Max” (sic).

Immer gut zu wissen, was das Ausland gerade über einen denkt.

NYT 2008.03.06

Das ist aber kischig: Ein paar Punkte zu Journalistenpreisen

henri-nannen-preis.pngZur Zeit dürfte mal wieder die Jury des Henri-Nannen-Preises tagen, der früher mal Egon-Erwin-Kisch-Preis hieß – Kisch wurde die Ehre womöglich aberkannt, weil er kein Gruner+Jahr-Mitarbeiter ist. In der Jury des Henri-Nannen-Preises sitzen neben Alice Schwarzer und Helmut Markwort unter anderen die Chefredakteure von Süddeutsche Zeitung, Zeit, Welt am Sonntag und GEO, und ein Spiegel-Reporter. Im letzten Jahr durften sich alle freuen: Die Preise gingen an Süddeutsche Zeitung, Zeit, Welt, GEO und Spiegel. Man darf gespannt sein, wer dieses Jahr am 9. Mai im Hamburger Schauspielhaus geehrt wird.

Damit soll natürlich nicht gesagt sein, dass die Arbeiten, die prämiert wurden, nicht möglicherweise einen Preis verdient haben. Aber vielleicht könnte man in Zukunft noch ein paar andere Jury-Mitglieder berufen, die weniger befangen sind in ihrem Urteil. Vielleicht gibt es ja auch außerhalb der deutschen Chefredaktionen Menschen, die journalistisch Herausragendes von weniger Lesenswertem unterscheiden können.

In der Politik würde man so etwas jedenfalls Interessenkollision nennen. Oder besser: Die Journalisten würden es so nennen.

Ein anderer Preis ist der Lead Award, der für Zeitschriften vergeben wird. Morgen ist die Preisverleihung in den Hamburger Deichtorhallen und danach die große Spiegel-Party, die immer alle ganz toll finden – warum weiß ich auch nicht. Beim Lead Award ist die Jury so groß, dass alles Proporzdenken oder das Lancieren eigener Titel wenig Chancen haben. Dort gibt es untereinander so viele Freund- und Feindschaften, dass auch kleinere Titel eine Chance haben – alleine schon, um die anderen zu ärgern. Vielleicht hatten wir deswegen das Glück, dass DUMMY schon öfters ausgezeichnet wurde. Das ist ja keine Selbstverständlichkeit, wenn so viele Vertreter aus Großverlagen zusammensitzen.

Aber auch dieser Preis hat so seine Seltsamkeiten. Für den Preis für das „Lead-Magazin des Jahres“, mit dem das innovativste Magazin des Jahres 2007 geehrt wird, ist in diesem Jahr der Stern nominiert. Kein Scherz. Und in der Kategorie „Newcomer des Jahres“ war Vanity Fair ein heißer Anwärter – das ist das Magazin, dessen Verlag neulich den Chefredakteur auswechselte. Morgen abend wissen wir mehr.

Der absurdeste Preis aber ist der vom Art-Director´s Club, dem ADC, der einmal im Jahr die sogenannten Goldenen Nägel verteilt und den Rest des Jahres damit beschäftigt ist, diese Preisverleihung vorzubereiten. Es ist eine Werber-Veranstaltung (findet also in einer Branche statt, in der man sich noch lieber gegenseitig auf die Schulter klopft als unter Journalisten), aber es gibt auch Kategorien für die Presse. Wer diesen Preis gewinnen will, muss seine Arbeiten zum ADC schicken und für jede eingeschickte Arbeit Geld bezahlen, damit man sie sich dort auf Preiswürdigkeit hin anschaut. Wer viel Geld hat, kann also viele Arbeiten einreichen und seine Chancen so erhöhen. Daher hängen dort in den journalistischen Kategorien immer ganz viele Arbeiten aus großen Verlagen, die zwar nicht sonderlich innovativ sind, dafür aber ein schönes Budget haben. Wenn man gewinnt, zahlt man noch einmal richtig viel Geld – nämlich dafür, in einem dicken ADC-Buch deutlich Erwähnung zu finden. Vielleicht kann man es so sagen: Gegen den ADC ist die Jury des Henri-Nannen-Preise ein Hort der Unabhängigkeit.

Sarah Wiener Schmäh (oder: die größte Gegendarstellung der Welt)

sarah-wiener.pngFür die vorletzte Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, durfte Manfred Kohnke, Chefredakteur der deutschen Ausgabe des Restaurantführers Gault Millau, die deutschen Fernsehköche testen, und am schlechtesten kam dabei Sarah Wiener weg, die ja in der Tat weder im Fernsehen, noch in ihrem Berliner Restaurant Speisezimmer den Eindruck macht, als würden ihre Kochkünste ihre ständige TV-Präsenz rechtfertigen. „Alles, was sie in der Küche schnippelt, bruzzelt und abkocht, kommt nicht über das Niveau dessen hinaus, der nebenan aus Ikea-Kartons eine gute Stube zusammenschraubt“, schrieb Kohnke, und als Leser der FAS war man für soviele wahre Worte dankbar. Aber nur eine Woche lang: Denn in der Ausgabe von diesem Sonntag brachte die FAS prompt das, was man die größte Gegendarstellung aller Zeiten nennen darf. Auf einer ganzen Seite im Wirtschaftsteil durfte Sarah Wiener über ihr Erfolgsrezept als Unternehmerin und Medien-Köchin räsonieren. Eine Ankündigung dieses Gesprächs druckte die FAS sogar auf der Titelseite, dazu noch jede Menge Sarah-Wiener-Fotos. Dass sich die FAS zu einem derartig unangemessem Dementi von Kohnkes feiner Kritik hinreißen ließ, darf bitte keine journalistischen Gründe haben. Sondern nur den einzigen, dass sich Sarah Wiener beschwert und mit rechtlichen Schritten gedroht hat, weil ja in Kohnkes Artikel tatsächlich Sätze von schöner Ironie waren (wie der, dass Wiener mit dem ersten ICH-AG-Geld Anfängerkochkurse besucht hat), die man aber nach deutschen Presserecht gegendarstellen kann, wenn man sich denn wichtig genug nimmt. Nur dann wird einem von diesem Kotau der FAS nich schlecht.