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	<title>dummyblog &#187; politische Kultur</title>
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		<title>Und noch ein Veranstaltungshinweis</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 07:01:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
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<p><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/320745_10150363685440908_218062590907_9914169_1406654150_n1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-580" title="320745_10150363685440908_218062590907_9914169_1406654150_n" src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/320745_10150363685440908_218062590907_9914169_1406654150_n1-480x330.jpg" alt="" width="480" height="330" /></a></p>
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		<title>Wahlkampf in Berlin</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 10:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;" align="center"><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/73-Bitte-freimachen-Frankfurter-Allee-Berlin-Friedrichshain-26.-August-2011-1024x768.jpg"><img class="size-medium wp-image-557 aligncenter" title="73-Bitte-freimachen-Frankfurter-Allee-Berlin-Friedrichshain-26.-August-2011-1024x768" src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/73-Bitte-freimachen-Frankfurter-Allee-Berlin-Friedrichshain-26.-August-2011-1024x768-480x360.jpg" alt="" width="480" height="360" /></a></p>
<p style="text-align: left;" align="center">Ich weiss nicht, ob das nur mein subjektiver Eindruck ist, oder ob der Wahlkampf in Berlin dieses Jahr so langweilig ist wie schon lange nicht mehr. Mag daran liegen, dass die CDU, die traditionell für den Humor in der Hauptstadt zuständig ist, ausnahmsweise keinen Teppich- und Tapetenverkäufer aus Friedrichshagen aufgestellt hat (der sich dann vor Eierwürfen auf dem Alexanderplatz hinter Edmund Stoiber verstecken kann), sondern einen Typen, den selbst seine politischen Gegner irgendwie ganz okay zu finden scheinen. Mag auch daran liegen, dass mittlerweile keiner mehr zu bezweifeln scheint, dass der alte auch der neue regierende Bürgermeister wird. Und auch dieser merkwürdige, gut zwei Meter große Piraten-Nerd, der seit ein paar Tagen den Menschen im Bio-Supermarkt bei mir um die Ecke auflauert und irgendwas vom Internet vor sich herbrabbelt, wirkt eher planlos als inspiriert. Vielleicht muss man einfach ein bisschen zurück in der Zeit gehen, um wieder Spaß am Wahlkampf in Berlin zu kriegen. Den folgenden Text hat der tolle Journalist und Säufer Joseph Roth 1924 für die Frankfurter Zeitung geschrieben. Vieles davon stimmt womöglich auch heute noch. Eine schöne Einstimmung auf die Wahl am kommenden Sonntag ist er allemal.</p>
<p align="center"><em>Joseph Roth: WAHLKAMPF IN BERLIN</em></p>
<p><em>Den kalten, präzisen Rhythmus dieser Stadt stört das „Wahlfieber“ nicht. Mögen die Litfaßsäulen die gedruckten Bekenntnisse der Parteien, die bewußt übertriebenen Versprechungen, die agitatorisch ausgebeuteten Weltanschauungen, die in farbiges Bild heimgekehrten Phrasen und Methaphern über die Straße rufen. Keinen einzigen sah ich, der Geduld, Zeit und Lust gehabt hätte, ein Programm zu lesen. Keinen, der nicht den erhaltenen Flugzettel sofort wieder flattern gelassen hätte. Vielleicht dringt nur ein sehr suggestives Bild von starker Plötzlichkeit in die Netzhaut dieses Menschentypus, der nur Arbeit kennt und Amüsement. Vielleicht ist dieser Fanatiker der Sachlichkeit, der Präzision, des Antifanatismus in seiner politischen Überzeugung so gefestigt, daß keine übereilige und in einer einzigen Woche gesteigerte, in Schlagworten und Litfaßsäulen, Reden und Mauerecken komprimierte Agitation ihn überzeugen kann. Der gerechte Beobachter muß allerdings feststellen, daß kein einziges der vielen Wahlbüros auch nur ein Zehntel jener suggestiven Phantasie aufgebracht hat, die in den Propaganda-Abteilungen der Fabriken, der Firmen, der Warenhäuser, der Modistinnen und der Schneiderateliers zu finden ist.</em></p>
<p><em>Die nüchterne Bürokratie der Berliner Wahlpropaganda aller Parteien beschränkt sich auf die alten, schlecht erprobten Mittel. Sie bedruckt lange Zettel aus grauem, porösem Papier mit kleiner Schrift, übrigens meist Frakturschrift, die ein amüsantes typographisches Bild ergibt. Aber nicht ein einziges dieser vielen vergeblich verschleuderten Worte springt aus den schwindelerregenden Zeilen als bannender, gellender, erschütternder optischer Schrei. So viele Parteien es gibt und sosehr manche sich anstrengen, die anderen als „undeutsch“ zu brandmarken – diese Propaganda beweist, wie sehr deutsch sie alle sind. Wie fremd allen zusammen die lauten Mittel der äußeren Wirksamkeit sind. Wie alle sich bemühen, mit redlicher Naivität durch eine minutiöse Erörterung der Grundsätze zu überzeugen und – zu langweilen. Und selbst in der Übertreibung bleibt jeder noch schüchtern. In der Lüge noch furchtsam. Man arbeitet mit dem schweren, pathetischen Rüstzeug der Ethik, wenigstens der landläufigen. Keine Flamme zuckt von den Wänden. Kein Schrei hallt von der Litfaßsäule. Die Ankündigungen der Varietés, der Kinos, das Selbstlob der Zigaretten, die Inbrunst der geschäftlichen Reklame, ihr nächtliches Feuer über den Dächern des Potsdamer Platzes ersticken, betäuben jeden politischen Schlacht­ruf in einer Flut von Licht und Schrei und Farbe. Die Maschinerie dieser halbamerikanischen Stadt bleibt präzise und verrichtet ihre tau­sendfältige, nüchterne Funktion ohne Leidenschaft, ohne auch nur von einem Hauch des politischen Kampfes gestreift zu werden.</em></p>
<p><em>In den Berliner Boulevardblättern lese ich krampfhafte Bemühungen der prinzipiellen Feuilletonisten, den „Wahlkampf“ zu schildern. Es ist, als beobachten sie die Phasen und Symptome der Wahlzeit durch ein stark vergrößerndes Teleskop und alles andere durch ein verklei­nerndes Glas. So besorgen sie einen Teil der Wahlbürogeschäfte, allerdings aller zugleich, und bauschen Auseinandersetzungen zu Weltkriegen auf. Wer diese Schilderungen liest und die Stadt nicht kennt, müßte glauben, daß sich in Berlin politische Wildwestkämpfe zwi­schen Rednern und Plakaten abspielen. In Wirklichkeit ist es gar nicht so. Ein paar halbwüchsige Jungen schleichen durch die Nächte als „Kleisterpatrouillen“, reißen Plakate herunter, kleben neue. Aber sie fallen nur dem suchenden Auge auf und verschwinden in der Menge der schleichenden Zuhälter, der aufgedonnerten Straßenmädchen, der liebehungrigen Spaziergänger, der torkelnden Betrunkenen. Der Be­trieb des „Verjnijens“, der rastlos und gutgeölte Mechanismus der „Sensation“, des „Amüsemangs“, des Spielklubs, der Nackttänze ab­sorbiert alle Kräfte des Wählers. Und nur am Vormittag in den ­Markthallen hörte ich die Frauen mit den Markttaschen politisieren. Zwischen den Gemüseständen entbrennt der Wahlkampf am hitzig­sten. Die Märkte sind die Wahlschlachtfelder Berlins. Es muß im Na­men der Wahrheit gesagt werden.</em></p>
<p><em>Allerdings ist am Potsdamer Platz ein deutsches Blätterwäldchen ge­pflanzt worden. Seine jungen Stämme heißen: „Völkischer Ratgeber“, „Kampfbund“, „Deutscher Ring“, „Deutsches Tageblatt“ und sind mit unvermeidlichen Hakenkreuzen versehen, die man heutzutage tief in alle Rinden einschneidet. Auf den Zeilen-Ästen zwitschern schwarz-weiß-rote Phrasen. Auf moosigem Feuilletongrund wuchert bläulich die Knopflochblume der Vereinsromantik. Hier sucht das wandernde Auge vergeblich nach einer Lichtung der Vernunft. Die pathetisch bemoosten Stämme lassen keinen frischen Windhauch eines Witzes durch. Man stolpert über ungrammatikalische, antigrammati­kalische Schlingpflanzen. Sprachliche Laster blühen in den gähnenden Schlünden der Leitartikel. Man hört das monotone Hacken des natio­nalistischen Buntspechts.</em></p>
<p><em>Aber diese Zeitungen finden nur Kolporteure. Und ich bin ihr einziger Käufer.</em></p>
<p><em>Nur an Sonntagen sieht man politische Wandervögel mit Sandalen, Knüppeln, Messern. In den Wäldern schlingen sie Reigen, schwärmen für die Natur und liefern einander Schlachten. Es ist eine seltsame, eine unverständliche Jugend. Sie leugnet Gott und betet zu Götzen. Sie übernimmt vom Heldentum den Blutrausch, aber nicht seine scheue Natur- und Herzensfrömmigkeit. Man kann sie auf den Bahnhöfen sehn, die blühenden, weizenblonden, jungen Mädchen, die zu Müttern bestimmt sind und sich zu politischen Furien entwickeln. Sie tragen entstellende Windjacken, breite Schöße und kurzgeschnittenes Haar. Sie schreiten mit unnatürlich breiten Marschschritten, gebärden sich lächerlich männisch, aber die Natur rächt sich, sobald sie „Heil!“ und „Pfui!“ schreien, und verleiht ihren Stimmen die abschreckende Grell­heit der Hysterie.</em></p>
<p>(gesammelte Texte von Roth sind übrigens bei KIWI erschienen)</p>
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		<title>Vom Argwohn gegenüber der eigenen Saturiertheit</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 16:44:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt in den Medien einen Hauptfeind und ich wohne mittendrin: In Berlin-Mitte oder auch Prenzlauer Berg. Seit Jahren werden diese Stadtteile von Reportern heimgesucht, die dann ganz traurig feststellen, dass dort kaum noch alte Ossis wohnen, sondern wohlhabende Zugezogene, &#8230; <a href="http://blog.dummy-magazin.de/436/vom-argwohn-gegenuber-der-eigenen-saturiertheit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt in den Medien einen Hauptfeind und ich wohne mittendrin: In Berlin-Mitte oder auch Prenzlauer Berg. Seit Jahren werden diese Stadtteile von Reportern heimgesucht, die dann ganz traurig feststellen, dass dort kaum noch alte Ossis wohnen, sondern wohlhabende Zugezogene, die mit einem Apple-Rechner im Café sitzen und biologisch angebauten Kaffee trinken. Beides scheinen Indizien für ein grundlegend falsches Leben zu sein.<br />
Man nennt das Phänomen Gentrifizierung und in New York oder London ist es seit Jahrzehnten an der Tagesordnung: Runtergekommene Wohngegenden werden von einer jungen, kreativen Klientel, die kein Geld für die besseren Viertel hat, zu neuem Leben erweckt. Nach einer Zeit kommen die besser Verdienenden auf den Geschmack, die Wohnungen werden saniert und zu Eigentum, mit den Alteingesessenen verschwindet auch ein Teil des Charmes.<br />
Soweit das Klischee, das im Falle des Prenzlauer Bergs mit einer medialen Inbrunst verbreitet wird, die Staunen macht und bei der selbst vernünftige gesellschaftliche Veränderungen zu Indizien für ein völlig falsches Leben werden: im Biosupermarkt kaufen oder sich seinen Kindern widmen und ihnen womöglich auch noch Holzspielzeug zu geben, gelten in den feuilletonistischen Reportagen dieser Jahre als schwerste Verirrungen und Abkommen vom authentischen Weg.<br />
Die Zeit prägte einst in einem Anfall von Werte-Verwirrung den Begriff des „Bionade-Biedermeiers“ und belächelte die Menschen, die statt pestizidbelastetes Obst beim Türken lieber im Biosupermarkt kaufen. Die FAZ imaginierte sich neulich in eine Zukunft, in der mit Yoga und Therapien gequälte Kinder dereinst ihre alt gewordenen Eltern in deren Dachgeschossen besuchen – und GEO stellte neulich Fotos einer Straße in Prenzlauer Berg gegenüber – vor 20 Jahren und heute. Und siehe da: Es sieht ganz anders aus. Dazu beschrieb der Reporter sein Unwohlsein angesichts des Verschwindens bröckelnder Fassaden und alter Ost-Identität und des Umstands, dass vor den Cafés junge deutsche Schauspieler an Fruchtsäften nippen.<br />
Zufälligerweise wohne ich gleich neben der Straße, die in GEO als Beispiel für die böse Gentrifizierung herhält. Und man muss schon genau weggucken, wenn man sich die durchgekaute These ausgerechnet hier noch mal bestätigen lassen will. Es gibt in dieser Straße auf einer Länge von 500 Metern tatsächlich ein wenig zu viele Stehcafés mit Latte-Macchiato-Ausschank, aber eben auch einen schon in der DDR gegründeten Gemüseladen, einen uralten Bäcker, einen Fahrradladen, zwei Blumenläden, ein billiges portugiesisches Restaurant, zwei Vietnamimbisse, einen Laden für Reinigungsbedarf, einen Automatenwaschsalon, ein Reisebüro und eine Säuferkneipe, wo das Berliner Prologetränk  Futschi 2 Euro50 kostet. Eigentlich eine schöne Mischung, die aber so gar nicht in die vorgefertigten Stanzen der Gentrifizierungskritiker passt.<br />
Schade, dabei könnte man in Magazinen und Zeitungen einen genaueren Blick auf die Gesellschaft durchaus brauchen. Denn natürlich ist es bizarr, wenn Kinder für manche Eltern zum überbehüteten Lebensinhalt werden und Menschen auf Hartz-IV ihre alten Wohnungen verlassen müssen – nur ist das alles eben bei weitem kein Phänomen des Prenzlauer Bergs oder Mitte,  sondern auch von Hamburg-Eimsbüttel oder München-Schwabing, wenn nicht der ganzen Republik. Es sind die Verwerfungen einer Gesellschaft, in der auf vier Erwachsene gerade noch ein Kind kommt und in der die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgeht. Darüber zu räsonieren würde sich lohnen.<br />
Stattdessen aber schreiben die Reporter von Zeit, FAZ, SZ oder GEO im Falle Berlins lieber voneinander ab, und wenn man weiß, dass viele dieser Reporter genau das Leben führen, das sie so inbrünstig anprangern, offenbart sich da eine Art Selbsthass – ein Argwohn der eigenen Saturiertheit gegenüber, das Bedauern der verpassten Chance, irgendwann in seinem Leben mal echte Solidarität gegenüber schlechter Gestellten geübt zu haben.<br />
Das wird nun wortgewaltig nachgeholt, indem man über das neue Bürgertum in Prenzlauer Berg herfällt und dabei sämtliche soziologische Trennschärfe über Bord schmeißt. Womöglich ist das der Preis dafür, dass in den Redaktionen viele Redakteure sitzen, die in den pragmatischen 80ern studiert haben, als ein Soziologie- oder Psychologie-Studium so anerkannt war wie ein Taxischein. Diese jahrzehntelange Negierung genaueren Hinschauens auf Milieu-Bildung bringt nun diese journalistischen Zirkusnummer hervor, die immer wieder ihr Publikum finden, die aber von einer stupenden intellektuellen Trägheit zeugen.<br />
So darf man sich denn zum Schluss auch mal auf ein ähnliches Niveau begeben und fragen, warum denn all diese Reporter, die dem authentischen Osten so nachweinen nicht nach drüben gehen, wie es früher bei Springer hieß. Zum Beispiel nach Schwedt an der Oder. Da gibt’s den Osten nämlich noch. Aber wahrscheinlich macht es einfach mehr Spaß, in Berlin-Mitte oder Prenzlauer Berg zu recherchieren oder so zu tun als ob.</p>
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		<title>DUMMY auf Atomtour</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 14:55:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer hätte denn gedacht, dass das Thema noch einmal so eine Konjunktur erfährt. Wir jedenfalls nicht, und dennoch war uns das Atom-Heft aus dem vergangenen Herbst ein Herzensanliegen. Und die derzeitige Diskussion um die Brennelementesteuer und die Laufzeitverlängerung gibt uns &#8230; <a href="http://blog.dummy-magazin.de/386/dummy-auf-atomtour/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_389" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/Bild-15.png"><img src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/Bild-15-150x150.png" alt="" title="Bild 1" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-389" /></a><p class="wp-caption-text">DUMMY-Herausgeber unterwegs mit dem Redaktionstrecker</p></div>Wer hätte denn gedacht, dass das Thema noch einmal so eine Konjunktur erfährt. Wir jedenfalls nicht, und dennoch war uns das <a href="http://www.dummy-magazin.de/issues/24-Atom">Atom-Heft</a> aus dem vergangenen Herbst ein Herzensanliegen. Und die derzeitige Diskussion um die Brennelementesteuer und die Laufzeitverlängerung gibt uns ja auch nachträglich Recht. Mittlerweile hat der Berliner Werbefilmer Ralf Schmerberg für den regenerativen Energieiversorger »Entega« in Stuttgart das »Café Endlager« gemacht und in einer dazugehörigen Publikation auch den DUMMY-Text von Stefan Krücken über den Uran-Kurort Bad Schlema nachgedruckt.<br />
Lesen kann man den auch im bestellbaren Atomheft, nebst vielen anderen explosiven Stücken wie etwa der Schautafel über die Vernetzung von Politik und Stromwirtschaft. Falls man noch Fragen hat, warum sich denn einige Politiker so dermaßen ins Zeug legen für eine uralte und anfällige Technologie.<br />
Da das Atom-DUMMY also richtig gut in die Landschaft passt, sind wir auch noch mal mit dem Trecker durch die Lande gezogen, um es unter die Leute zu bringen. Passenderweise auf einer Strecke die Elbe entlang, wo ja mit Krümmel, Brunsbüttel und Brokdorf gleich drei umstrittene Meiler stehen. Selbst unser DUMMY-Trecker ist weniger störanfällig als diese AKWs.</p>
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		<title>Eine fiese Linke: Politische Gewalt in den Medien</title>
		<link>http://blog.dummy-magazin.de/348/gewaltige-unterschiede/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 14:39:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arne Semsrott</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Dummy Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Linke Gewalt]]></category>

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		<description><![CDATA[»Linke Gewalt nimmt drastisch zu« titelt die Welt, in der BILD darf der Chef der deutschen Polizeigewerkschaft vor einem »Comeback des linken Terrors« warnen, die taz notiert die »Entdeckung des Linksextremismus« durch die CDU. 1822 Gewalttaten aus der linksextremen Szene &#8230; <a href="http://blog.dummy-magazin.de/348/gewaltige-unterschiede/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/Bild-22.png"><img src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/Bild-22-150x150.png" alt="" title="Bild 2" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-349" /></a>»Linke Gewalt nimmt drastisch zu« titelt die Welt, in der BILD darf der Chef der deutschen Polizeigewerkschaft vor einem »Comeback des linken Terrors« warnen, die taz notiert die »Entdeckung des Linksextremismus« durch die CDU.<br />
1822 Gewalttaten aus der linksextremen Szene hat das Bundesinnenministerium im Jahr 2009 registriert, 53 Prozent als noch im Vorjahr. Innenminister de Maizière warnt beständig vor der linken Gefahr, zumal die politisch motivierte Gewalt aus der rechten Ecke mit 959 Fällen im vergangenen Jahr sogar leicht abnahm.  Es drängt sich die Frage auf: Ist linke Gewalt also ein größeres Problem als rechte?<br />
Zunächst einmal sind sie grundverschieden.<br />
Gewalt von rechts ist in weiten Teilen Deutschlands, besonders im Osten zu beobachten. In manchen Dörfern Mecklenburgs werden die einzigen Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche von Nazigruppen angeboten. Dagegen werden größtenteils in Großstädten Menschen oder Sachen Opfer linker Gewalt. In Hamburg war die Anzahl der politisch motivierten Gewalttaten von links pro Einwohner im Jahr 2008 mit Abstand am größten.<br />
Auch ist das Ziel rechter Gewalt unterschiedlich von den Absichten linker Gewalttäter. 85 Prozent der rechten Gewalttaten waren im Jahr 2008 Körperverletzungen, dazu kamen zwei Tötungsdelikte und vier versuchte Tötungsdelikte.  Auf der linken Seite machen Brandstiftungen und auch Landfriedensbruch einen deutlich größeren Teil der Gewalt aus: 2008 waren 51 Prozent der Taten Körperverletzungen.<br />
Wenn de Maizière mahnt, linke Gewalt werde in der Gesellschaft unterschätzt, trägt er für diesen Umstand selbst auch große Verantwortung. Die Zahlen, die das Innenministerium und der Verfassungsschutz alljährlich zu politisch motivierter Gewalt veröffentlichen, lassen nämlich keine wirkliche Analyse der gesellschaftlichen Entwicklungen und eine Aufschlüsselung der Motive politischer Gewalt zu. Der empörte Aufschrei de Maizières, 2009 habe es erstmals mehr Körperverletzungen durch Linke als durch Rechte gegeben, wirkt insziniert. Schließlich wird dabei nicht einmal zwischen passivem Widerstand bei einer Festnahme (zum Beispiel bei Demonstrationen) und aktiver Körperverletzung unterschieden.<br />
Stattdessen eignen sich die Veröffentlichungen des Innenministeriums bestenfalls zu politischer Propaganda. Familienministerin Kristina Schröder wollte nach ihrem Amtsantritt im Dezember 2009 Geld aus dem Haushaltstopf für Bekämpfung rechter Gewalt dem Kampf gegen Extremismus aller Art umwidmen.Nach einem Aufschrei von Politik und Medien war dieser Vorschlag vorerst vom Tisch, allerdings macht Schröder in Zukunft jährlich einige Millionen Euro zusätzlich für den Kampf gegen Linksextremismus locker – auch wenn noch nicht klar ist, wie dieser aussehen soll.<br />
Noch in ihrer Funktion als Extremismusbeauftragte der Union und unter dem Namen Köhler warf Schröder 2006 in einer Bundestagsdebatte den Linken vor, Verbrechen der kubanischen Regierung zu verharmlosen. Anlass der Debatte war Rechtsextremismus in Ostdeutschland.<br />
Aber auch die SPD bekleckert sich nicht allerorts mit Ruhm: Anfang März ging in Berlin-Neukölln die rot-grüne Bezirkskoalition zu Bruch, weil die Sozialdemokraten in einer Erklärung zu rechtsextremen Gewalttaten auch linke Gewalt verurteilen wollte.<br />
Linke und rechte Gewalt aber gegeneinander aufzurechnen, ist fatal. Beide sind nicht zu entschuldigen, von Rechtsextremen geht aber eine ungleich höhere Bedrohung aus. Seit 1993 gab es mehr als 140 Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland. Todesopfer linker Gewalt gibt es dagegen keine.<br />
<em>(Am 21. Juni 2010 erscheint das nächste DUMMY zum Thema »Polizei«. Das Bild ist aus einer dafür entstandenen Modestrecke, fotografiert von Dirk-Michael Schulz)</em></p>
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		<title>Zieht Euch warm an: der Vattenfall-Fotopreis</title>
		<link>http://blog.dummy-magazin.de/324/zieht-euch-warm-an-der-vattenfall-fotopreis/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 06:57:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor anderthalb Wochen gingen zig Tausende auf die Straße, um zwischen den Pannen-AKWs Brunsbüttel und Krümmel eine Menschenkette zu bilden – ein rekordverdächtiges Signal gegen eine gestrige, hoch riskante Technologie, die das größte Umwelt- und Sicherheitsproblem des Landes darstellt. Denn &#8230; <a href="http://blog.dummy-magazin.de/324/zieht-euch-warm-an-der-vattenfall-fotopreis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/C-15.jpg"><img src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/C-15-150x150.jpg" alt="" title="C-15" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-329" /></a>Vor anderthalb Wochen gingen zig Tausende auf die Straße, um zwischen den Pannen-AKWs Brunsbüttel und Krümmel eine Menschenkette zu bilden – ein rekordverdächtiges Signal gegen eine gestrige, hoch riskante Technologie, die das größte Umwelt- und Sicherheitsproblem des Landes darstellt. Denn während im Namen der inneren Sicherheit und der Terrorabwehr immer mehr Bürgerrechte aufgeweicht werden, würde jeder zweite Meiler in Deutschland bei einem Flugzeugangriff bersten und einen Super-Gau auslösen. Das ist keine Erkenntnis von Greenpeace, sondern der <a href="http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=3113">„Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit“</a>, die an der TU Berlin entsprechende Versuche gemacht hat.<br />
Die AKWs Krümmel und Brunsbüttel gehören teilweise zu Vattenfall, dem schwedischen Energieversorger Berlins. Dass ein Angriff auf diese AKW-Dinos dazu führen würde, dass Hamburg evakuiert werden müsste und nicht Berlin, erklärt vielleicht, warum sich Vattenfall in der Hauptstadt dreist als menschenfreundliches Unternehmen aufspielen darf, ohne dass jemand interveniert. Denn während in Krümmel, Hamburg und Brunsbüttel Massen von Menschen gegen Vattenfall und die anderen Mitglieder des Strom-Oligopols auf die Straße gingen und der Werbefilmer Ralf Schmerberg in Stuttgart das imposante <a href="http://www.entega.de/de/entega-interaktiv/interaktiv/showSpecial/denken/">»Café Endlager«</a> eröffnete, liefen in Berlin das Wochenende zuvor über tausend junge Menschen im Namen von Vattenfall durch den Wald hinter dem Maifeld. Beim »Vattenfall Schulcrosslauf« nämlich, einer PR-Veranstaltung, für die regelmäßig Berliner Schüler eingespannt werden, denen vielleicht gar nicht bewusst ist, für welchen Konzern sie sich da ins Zeug legen. Zu gewinnen gab es übrigens u.a. ein paar Sportbeutel, im Jahr davor waren es einige Hertha-Karten. Man sieht, den Schülern wird das Werben für den AKW-Konzern nicht sonderlich entlohnt.<br />
Aber mit minimalem Aufwand Imagekorrekturen zu betreiben – darin ist Vattenfall mittlerweile geübt: Nun lobt der Konzern, der von der Regierung in seinem Heimatland Schweden zum <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,661160,00.html">Chefwechsel</a> getrieben wurde,  einen schönen Fotopreis aus – dessen Oberthema ganz kuschelig »Wärme« lautet: »Wärme offentbart sich dem Menschen in zahlreichen Formen. Diesen Begriff frei zu interpretieren und in einer fotografischen Serie festzuhalten, ist die Aufgabe des diesjährigen Vattenfall Fotopreises«, bramarbasiert der Pressetext, um sich dann ganz medienkritisch zu geben: »Dem klassisch-dokumentarischen Fotojournalismus wurde durch die Digitalisierung und die Umstrukturierung des Zeitschriftenmarktes im letzten Jahrzehnt immer weniger Präsentationsfläche gegeben. So ist es jungen Fotografen heute kaum noch möglich, ihre eigenen Geschichten visuell umzusetzen und diese auch zu veröffentlichen.«<br />
Doch nun naht die Rettung für die deutschen Fotografen, deren Arbeiten Vattenfall ab Oktober in der Galerie C/O Berlin (die anscheinend auch dringend Geld benötigt) »einer breiten Öffentlichkeit« vorstellen will. „Der Vattenfall Fotopreis ist eine der höchstdotierten Auszeichnungen für Fotografie in Deutschland« lobt sich Vattenfall weiter – der erste Preis betrage 10.000 Euro, der zweite 8.000 Euro und der dritte mit 6.000 Euro. Zusätzlich gibt es einen Sonderpreis für das beste Einzelfoto von 3.000 Euro.<br />
Macht zusammen 27.000 Euro &#8211; was 0,05 Prozent der Summe entspricht, die Vattenfall jeden Tag einer Laufzeitverlängerung mit einem Uraltmeiler wie Krümmel an Gewinn machen würde.<br />
(das Foto ist von <a href="http://www.robertknoth.com/cherno6x6_9.html">Robert Knoth</a>, der Opfer der Katastrophe von Tschernobyl fotografiert hat)</p>
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		<title>Ganz schön dirty: Wie die Medien lernten, die schmutzige Bombe zu lieben</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 20:29:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arne Semsrott</dc:creator>
				<category><![CDATA[politische Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn & Verstand]]></category>
		<category><![CDATA[schmutzige Bombe]]></category>

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		<description><![CDATA[Angela Merkel warnt vor „schmutzigen Bomben“ und kündigt ein „ausgeklügeltes deutsches Sicherheitssystem“ an. Der US-Präsident Barack Obama bezeichnet „schmutzige Bomben“ als größte Gefahr für die Sicherheit der Vereinigten Staaten. Und das ZDF hat herausgefunden, dass es immer mehr Anleitungen für &#8230; <a href="http://blog.dummy-magazin.de/314/ganz-schon-dirty-wie-die-medien-lernten-die-schmutzige-bombe-zu-lieben/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/Bild-12.png"><img src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/Bild-12-150x150.png" alt="" title="Bild 1" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-316" /></a><a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,688458,00.html">Angela Merkel warnt vor „schmutzigen Bomben“</a> und kündigt ein „ausgeklügeltes deutsches Sicherheitssystem“ an. Der US-Präsident Barack Obama bezeichnet „schmutzige Bomben“ <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,688375,00.html">als größte Gefahr für die Sicherheit der Vereinigten Staaten</a>. Und das ZDF hat herausgefunden, dass es <a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/30/0,3672,8062974,00.html">immer mehr Anleitungen für „dirty bombs“ im Internet</a> gibt.</p>
<p>Sogenannte schmutzige Bomben sind in aller Munde. Seit Obamas Nukleargipfel in der letzten Woche diskutieren deutsche und internationale Medien über die Gefahren, die von konventionellem, mit Nuklearmaterial bestücktem Sprengstoff ausgehen.<br />
Dabei ist aber nicht nur fraglich, ob diese Bedrohung überhaupt besteht, wie die <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/international/die_ueberschaetzte_gefahr_1.5538679.html">NZZ</a> jetzt schreibt. Das <a href="http://www.bfs.de/de/ion/papiere/schmutzige_bombe.html">Bundesamt für Strahlenschutz hält die radiologischen Gefahren außerdem für überschätzt</a>.</p>
<p>Die dabei ständig verwendete Tautologie „schmutzige Bombe“ ist ohne Frage unsinnig,<br />
suggeriert sie doch, dass Waffen und insbesondere Atombomben auch „sauber“ sein können, wenn sie sich denn in den Händen von Staaten befinden.<br />
Gleichzeitig schwingt im Ausdruck „schmutzige Bombe“ neben der Verachtung für die Waffe auch gleichzeitig eine morbide Bewunderung für „saubere“ Kampfgeräte mit, also solche, die unter Laborbedingungen von Wissenschaftlern hergestellt werden &#8211; und mithin bei einem Einsatz weit mehr Todesopfer fordern können als ihre schmutzigen Verwandten. </p>
<p>Die Wortwahl kommt dabei nicht von ungefähr: Die Verwendung des Begriffs ist Ausdruck des „globalen Kampfes gegen den Terror“. Er hat auch eine Hierarchisierung der Opfer in den Medien zur Folge: Auf der einen Seite steht der Tod von Terroristen durch „intelligente Bomben“, auf der anderen Seite Terroranschläge mit „schmutzigen Bomben“.</p>
<p>Dabei gerät aber aus den Augen, dass auch der Tod durch millionenschewere High-Tech-Waffen eines immer ist: <a href="http://www.collateralmurder.com/">schmutzig</a>.</p>
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		<title>Leid des Lesers: FAS erwähnt Anti-Atom-Demo gar nicht erst</title>
		<link>http://blog.dummy-magazin.de/308/leid-des-lesers-fas-erwahnt-anti-atom-demo-gar-nicht/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 12:46:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blattmachen]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Atom]]></category>
		<category><![CDATA[Café Endlager]]></category>
		<category><![CDATA[FAS]]></category>

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		<description><![CDATA[Von der »größten Protestveranstaltungen gegen die Atomenergie in der Geschichte der Bundesrepublik« spricht die »Welt«, von einer der »größten Anti-Atom-Demonstrationen« die Fernsehsender in ihren Nachrichten am Wochenende, und »Spiegel.de« schwärmt von »120 Kilometer Widerstand«. Nur die »Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung« bringt &#8230; <a href="http://blog.dummy-magazin.de/308/leid-des-lesers-fas-erwahnt-anti-atom-demo-gar-nicht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/Bild-3.png"><img src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/Bild-3-150x150.png" alt="Geschichten aus dem Mittelalter, aber nicht von gestern: FAS" title="Bild 3" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-309" /></a>Von der »größten Protestveranstaltungen gegen die Atomenergie in der Geschichte der Bundesrepublik« spricht die »Welt«, von einer der »größten Anti-Atom-Demonstrationen« die Fernsehsender in ihren Nachrichten am Wochenende, und »Spiegel.de« schwärmt von »120 Kilometer Widerstand«.<br />
Nur die »Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung« bringt es fertig, dieses generations- und milieuübergreifende Aufbegehren gegen die von der schwarz-gelben Regierung geplante Laufzeitverlängerung mit keiner Silbe zu erwähnen. In der aktuellen Ausgabe stehen zwar die Ergebnisse der Fußball-Bundesliga und als Aufmacher auf der ersten Seite ein Stück aus dem Mittelalter (über die Geschichte der Fugger) – aber das politische Großereignis von gestern wird völlig ausgeblendet.<br />
So ganz ist die Zeitung aber um das Thema Atom dann doch nicht herumgekommen. Im Politikteil gibt es dann doch eine ganze Seite, die die Problematik sehr gut auf den Punkt bringt. Man sieht darauf ein Fass mit Atommüll und darunter den Spruch »Wir haben ein Werk geschaffen, das die Pyramiden überdauern wird.« Diese Seite ist allerdings nicht redaktionell, sondern eine Anzeige des regenerativen Stromversorgers »entega«, für den der umtriebige Berliner Werbefilmmacher Ralf Schmerberg an diesem Sonntag das sogenannte <a href="http://www.entega.de/de/home/#/de/entega-interaktiv/interaktiv/showSpecial/denken/">»Café Endlager«</a> in Stuttgart eröffnet hat, das auf eine künstlerische Art das Atom-Problem ins Bewusstsein rücken soll.<br />
Kaum zu erwarten, dass wir in der »FAS« dazu etwas lesen werden.</p>
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		<title>Leid des Lesers: Hogrefe in Cicero</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 14:09:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blattmachen]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Atom]]></category>
		<category><![CDATA[Cicero]]></category>
		<category><![CDATA[Hogrefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Da hätte man sich ja nach Dienstantritt von Michael Naumann als neuer Chefredakteur von Cicero ein bisschen mehr versprochen – als das, was er sich in der April-Ausgabe vom ehemaligen Spiegel-Redakteur und im besten Einvernehmen ausgeschiedenen EnBW-Cheflobbyisten Jürgen Hogrefe zum &#8230; <a href="http://blog.dummy-magazin.de/303/leid-des-lesers-hogrefe-in-cicero/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/Bild-11.png"><img src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/Bild-11-150x120.png" alt="" title="Bild 1" width="150" height="120" class="alignleft size-thumbnail wp-image-304" /></a>Da hätte man sich ja nach Dienstantritt von Michael Naumann als neuer Chefredakteur von Cicero ein bisschen mehr versprochen – als das, was er sich in der April-Ausgabe vom ehemaligen Spiegel-Redakteur und im besten Einvernehmen ausgeschiedenen EnBW-Cheflobbyisten Jürgen Hogrefe zum Thema Atom unterjubeln lässt. In einem ziemlich naseweisen und breitgewalzten Aufsatz über die deutsche Energiepolitik schreibt Hogrefe u.a., dass die Ängste einer Mehrheit der Bevölkerung vor einem GAU sachlich unbegründet seien. Gerade nach den Diskussionen der vergangenen Woche über Proliferation und Terror fragt man sich allerdings, ob nicht die Gefahr eines Anschlags auf einen der deutschen Meiler ziemlich real und alles andere als sachlich unbegründet ist. Die Attentäter des 11. September 2001 wollten ursprünglich in ein Atomkraftwerk unweit von New York fliegen, dachten aber irrtümlicherweise, dass dieses durch Abfangjäger geschützt sei. Nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center simulierte die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit Anschläge auf deutsche AKW. Ergebnis: Jeder zweite Meiler würde bersten – mit katastrophalen Folgen.<br />
Heute braucht man sogar nicht mal mehr ein vollbesetztes Flugzeug, damit es zum GAU kommt, bunkerbrechende Waffen reichen aus, um ein altes AKW wie Krümmel zu attackieren und Hamburg unbewohnbar zu machen. Dort kommt man auch besonders gut ran, mit einem Boot kann man nämlich über die Elbe auf Steinwurfweite heranschippern. Und die Aktivisten von Greenpeace machen es ja oft genug vor, wie man mit ein paar Wurfankern gleich ganz auf den Reaktor kommt. Vor diesem Hintergrund einer völlig desolaten Sicherung der AKW über Laufzeitverlängerungen nachzudenken, ist genauso unverantwortlich wie Hogrefes Unterstellung, die Ängste der Bürger vor einem Unfall wären irrational.<br />
„Hogrefe soll den energiepolitischen Diskurs für das Unternehmen organisieren und die Berliner Repräsentanz des Energiekonzerns zu einem Kristallisationspunkt für die Diskussion über die Zukunft Energie ausbauen – so umschrieb der ehemalige EnBW-Chef Utz Claassen einst Hogrefes Rolle. Für einen der großen am Oligopol beteiligten Stromkonzerne mag das sinnvoll gewesen sein. Cicero sollte sich für seinen energiepolitischen Diskurs aber andere Konfidenten suchen.</p>
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		<title>Souverän im Glashaus: Die »Zeit« über die Odenwaldschule</title>
		<link>http://blog.dummy-magazin.de/292/souveran-im-glashaus-die-%c2%bbzeit%c2%ab-uber-die-odenwaldschule/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Mar 2010 16:17:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blattmachen]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist schon verwunderlich, wie sehr es bei einem Thema darauf ankommt, wo und wann es platziert wird. Ein Skandal ist ein Skandal ist eben kein Skandal – wenn er zum falschen Zeitpunkt aufgedeckt wird – oder eben vom falschen &#8230; <a href="http://blog.dummy-magazin.de/292/souveran-im-glashaus-die-%c2%bbzeit%c2%ab-uber-die-odenwaldschule/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon verwunderlich, wie sehr es bei einem Thema darauf ankommt, wo und wann es platziert wird. Ein Skandal ist ein Skandal ist eben kein Skandal – wenn er zum falschen Zeitpunkt aufgedeckt wird – oder eben vom falschen Medium. Ein gutes Beispiel dafür ist der  Missbrauch an der Odenwaldschule. Über zehn Jahre ist es her, dass Jörg Schindler in der <em>Frankfurter Rundschau</em> unter der Überschrift <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2398460_Odenwaldschule-FR-anno-1999-Der-Lack-ist-ab.html">»Der Lack ist ab«</a> sowohl über die Vorwürfe als auch die Verdächtigen schrieb, die heute tagtäglich in allen Medien genannt werden. Ich würde mal tippen, dass es damals nicht nur der Reflex war, ein reformpädagogisches Projekt zu schützen, der viele von Schindlers Kollegen schweigen ließ, sondern auch der übliche Neid im Gewerbe – die Unart, Recherchen der Konkurrenz kleinzureden oder sie ganz zu ignorieren.</p>
<p>Heute, wo sich der Skandal viel größer als gedacht darstellt, mag sich natürlich niemand so recht daran erinnern, dass man 1999 geschlafen hat. Allein die <em>Zeit</em> hat sich Gedanken darüber gemacht, warum der <em>FR</em>-Artikel damals so gut wie nichts auslöste. Und wäre das nicht schon löblich genug, haben die <em>Zeit</em>-Reporter auch das eigene Haus nicht geschont und bei den Kollegen nachgefragt, warum das Thema bei Ihnen totgeschwiegen wurde – obwohl die <em>Zeit</em> sogar „über eine Mittelsfrau Informationen“ angeboten bekommen haben soll. Die damals zuständige Fachredakteurin Sabine Etzold rechtfertigt die Untätigkeit heute u.a. damit, dass die Sache verjährt gewesen und der Hauptbeschuldigte entlassen worden sei. Zudem, man ahnte es, gab es die Befürchtung, dass weitere Berichte der Reformpädagogik schaden könnten.</p>
<p>Großartig, dass die <em>Zeit</em> das Schweigen der Journalisten thematisiert (seltsamerweise ist der Artikel mit »Das Schweigen der Männer« überschrieben, aber Sabine Etzold ist ja schon mal kein Mann) und sich selbst nicht schont. Übrigens nicht zum ersten Mal – in der Medienberichterstattung übt die <em>Zeit</em> regelmäßig Selbstkritik. Das ist so selten in deutschen Medien, dass es wirklich herausragend ist.</p>
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		</item>
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		<title>Im Kopf mit den Gedanken des Springer-Verlags</title>
		<link>http://blog.dummy-magazin.de/286/im-kopf-mit-den-gedanken-des-springer-verlags/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 11:11:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Springer]]></category>

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		<description><![CDATA[Man kann ja schon längere Zeit der Auffassunsg sein, dass der &#8220;Rolling Stone&#8221; das einzige Blatt aus dem Axel-Springer-Verlag ist, das man lesen kann und eigentlich etwas besseres verdient hätte als diesen verdummenden und verhetzenden Verlag, der gerade erst durch &#8230; <a href="http://blog.dummy-magazin.de/286/im-kopf-mit-den-gedanken-des-springer-verlags/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/heft_neu.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-287" title="heft_neu" src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/heft_neu.jpg" alt="" width="129" height="167" /></a>Man kann ja schon längere Zeit der Auffassunsg sein, dass der &#8220;Rolling Stone&#8221; das einzige Blatt aus dem Axel-Springer-Verlag ist, das man lesen kann und eigentlich etwas besseres verdient hätte als diesen verdummenden und verhetzenden Verlag, der gerade erst durch seine peinliche Eigenamnestie in Sachen 68 gezeigt hat, dass er weder zu einer intelligenten Geschichtsbetrachtung noch zu Selbstkritik fähig ist.</p>
<p>In diesem Monat aber beweist der &#8220;Rolling  Stone&#8221;, dass es auch anders geht. Auf der beigelegten CD befindet sich nämlich auch Jan Delays Song &#8221;Ich möchte nicht, dass ihr meine Lieder singt&#8221; mit der schönen Zeile: &#8221;Ich  möchte mich nicht in Köpfen befinden zusammen mit Gedanken, die unter Einfluß vom Axel-Springer-Verlag entstanden&#8221;.</p>
<p>Dass der Springer-Verlag selbst dazu beiträgt, diese Haltung unter´s Volk zu bringen, kann man den Dialektikern vom &#8220;Rolling Stone&#8221; nicht genug danken, die Delay in der dazugehörigen Kritik auch noch mal ausdrücklich für seinen politische Furor danken:  &#8221;Delay mag inzwischen dem glamourösen Funk frönen, doch seine engagierte Haltung hat sich nicht geändert.&#8221; Die der &#8220;Rolling Stone&#8221;-Redaktion auch nicht.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Spiegel mal ganz luzide: &#8220;Es wird Streit geben&#8221;</title>
		<link>http://blog.dummy-magazin.de/241/der-spiegel-mal-ganz-luzide-es-wird-streit-geben/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 09:53:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Populärkultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Man weiß gar nicht, was einen mehr wundern soll: Wie schnell der „Spiegel“ eine Titelgeschichte aus dem Hut zaubert, die die schwarz-gelbe Koalition verreißt oder der Umstand, dass die darin bemängelte Politik von der „Spiegel“-Redaktion nicht schon vor der Bundestagswahl &#8230; <a href="http://blog.dummy-magazin.de/241/der-spiegel-mal-ganz-luzide-es-wird-streit-geben/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/rospanz20090440001-312.jpg'><img src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/rospanz20090440001-312.jpg" alt="" title="rospanz20090440001-312" width="312" height="412" class="alignnone size-full wp-image-242" /></a><br />
Man weiß gar nicht, was einen mehr wundern soll: Wie schnell der „Spiegel“ eine Titelgeschichte aus dem Hut zaubert, die die schwarz-gelbe Koalition verreißt oder der Umstand, dass die darin bemängelte Politik von der „Spiegel“-Redaktion nicht schon vor der Bundestagswahl antizipiert wurde. „Streit wird ein Thema von Schwarz-Gelb werden – soviel ist nach den Koalitionsverhandlungen gewiss“ reportiert das Magazin leutselig – und ehrlich gesagt hätte man das ja vor der Wahl ahnen können. Genauso wie den Umstand, dass eine vernünftige Energiepoltik unter der neuen Koalition mit ihren seltsamen Verrenkungen zum Thema Atomausstieg zum Erliegen kommt, wie der „Spiegel“ staunend feststellt. Übrigens schlägt sich das Magazin hier ganz elegant auf die Seite der Energie-Oligopolisten und bemängelt, dass die Laufzeitverlängerung nicht längst beschlossen und somit Planungssicherheit geschaffen wurde. Als Neuigkeit in der dürren Titelgeschichte wird auch das Zitat eines anonymen „FDP-Mannes“ ausgegeben, der die Geisteshaltung der CDU-Unterhändler so beschreibt: „Wir ändern hier gar nix“.</p>
<p>Das trifft im übrigen auch ganz gut auf die „Spiegel“-Redaktion zu:  Seit Jahren gibt es in dem Blatt keine politische Haltung, die nicht in der nächsten Woche durch eine amüsante Pointe gekippt werden könnte. Wobei Amüsement hier auf sehr anstrengendem Niveau stattfindet – etwa dann, wenn sich die Autoren zwei Absätze nur damit beschäftigen, welcher Apfelsaft bei den Koalitionsverhandlungen getrunken wurde. Was immer das dem Leser auch sagen soll, außer: Der „Spiegel“-Reporter war wieder mittenmang statt nur dabei.</p>
<p>Noch vor Wochen war der ehemalige Umweltminister Sigmar Gabriel, der im „Spiegel“ über all die Jahre <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,313937,00.html">runtergeschrieben wurde wie kaum ein anderer</a>, noch die letzte Pfeife – im aktuellen „Spiegel“ nun heißt es, es fehle das „heiße Blut“ wie es Gabriel in der Großen Koalition gezeigt habe. Andere Passagen der Titelgeschichte wirken, als fänden die Verschwörungstheorien einiger Parlamentarier mittlerweile eins zu eins ins Blatt. Wenn etwa Karl-Theodor zu Guttenbergs Versetzung ins Verteidigungsministerium damit erklärt wird, dass er als Finanzminister zu viele Möglichkeiten bekäme, sich als symphatischer Strahlemann in Szene zu setzen. Wenn das doch nur Peer Steinbrück gewusst hätte. Schlimm findet der „Spiegel“ übrigens auch, dass das Schonvermögen für Hartz-IV-Empfänger erhöht und selbstgenutzte Immobilien geschützt werden. Das Land mag sozialdemokratischer geworden sein, der &#8220;Spiegel&#8221; nahm zwar nicht die umgekehrte Richtung, aber den Weg in die Indifferenz: Er schreibt halt immer gegen die an, die gerade regieren und versichert sich mit diesen Schnellschüssen seiner eigenen Kritikfähigkeit. So wie Schwarz-Gelb auf dem aktuellen Titelbild schlingert der &#8220;Spiegel&#8221; schon lange.</p>
<p>PS: Wirklich lesenswert ist übrigens die Geschichte über das Paris-Bar-Bild von Martin Kippenberger, oder eben gerade nicht von Kippenberger.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Tanz den Lukaschenko: DUMMY in Weißrussland (2)</title>
		<link>http://blog.dummy-magazin.de/229/tanz-den-lukaschenko-dummy-in-weisrussland-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 15:23:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Blattmachen]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Treffen fand in einem kleinen, von Nadelwald gesäumten Dorf auf dem Land statt. Soweit ich das verstanden habe, gehörte das Haus einer Frau, die früher einmal die wichtigste Oppositionspolitikerin Weißrusslands war, aber wegen der gefälschten Wahlen und den Einschüchterungen &#8230; <a href="http://blog.dummy-magazin.de/229/tanz-den-lukaschenko-dummy-in-weisrussland-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/img_0335.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-230" style="float: left;" title="img_0335" src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/img_0335-360x480.jpg" alt="" width="188" height="250" /></a>Das Treffen fand in einem kleinen, von Nadelwald gesäumten Dorf auf dem Land statt. Soweit ich das verstanden habe, gehörte das Haus einer Frau, die früher einmal die wichtigste Oppositionspolitikerin Weißrusslands war, aber wegen der gefälschten Wahlen und den Einschüchterungen durch den KGB (Drohung der Familie etwas anzutun) keinen Sinn mehr darin gesehen hat, Politikerin in diesem Land zu sein.</p>
<p style="text-align: left;">Das klingt jetzt ein bisschen deprimierend, aber die Veranstaltung war genau das Gegenteil davon: sehr fröhlich, herzlich, irgendwie auch produktiv. Vor allem ging es ja um Magazine und Ähnliches, die Diktatur war Hintergrundrauschen, mehr nicht. Zwei Polinnen erzählten zum Beispiel von ihrem sehr ansehnlichen und irgendwie auch progressiven Popkultur-Heft <a href="http://www.aktivist.pl/">Aktivist!</a>, die Dänen brachten eine Zeitung und ein angesextes Jugendmagazin mit, ein grenzverrückter estnischer Karikaturist (eine art baltischer <a href="http://ahoipolloi.blogger.de/">hoi polloi</a>, der nebenbei auch <a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/img_0313.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-231" title="img_0313" src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/img_0313-360x480.jpg" alt="" width="187" height="248" /></a>eine Werbeagentur und eine Pornoproduktionsfirma betreibt) stellte einen meckernden Maulwurf vor, und auch die DUMMY-Präsentation kam bei den Weißrussen spätestens in dem Moment gut an, als sie in einem wüsten Crescendo aus Titten und Sperma endete.</p>
<p style="text-align: left;">Am beeindruckendsten waren die Gastgeber selbst, das <a href="http://34mag.net/eng">34-magazin</a> aus Minsk, das wegen Druckverbot nur illegal auf CDs vertrieben wird. Die sehr jungen Redakteure und Programmierer, die nur anonym arbeiten können, gestalten jede Ausgabe in Flash mit kurzen Filmchen, Animationen und Musik, in denen es nicht, wie ich Anfangs gedacht habe, um den Aufruf zur Revolution geht, sondern um die kleinen, alltäglichen Dinge, die Jugendliche bei uns vielleicht auch so oder so ähnlich umtreiben: Partys, Mode, Was man so in langweiligen Ideologie-Vorlesungen machen kann, Anleitungen zum Schwarzfahren, ein bisschen gutes Leben und ein bisschen Spaß. Die ganze Situation hat mich dann doch immer wieder an die DDR <a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/img_0340.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-232" title="img_0340" src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/img_0340-360x480.jpg" alt="" width="185" height="242" /></a>erinnert, wo der Staat ja auch bis zuletzt eine völlig irrationale Angst vor seinen Jugendlichen hatte.</p>
<p style="text-align: left;">Am Abend dann, als alle weg, Dank und Rückeinladungen verteilt waren, saß ich alleine in dem Haus und guckte erst ein bisschen Lukaschenko-TV (ich war sehr fasziniert von dieser knochigen Ansagerin) und dann die Bundestagswahl auf Deutsche Welle über Satellit. Was soll ich sagen? Keine bösen Gedanken über das Ergebnis. Eher so was wie Demut und Dankbarkeit, dass es so was wie freie Wahlen bei uns überhaupt gibt.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">P.S. Das mit den gefälschten Schönheitswettbewerben war übrigens Mist. Bin auf dem Rückflug Miss Niederlande und Miss Türkei begegnet, die waren echt. Die Nacht zuvor hatte ich aber trotzdem noch mal einen ziemlichen George-Orwell-Moment: Ein Plastikradio im Hotelzimmer in MInsk, das durch irgendeinen unsichtbaren Mechanismus plötzlich gegen 5h morgens von alleine an und dann wieder ausging, nachdem es die Nationalhymne in Konzertlautstärke gespielt hatte.</p>
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		<title>Tanz den Lukaschenko: DUMMY In Minsk</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 12:20:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[politische Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[War ja klar. Der Einzige, der gestern Nacht ernsthaft Stress gemacht hat, war ein Deutscher, ein ehemaliger KFZ-Mechaniker aus Hessen. Er hieß André und sah im schummerigen Licht dieses weißrussischen Irish-Pubs aus wie eine zerrupfte Krähe. Zur Begrüßung zerschlug er &#8230; <a href="http://blog.dummy-magazin.de/226/tanz-den-lukaschenko-dummy-in-minsk/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p class="MsoNormal"><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/foto.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-227" style="vertical-align: text-bottom;" title="foto" src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/foto-360x480.jpg" alt="" width="204" height="273" /></a></p>
<p class="MsoNormal">War ja klar. Der Einzige, der gestern Nacht ernsthaft Stress gemacht hat, war ein Deutscher, ein ehemaliger KFZ-Mechaniker aus Hessen. Er hieß André und sah im schummerigen Licht dieses weißrussischen Irish-Pubs aus wie eine zerrupfte Krähe. Zur Begrüßung zerschlug er ein Glas und schüttete mir Bier über meine Hose. Seine einheimische Freundin flehte mich erst an, sie vor ihm zu beschützen, dann lobte sie die arische Nase meines dänischen Begleiters, entschuldigte sich für ihre eigene „Judennase“, und ich verlor die Lust an Rettungsaktionen jeder Art. Erst z<span>wei Stunden zuvor war ich vom Flughafen abgeholt worden, wo die absurd kleine, zweimotorige Fokker 50 aus Riga gelandet war. Wir fuhren an Plakaten mit lachenden Bauern auf Traktoren vorbei, links und rechts Nadelwald. Der Fahrer erzählte mir, dass er unabhängiger Sportreporter sei und mit seinen Freunden Fußball im Netz kommentiere, mir kam es vor, als seien wir die Einzigen auf dieser Straße nach Minsk.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Ein weißrussisches Magazin hat mich eingeladen, DUMMY<span> </span>vorzustellen – und da sich die ganze Redaktion sehr für Diktaturen interessiert, bin ich hin. Außerdem passt die Reise gut zum aktuellen DUMMY-Atom, schließlich </span><span>ist Weißrussland das Land, das am meisten unter dem GAU von Tschernobyl gelitten hat.  Ein Viertel des Staatsgebietes ist noch immer atomar verseucht, trotztem lässt Lukaschenko  zur Zeit den ersten eigenen Reaktor bauen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Eine Art Konfer</span><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/img_0289.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-228" title="img_0289" src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/img_0289-360x480.jpg" alt="" width="206" height="272" /></a><span>enz oder ein informelles Treffen europäischer und weißrussischer Magazin-Macher soll das also werden, all</span><span>es very underground, und gleich zu Beginn, also noch vor dem KFZ-Mechaniker, ist klar geworden, dass Magazinmachen in Weißrussland eine nicht ganz ungefährliche Sache ist. Auflagenzahlen sind geheim, nicht weil sie über den Preis der Anzeigen entscheiden, sondern womöglich über die Dauer der Gefängnisstrafe. De</span><span>r KGB, der in der Innenstadt in einem klassizistischen Monsterbau sitzt, konfisziert unliebsame Zeitungen mit fadenscheinigen Begründungen und hetzt dann die Steuerbehörden auf die Redakteure. Die staatlichen Medien beschränken sich auf Jubelarien auf den Diktator. Aktuelle Schlagzeilen der „Minsk-Times“: „Der Pragmatismus des Präsidenten zerstört westliche Vorurteile“, „Weißrussland könnte bald zu den 30 Ländern mit dem besten Wirtschaftsklima gehören“, “Geschichstvereine stellen heldenhafte schlachten nach“.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Verwirrende Informationen in der ersten Nacht: Alexander Lukaschenko steht auf Eishockey und hat das Spiel zum Nationalsport erklärt. Die dänische Delegation hat ein unheimliches Gerücht gestreut: Jeden Tag finden hier internationale Schönheits-, Blumendekorations- und Eiskunstlaufwettbewerbe statt, doch die Teilnehmer aus den anderen Ländern werden in Wahrheit von weißrussischen Statisten gespielt. Bald mehr.</span></p>
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		<title>Wenige Sätze (11) zum Spiegel Nr. 39: Bitte nicht wackeln</title>
		<link>http://blog.dummy-magazin.de/223/wenige-satze-11-zum-spiegel-nr-39-bitte-nicht-wackeln/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 11:22:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
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		<category><![CDATA[politische Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Nie war es so teuer, keine Meinung zu haben: Der Spiegel klebt auf sein aktuelles Cover ein Wackelbildchen, das mal Angela Merkel und mal Frank-Walter Steinmeier auf dem Thron zeigt. Und als hätte man es nicht gleich kapiert, erfährt man &#8230; <a href="http://blog.dummy-magazin.de/223/wenige-satze-11-zum-spiegel-nr-39-bitte-nicht-wackeln/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p class="MsoNormal">Nie war es so teuer, keine Meinung zu haben: Der Spiegel klebt auf sein aktuelles Cover ein Wackelbildchen, das mal Angela Merkel und mal Frank-Walter Steinmeier auf dem Thron zeigt. Und als hätte man es nicht gleich kapiert, erfährt man es in der Hausmitteilung noch mal: „Eine Wahlempfehlung gibt der Spiegel nicht ab.“ Erstaunlich, dass man aus seiner Mutlosigkeit auch noch so ein großes Ding machen kann.</p>
<p class="MsoNormal">Das Stück über Steinmeier erzählt das Übliche, das Steinmeier nämlich immer noch ein wenig steif ist – das aber wortreich und lang und mit der schönen Erkenntnis, dass „Steinmeiers Ausstrahlung seinen Körper nicht verlässt.“ Das Stück über Merkel hält sich auch nicht groß mit politischen Inhalten auf, lieber rezensiert der Autor Gesten, Mimik und CDU-interne Befindlichkeiten. Die Politikberichterstattung des Spiegel ist ja eh zunehmend eine Berichterstattung über die Oberfläche des Politikbetriebs geworden. Man gehört eben zum eher unintellektuellen „Berliner Kommentariat“ – das ist übrigens ein schöner Begriff aus dem Merkel-Text von Christoph Schwennicke, den man anscheinend von der Süddeutschen Zeitung zum Spiegel geholt hat, damit er da möglichst wenig schreibt.</p>
<p class="MsoNormal">Und sonst: Im Interview mit dem George-Bush-Senior-Verehrer James Baker erfährt man auch nichts Neues über die deutsche Einheit, im Gespräch mit dem sonst Butterfahrt-tauglichen G+J-Vorsitzenden Bernd Buchholz über die Krise bei Gruner + Jahr gibt sich dieser imageschädigend schmallippig – und es gibt, aus welchem Grund auch immer, ein sage und schreibe fünfseitiges Stück über die Band No Angels, zu dem auch noch der fleißige Rechercheur Sven Röbel abkommandiert wurde. Schon das ist ein Grund, den Spiegel diese Woche am Kiosk liegen zu lassen.</p>
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		<title>Moratorium für dieses Blog aufgehoben</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 12:36:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
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		<description><![CDATA[  Machen wir es uns einfach. Sagen wir, dass dieses Blog eine Art Gorleben ist. Dass es einem Moratorium unterlag, währenddessen hier nicht weiter gebuddelt werden durfte. Dass es eine Art Erkundungs-Blog war, in dem probeweise gebuddelt wurde. Sagen wir ferner, dass &#8230; <a href="http://blog.dummy-magazin.de/221/moratorium-fur-dieses-blog-aufgehoben/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal"> </p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;">Machen wir es uns einfach. Sagen wir, dass dieses Blog eine Art <a href="http://www.bfs.de/de/endlager/gorleben">Gorleben </a>ist. Dass es einem Moratorium unterlag, währenddessen hier nicht weiter gebuddelt werden durfte. Dass es eine Art Erkundungs-Blog war, in dem probeweise gebuddelt wurde. Sagen wir ferner, dass dieses Moratorium nun aufgehoben wird und ab heute die Arbeit weitergeht. Ja, es ist peinlich, dass hier solange nichts passiert ist. Und dennoch wollen wir es noch einmal mit einer Rückkehr versuchen. Es gibt einfach zuviel, über dass es sich in der Welt der Medien zu bloggen lohnt. Zur Zeit könnte man über den ziemlich peinlichen Spiegel schreiben – der in dieser Woche die positiven Leserbriefe zu der recht eitlen Krebserkrankungsgeschichte des Reporters <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Leinemann">Jürgen Leinemann</a> nachreicht, die man noch in der vergangenen Woche mutigerweise nicht gedruckt hatte&#8230; (weil die negativen die Meinung in der Redaktion über Leinemanns Text wohl wesentlich besser widergaben)</p>
<p style="text-align: left;">Ja, es ist viel passiert, seit wir hier zum letzten mal die Zeit fanden, zu räsonieren. Gab es nicht sogar damals noch „Vanity Fair“, dessen Chefredakteur Ulf Poschardt nun wieder bei der Welt am Sonntag arbeitet? So wie Robin Alexander, der von der „taz“ über „Vanity Fair“ zu Springer einen erstaunlichen Weg ging und uns DUMMY-Machern in der „WamS“ unlängst ein seltsames Zitat in den Mund legte: „Wir machen richtig geile Modefotos von den Jungbauern auf den Treckern“ – was ja eher wie der Aufgalopp zu einer Pornofilmreihe aus dem Wendland klingt. Das sei also hiermit mal gegendargestellt.</p>
<p style="text-align: left;">Es stimmt aber, dass wir eine Modestrecke mit den Demonstranten gemacht und den stutzigen Polizisten vor Ort erzählt haben, dass die großen Mode-Label der Welt nun voll auf die Anti-Atomkraft-Bewegung setzen, weil die irgendwie frischer wären als die Junge Union in Reinickendorf. Die Fotos gibt es dann im nächsten DUMMY zum Thema Atom, das ab dem 22.9. am Kiosk und vorher schon bei den Abonnenten ist, und neben den feschen Jungbauern aus Gorleben viele Geschichten rund um diese bizarre Technologie bringt: Etwa darüber, wie Rentner in Bad Schlema Rheuma gaben Krebs tauschen oder wie im Endlager Asse die Decke herunterkommt.<br />
Das Magazinmachen hat wieder eine Menge Spaß gemacht, aber das Bloggen haben wir auch vermisst.</p>
<p><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/02gorleben_mode_021047_0007_unbearb_unbearb.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-222" style="vertical-align: text-bottom;" title="02gorleben_mode_021047_0007_unbearb_unbearb" src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/02gorleben_mode_021047_0007_unbearb_unbearb-390x480.jpg" alt="" width="390" height="480" /></a></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"> </p>
<p><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/02gorleben_mode_021047_0007_unbearb_unbearb.jpg"></a><br clear="all" /></p>
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		<title>Moralpolitischer Wochenrückblick</title>
		<link>http://blog.dummy-magazin.de/114/moralpolitischer-wochenruckblick/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Mar 2008 18:49:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[politische Kultur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.dummy-magazin.de/114/moralpolitischer-wochenruckblick/</guid>
		<description><![CDATA[In New York, dem drittbevölkerungsreichsten Staat der USA, dessen Bruttosozialprodukt in einem internationalen Ländervergleich immerhin auf Rang 16 käme, im Staat New York wird kommenden Montag ein neuer Gouverneur eingeschworen. Er heißt David A. Paterson, und er ist blind. Nebenbei &#8230; <a href="http://blog.dummy-magazin.de/114/moralpolitischer-wochenruckblick/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In New York, dem drittbevölkerungsreichsten Staat der USA, dessen Bruttosozialprodukt in einem internationalen Ländervergleich <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/New_york">immerhin</a> auf Rang 16 käme, im Staat New York wird kommenden Montag ein neuer Gouverneur eingeschworen. Er heißt <a href="http://topics.nytimes.com/top/reference/timestopics/people/p/david_a_paterson/index.html?8qa&#038;scp=1-spot&#038;sq=david+paterson&#038;st=nyt">David A. Paterson</a>, und er ist blind. Nebenbei ist er ein Afroamerikaner aus Harlem. Ich finde das außerordentlich berichtenswert. Von dem hätte ich in deutschsprachigen Medien gerne mehr gesehen als fast gar nichts. Die SZ widmete ihm am Freitag immerhin ein ordentliches Kurzporträt in der <em>Profil</em>-Rubrik auf ihrer Meinungsseite. </p>
<p>Paterson scheint außerdem ein <a href="http://www.observer.com/node/51861">interessanter</a> Typ zu sein. Unter anderem sagt er von sich, wenn er Fehler in der Politik mache, dann normalerweise insofern, als er &#8220;zu sehr versuche, Leute zusammenzuhalten und jeden glücklich zu machen&#8221;. Keine Ahnung, wie sich Paterson in Rip-Off City New York durchgesetzt hat. </p>
<p>Für Moral- und Rechtsphilosophen war es eine hochinteressante politische Woche; jede Menge guter Stoff für Klausuraufgaben war dabei. </p>
<p><a href="http://topics.nytimes.com/top/reference/timestopics/people/s/eliot_l_spitzer/index.html?inline=nyt-per">Eliot Spitzer</a>, Patersons Vorgänger, trat am Dienstag mit Gattin vor die Presse, um sich zu entschuldigen. Bei seiner Frau und seinen Kindern, natürlich &#8211; aber auch bei allen anderen, und vor den Augen aller anderen. Warum muss das sein? Bei dem verlogenen Theater drückte er die Lippen derart zusammen, dass man sich Sorgen machte, er könne sich verschlucken. Er hatte Beziehungen zu einem Edelcallgirl unterhalten. Weiter nichts? Nein. Unter Frankreichs Präsidenten dürfte so etwas schon fast zum guten Ton gehört haben. Am lustigsten war noch die Meldung <a href="http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/488/163034/">am Rande</a>, dass Spitzer &#8220;beim Emperor&#8217;s Club VIP, der Prostituiertenvermittlung, als schwieriger Kunde galt, weil er Sexpraktiken verlangte, die ohne Schutz nicht sicher sind&#8221;. </p>
<p>Aber wie man darauf kommt, dass die Glaubwürdigkeit eines Politikers, der sich in der Korruptionsbekämpfung einen kompromisslosen Namen gemacht hat, unter dessen Sexualverhalten leiden müsse, das ist mir ein Rätsel. Das würde <a href="http://www.huffingtonpost.com/bill-maher/spitzers-trysts-stop-ov_b_91141.html">wohl auch Bill Maher</a> meinen. </p>
<p>Und sonst? Gegen Wochenbeginn präsentierten manche parteipolitische Kommentatoren ein paar phantasievolle Abwandlungen des Versprechensbegriffs. Davon wollen wir mal, schon aus Zeitgründen, höflich schweigen. </p>
<p>Und am Donnerstag bestätigte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe: Ja, für Inzest kommt man in Deutschland noch ins Gefängnis. Begründung: vollkommen nebulös. Wenn das eugenische Argument wegfällt &#8211; das man bei Schwerbehinderten ja auch nicht anwendet &#8211; dann bleibt wenig übrig. Erst recht gibt es kein Opfer. Nur eine zugegebenermaßen tiefverwurzelte emotionale Abscheu, die strafrechtlich irrelevant ist. </p>
<p>Es ist verrückt: Für schlimme Gewaltdelikte hat man in Deutschland mitunter weniger Strafe zu befürchten als für konsensuellen geschwisterlichen Beischlaf. Und noch weniger natürlich dann, wenn man besoffen war. Das soll einer verstehen.</p>
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		<title>Spiegel Online: Brauchen gar nicht antreten!</title>
		<link>http://blog.dummy-magazin.de/108/spiegel-online-brauchen-gar-nicht-antreten/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Mar 2008 03:59:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[politische Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>

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		<description><![CDATA[Spät am Sonntagabend und die ganze Nacht auf Montag hindurch knallte Spiegel Online seinen Besuchern eine dramatische Top-Schlagzeile auf den Schirm &#8211; eine Schlagzeile von der Sorte, bei deren erster Betrachtung man leicht seinen Kaffee auf der Tastatur vergießt: Sie &#8230; <a href="http://blog.dummy-magazin.de/108/spiegel-online-brauchen-gar-nicht-antreten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spät am Sonntagabend und die ganze Nacht auf Montag hindurch knallte Spiegel Online seinen Besuchern eine dramatische Top-Schlagzeile auf den Schirm &#8211; eine Schlagzeile von der Sorte, bei deren erster Betrachtung man leicht seinen Kaffee auf der Tastatur vergießt:</p>
<p><img src='http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/screenshot-spon-20080310-480-pix-breit.jpg' alt='screenshot-spon-20080310-480-pix-breit.jpg' /></p>
<p>Sie haben richtig gelesen: &#8220;Steinbrück gibt Wahl 2009 verloren&#8221;. Der &#8220;sieht kaum noch Chancen [...], die Bundestagswahl 2009 zu gewinnen.&#8221; Noch einmal langsam: Am 9. und 10. März 2008 titelt Spiegel Online also, der stellvertretende SPD-Vorsitzende und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück habe die anderthalb Jahre später stattfindende Bundestagswahl verloren gegeben. </p>
<p>Erster Gedanke: Steinbrück unter starker Belastung plötzlich irre geworden. Gedanken an ein altes <em>Titanic</em>-Cover schießen durch den Kopf (&#8220;Rudolf Scharping: Rinderwahnsinn jetzt auch bei Ziegen?&#8221;). Sagt der doch etwas, was die meisten Spitzenkandidaten nicht einmal denken, wenn sie zwei Wochen vor einer Wahl hoffnungslos hinten liegen. Wer hat sich denn jemals in der Politikgeschichte anderthalb Jahre vor einer Wahl verloren gegeben? </p>
<p>Und welche Substanz steuert <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,540374,00.html">der Artikel</a> zu dieser Schlagzeile eigentlich bei? Nun, exakt dies berichtet Spiegel Online dort über Steinbrück: </p>
<blockquote><p>Er hält das Rennen nach SPIEGEL-Informationen bereits für gelaufen. &#8220;Wir haben der Merkel doch den Teller sauber geleckt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ja, genau: den Teller sauber geleckt. Mit anderen Worten natürlich: Rennen gelaufen. Oder besser: Wahl verloren. Ich sage mal: Brauchen gar nicht antreten. Hat denn Minister Steinbrück nicht eigentlich, recht betrachtet, genau das behauptet?</p>
<p>Zu einer derart sensationsgeilen Wahrheitsdehnung ist nicht einmal <a href="http://www.bild.de/">Bild.de</a> bereit gewesen.</p>
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		<title>Deutschland in der New York Times</title>
		<link>http://blog.dummy-magazin.de/92/deutschland-in-der-new-york-times/</link>
		<comments>http://blog.dummy-magazin.de/92/deutschland-in-der-new-york-times/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 Mar 2008 19:52:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienpensionat]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Es kann nicht davon die Rede sein, dass dem außeramerikanischen Rest der Welt in der New York Times besonders gründliche Berichterstattung zuteil wird, und für Deutschland macht man dort keine Ausnahme. Der Erfurter Schulamoklauf im April 2002 war für die &#8230; <a href="http://blog.dummy-magazin.de/92/deutschland-in-der-new-york-times/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kann nicht davon die Rede sein, dass dem außeramerikanischen Rest der Welt in der <a href="http://www.nytimes.com/"><em>New York Times</em></a> besonders gründliche Berichterstattung zuteil wird, und für Deutschland macht man dort keine Ausnahme. Der Erfurter Schulamoklauf im April 2002 war für die NYT <em>big news</em>, aber für Nachrangiges wie eine bundesdeutsche Kanzlerwahl musste man sich auf deren Website schon mal erst an absurden US-Sportnachrichten vorbeiscrollen. </p>
<p>Heute genoss Deutschland ein paar seltene Stunden des Ruhms auf der Online-Startseite. Nicht als Papst diesmal, aber als Küche. &#8220;Feines Essen schreitet voran in Deutschland&#8221; (<a href="http://www.nytimes.com/2008/03/06/world/europe/06cuisine.html?scp=2&#038;sq=germany&#038;st=nyt">&#8220;Fine Dining Takes Strides in Germany&#8221;</a>). Es geht um zahlreicher werdende Sterneköche, die allgemeine Esskultur und eine <em>Haute-cuisine</em>-Version eines &#8220;traditional ham-and-egg sandwich called a strammer Max&#8221; (sic).</p>
<p>Immer gut zu wissen, was das Ausland gerade über einen denkt. </p>
<p><a href='http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/screenshot-ausschnitt-20080306-nyt-480-pix-breit.jpg' title='NYT 2008.03.06'><img src='http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/screenshot-ausschnitt-20080306-nyt-480-pix-breit.jpg' alt='NYT 2008.03.06' /></a></p>
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		<title>Türkei: Die Diva und das Militär</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Mar 2008 16:01:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Populärkultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Interessanter Bericht des Türkeikorrespondenten der SZ, der in der Freitagsausgabe unten auf der Seite Drei stand. Da hat offenbar am Montag vor sechs Tagen eine türkeiweit berühmte Gesangsdiva, Transfrau und Jurorin in der Casting-Show Popstar Alaturka anlässlich der türkischen Nordirak-Offensive &#8230; <a href="http://blog.dummy-magazin.de/87/turkei-die-diva-das-militar-und-das-internet/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/322/160882/">Interessanter Bericht</a> des Türkeikorrespondenten der SZ, der in der Freitagsausgabe unten auf der Seite Drei stand. Da hat offenbar am Montag vor sechs Tagen eine türkeiweit berühmte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BClent_Ersoy">Gesangsdiva, Transfrau und Jurorin</a> in der Casting-Show <em>Popstar Alaturka</em> anlässlich der türkischen <a href="http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/artikel/27/27351/1.html&#038;words=Nico%20Sandfuchs&#038;T=nico%20sandfuchs">Nordirak-Offensive</a> über das Militär gewettert. Und nun ermittelt wieder der Staatsanwalt.</p>
<p>Das folgende Video hat zwar keine Untertitel [Nachtrag: und es enthält auch nicht die fraglichen Äußerungen, wie uns türkischsprechende Kommentatoren mitteilen] &#8211; dafür lässt sich in Strittmatters SZ-Artikel immerhin der eine oder andere O-Ton wörtlich nachlesen.</p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/wQkz-YQwt6Q"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/wQkz-YQwt6Q" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object></p>
<p>[Auf eine zumindest teilweise Aufzeichnung der fraglichen Äußerungen verlinkt "Ali" in den Kommentaren.] Offenbar hat hier nicht die türkische Internetzensur zugeschlagen. Bekanntlich wird in der Türkei mittlerweile <a href="http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/artikel/27/27120/1.html&#038;words=Nico%20Sandfuchs&#038;T=nico%20sandfuchs">&#8220;das Türkentum&#8221; auch gerne im Internet geschützt</a> &#8211; etwa indem ein Strafgerichtshof schon einmal den Zugang zu <a href="http://www.youtube.com/">youtube</a> sperren lässt.</p>
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