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	<title>dummyblog &#187; Sinn &amp; Verstand</title>
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	<description>Das Blog des Dummy-Magazins</description>
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		<title>Ganz schön dirty: Wie die Medien lernten, die schmutzige Bombe zu lieben</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 20:29:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arne Semsrott</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sinn & Verstand]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[schmutzige Bombe]]></category>

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		<description><![CDATA[Angela Merkel warnt vor „schmutzigen Bomben“ und kündigt ein „ausgeklügeltes deutsches Sicherheitssystem“ an. Der US-Präsident Barack Obama bezeichnet „schmutzige Bomben“ als größte Gefahr für die Sicherheit der Vereinigten Staaten. Und das ZDF hat herausgefunden, dass es immer mehr Anleitungen für „dirty bombs“ im Internet gibt.
Sogenannte schmutzige Bomben sind in aller Munde. Seit Obamas Nukleargipfel in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/Bild-12.png"><img src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/Bild-12-150x150.png" alt="" title="Bild 1" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-316" /></a><a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,688458,00.html">Angela Merkel warnt vor „schmutzigen Bomben“</a> und kündigt ein „ausgeklügeltes deutsches Sicherheitssystem“ an. Der US-Präsident Barack Obama bezeichnet „schmutzige Bomben“ <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,688375,00.html">als größte Gefahr für die Sicherheit der Vereinigten Staaten</a>. Und das ZDF hat herausgefunden, dass es <a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/30/0,3672,8062974,00.html">immer mehr Anleitungen für „dirty bombs“ im Internet</a> gibt.</p>
<p>Sogenannte schmutzige Bomben sind in aller Munde. Seit Obamas Nukleargipfel in der letzten Woche diskutieren deutsche und internationale Medien über die Gefahren, die von konventionellem, mit Nuklearmaterial bestücktem Sprengstoff ausgehen.<br />
Dabei ist aber nicht nur fraglich, ob diese Bedrohung überhaupt besteht, wie die <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/international/die_ueberschaetzte_gefahr_1.5538679.html">NZZ</a> jetzt schreibt. Das <a href="http://www.bfs.de/de/ion/papiere/schmutzige_bombe.html">Bundesamt für Strahlenschutz hält die radiologischen Gefahren außerdem für überschätzt</a>.</p>
<p>Die dabei ständig verwendete Tautologie „schmutzige Bombe“ ist ohne Frage unsinnig,<br />
suggeriert sie doch, dass Waffen und insbesondere Atombomben auch „sauber“ sein können, wenn sie sich denn in den Händen von Staaten befinden.<br />
Gleichzeitig schwingt im Ausdruck „schmutzige Bombe“ neben der Verachtung für die Waffe auch gleichzeitig eine morbide Bewunderung für „saubere“ Kampfgeräte mit, also solche, die unter Laborbedingungen von Wissenschaftlern hergestellt werden &#8211; und mithin bei einem Einsatz weit mehr Todesopfer fordern können als ihre schmutzigen Verwandten. </p>
<p>Die Wortwahl kommt dabei nicht von ungefähr: Die Verwendung des Begriffs ist Ausdruck des „globalen Kampfes gegen den Terror“. Er hat auch eine Hierarchisierung der Opfer in den Medien zur Folge: Auf der einen Seite steht der Tod von Terroristen durch „intelligente Bomben“, auf der anderen Seite Terroranschläge mit „schmutzigen Bomben“.</p>
<p>Dabei gerät aber aus den Augen, dass auch der Tod durch millionenschewere High-Tech-Waffen eines immer ist: <a href="http://www.collateralmurder.com/">schmutzig</a>.</p>
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		<title>Leid des Lesers: Hogrefe in Cicero</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 14:09:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blattmachen]]></category>
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		<description><![CDATA[Da hätte man sich ja nach Dienstantritt von Michael Naumann als neuer Chefredakteur von Cicero ein bisschen mehr versprochen – als das, was er sich in der April-Ausgabe vom ehemaligen Spiegel-Redakteur und im besten Einvernehmen ausgeschiedenen EnBW-Cheflobbyisten Jürgen Hogrefe zum Thema Atom unterjubeln lässt. In einem ziemlich naseweisen und breitgewalzten Aufsatz über die deutsche Energiepolitik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/Bild-11.png"><img src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/Bild-11-150x120.png" alt="" title="Bild 1" width="150" height="120" class="alignleft size-thumbnail wp-image-304" /></a>Da hätte man sich ja nach Dienstantritt von Michael Naumann als neuer Chefredakteur von Cicero ein bisschen mehr versprochen – als das, was er sich in der April-Ausgabe vom ehemaligen Spiegel-Redakteur und im besten Einvernehmen ausgeschiedenen EnBW-Cheflobbyisten Jürgen Hogrefe zum Thema Atom unterjubeln lässt. In einem ziemlich naseweisen und breitgewalzten Aufsatz über die deutsche Energiepolitik schreibt Hogrefe u.a., dass die Ängste einer Mehrheit der Bevölkerung vor einem GAU sachlich unbegründet seien. Gerade nach den Diskussionen der vergangenen Woche über Proliferation und Terror fragt man sich allerdings, ob nicht die Gefahr eines Anschlags auf einen der deutschen Meiler ziemlich real und alles andere als sachlich unbegründet ist. Die Attentäter des 11. September 2001 wollten ursprünglich in ein Atomkraftwerk unweit von New York fliegen, dachten aber irrtümlicherweise, dass dieses durch Abfangjäger geschützt sei. Nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center simulierte die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit Anschläge auf deutsche AKW. Ergebnis: Jeder zweite Meiler würde bersten – mit katastrophalen Folgen.<br />
Heute braucht man sogar nicht mal mehr ein vollbesetztes Flugzeug, damit es zum GAU kommt, bunkerbrechende Waffen reichen aus, um ein altes AKW wie Krümmel zu attackieren und Hamburg unbewohnbar zu machen. Dort kommt man auch besonders gut ran, mit einem Boot kann man nämlich über die Elbe auf Steinwurfweite heranschippern. Und die Aktivisten von Greenpeace machen es ja oft genug vor, wie man mit ein paar Wurfankern gleich ganz auf den Reaktor kommt. Vor diesem Hintergrund einer völlig desolaten Sicherung der AKW über Laufzeitverlängerungen nachzudenken, ist genauso unverantwortlich wie Hogrefes Unterstellung, die Ängste der Bürger vor einem Unfall wären irrational.<br />
„Hogrefe soll den energiepolitischen Diskurs für das Unternehmen organisieren und die Berliner Repräsentanz des Energiekonzerns zu einem Kristallisationspunkt für die Diskussion über die Zukunft Energie ausbauen – so umschrieb der ehemalige EnBW-Chef Utz Claassen einst Hogrefes Rolle. Für einen der großen am Oligopol beteiligten Stromkonzerne mag das sinnvoll gewesen sein. Cicero sollte sich für seinen energiepolitischen Diskurs aber andere Konfidenten suchen.</p>
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		<title>4 von 6.313.023: Auf der Suche nach dem FDP-Wähler</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 17:24:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Tagen versuche ich einen FDP-Wähler zu finden, denn bei fast 15 Prozent müssen doch auch welche in der näheren Umgebung existieren. Bislang blieb die Suche ohne Erfolg. Es kann natürlich auch sein, dass sich niemand mehr dazu bekennen mag, nachdem Guido Westerwelle in seiner ersten Pressekonferenz nach der Wahl einen BBC-Journalisten beschied, seine Frage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Tagen versuche ich einen FDP-Wähler zu finden, denn bei fast 15 Prozent müssen doch auch welche in der näheren Umgebung existieren. Bislang blieb die Suche ohne Erfolg. Es kann natürlich auch sein, dass sich niemand mehr dazu bekennen mag, nachdem Guido Westerwelle <a href="http://www.youtube.com/watch?v=R4pQlkshzm4">in seiner ersten Pressekonferenz nach der Wahl einen BBC-Journalisten beschied, seine Frage doch bitte sehr in deutsch zu stellen </a>. Das dürften selbst die Werber in Mitte (die ich im Verdacht habe) und Ulf Poschardt etwas unsexy finden.</p>
<p>Poschardt muss Gustav Seibt im Kopf gehabt haben, als er gestern in der SZ <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/872/489261/text/">eine gewagte These aufstellte, wonach die neue FDP-Klientel aus Kreativen besteht, die nach Schlachtensee gezogen sind, weil es in Mitte zu oft nach Babynahrung riecht </a>. Da hat er wohl Poschardt einfach mal zum Prototypen hochgejazzt, was dem ja sicherlich gefallen wird.</p>
<p>Ich maße mir auch mal seibtsche Fabulierfreiheit an und behaupte, dass der neue FDP-Wähler zuhauf in der Spiegel-Redaktion sitzt. Ich traf nämlich unlängst zwei Nachwuchs-Redakteure aus dem Spiegel-Parlamentsbüro auf einer Party, die mir erzählten, wie toll das Buch „Von einem, der aus Versehen konservativ wurde“ von ihrem Kollegen <a href=" http://unterlinken.de/autor/">Jan Fleischhauer</a> sei. Mal abgesehen, davon, dass Florian Illies das Anrennen gegen die vermeintlichen Gutmenschen schon vor langer Zeit in Buchform besorgte, wusste ich den forschen Magazinmachern zu entgegnen, dass Jan Fleischhauer schon sehr sehr lange konservativ ist –jedenfalls war er es schon, als er vor 10 Jahren beim Spiegel mein Zimmernachbar war und zur Entourage des neoliberalen Gabor Steingart gehörte – immer im korrekten dreiteiligen Anzug mit Weste.</p>
<p>Das Gespräch, das letztlich zum verfrühten Aufbruch von der Party führte, kam mir wieder in den Sinn, als ich nun den <a href="http://shop.spiegel.de/shop/action/productDetails/9018100/spiegel_wahlsonderheft_2009.html?aUrl=90009999">Sonder-Spiegel </a> zur Wahl in der Hand hielt – mit dem eine Spur zu heroisierenden André-Rival-Foto von Guido Westerwelle vorne drauf. Am besten fand ich noch die Stimmen der Kreativen, die allesamt kurz vor dem Auswandern zu sein scheinen – bis auf den trutschigen Leander Haußmann, der sich als FDP-Fan outet. Poschardt, Haußmann, die Spiegel-Jungs. Das sind schon mal vier. Ich bleib dran.</p>
<p><!--EndFragment--></p>
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		<title>Wenn das kein Zeichen ist</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 18:54:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Just in der Woche, in der die Produktion von Dummy &#8220;Glück&#8221; so richtig anlief, bekam Herausgeber Oliver Gehrs eine vielversprechende Email.</p>
<p><object width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/w67PE-SlKOM"></param> <embed src="http://www.youtube.com/v/w67PE-SlKOM" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350"></embed></object></p>
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		<title>Bloggerbeiträge offline / Knutschen, bis der Arzt kommt</title>
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		<pubDate>Sun, 04 May 2008 20:42:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das SZ-Feuilleton brachte am Freitag, den 02.05., eine ganze Seite, auf der Blogger aus Ländern berichteten, in denen es mehr oder weniger schlecht um die Pressefreiheit steht: Birma, Iran, Saudi-Arabien, Weißrussland, Russland, und auch Italien. Die Texte waren unterschiedlich gehaltreich, insgesamt aber gar nicht uninteressant. Bis heute steht nichts davon auf sueddeutsche.de.
Ist das eigentlich Absicht oder ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Das SZ-Feuilleton brachte am Freitag, den 02.05., eine ganze Seite, auf der Blogger aus Ländern berichteten, in denen es mehr oder weniger schlecht um die Pressefreiheit steht: Birma, Iran, Saudi-Arabien, Weißrussland, Russland, und auch Italien. Die Texte waren unterschiedlich gehaltreich, insgesamt aber gar nicht uninteressant. Bis heute steht nichts davon auf sueddeutsche.de.</p>
<p style="text-align: left;">Ist das eigentlich Absicht oder ein Versehen? Und wenn das Absicht ist: Kann mir mal jemand erklären, wie das irgendeinen Sinn ergeben soll, dass ausgerechnet solche Inhalte <em>nicht</em> in den Onlineauftritt der SZ eingehen?</p>
<p style="text-align: left;">Eines noch, da gerade meine PDF-Ausgabe der SZ vom Freitag geöffnet ist. Auf der Wissensseite war diese &#8220;Zehn Dinge&#8221;-Kuriositätenrubrik wieder kein Anlass zur Freude. Diesmal ging&#8217;s ums Küssen:</p>
<blockquote style="text-align: left;"><p>Das Kiss-Syndrom steht für Kopfgelenk induzierte Symmetrie Störung. Es bezeichnet eine Fehlfunktion im Bereich der Halswirbelsäule.</p></blockquote>
<p style="text-align: left;">Was ist depperter: Dass sich das Syndrom selbst bezeichnen soll? Oder der frei zügige um Gang mit leer Zeichen? Ich ent scheide mich für letzt eres.</p>
<p style="text-align: left;">Außerdem wird der Bonobo als &#8220;Zwergschimpansenart&#8221; vorgestellt, obwohl Bonobos und Zwergschimpansen dasselbe sind. Und dann wird uns noch erzählt, ein durchschnittlicher Mensch verbringe &#8220;in 70 Jahren Lebenszeit etwa 110.000 Minuten mit Küssen&#8221;. Zusatz: &#8220;Das sind mehr als 76 Tage &#8211; am Stück.&#8221; Ja genau. Leute. Macht doch mal wenigstens eine kleine Plausibilitätsprüfung, wenn ihr schon keine noch so obskure Studie zitiert.</p>
<p style="text-align: left;">Vielleicht sollte man diese Rubrik auf der SZ-Wissensseite umbenennen.<br />
Von &#8220;10 Dinge, die Sie noch nicht wissen über X&#8221; in: &#8220;10 Dinge, die ich gerade zusammengegoogelt habe über X (und von denen ich nicht weiß, ob sie stimmen)&#8221;. Aber: Ich will nicht groß rumwettern; in den letzten Wochen und Monaten standen ja ansonsten ziemlich viele großartige Stücke in der SZ.</p>
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		<title>Übersetzungselend</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 14:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sinn & Verstand]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier kommt die Königin aller Deppenübersetzungen.
Der Nordamerikaner sagt:
&#8212;- &#8220;He is smart.&#8221;
Der deutschsprachige Journalist nun übersetzt &#8212; und ich glaube, irgendwann mache ich den Quatsch nicht mehr mit:
&#8212;- &#8220;Er ist smart.&#8221;
Mit atemberaubender Zuverlässigkeit ist dieser Schwachsinn in hiesigen Qualitätsmedien zu lesen, wenn Amerikaner interviewt oder Übersetzungen ihrer Texte abgedruckt werden. Obwohl es einfachstes amerikanisches Englisch ist, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier kommt die Königin aller Deppenübersetzungen.</p>
<p>Der Nordamerikaner sagt:<br />
&#8212;- <em>&#8220;He is smart.&#8221;</em></p>
<p>Der deutschsprachige Journalist nun übersetzt &#8212; und ich glaube, irgendwann mache ich den Quatsch nicht mehr mit:<br />
&#8212;- <em>&#8220;Er ist smart.&#8221;</em></p>
<p>Mit atemberaubender Zuverlässigkeit ist dieser Schwachsinn in hiesigen Qualitätsmedien zu lesen, wenn Amerikaner interviewt oder Übersetzungen ihrer Texte abgedruckt werden. Obwohl es einfachstes amerikanisches Englisch ist, das es da zu übersetzen gilt. Schlimmer ist vielleicht gerade noch <a href="http://blog.dummy-magazin.de/65/steady-diet-of-nonsense/">die &#8220;Diät&#8221;-Sache</a> aus meiner Leib-und-Magen-Zeitung, von der hier im Februar die Rede war. </p>
<p>Es juckt einen auch nicht einmal ansatzweise in den Fingern, irgendwelche neuerlichen Anlässe für diesen Eintrag zu benennen. Denn es gibt kaum ein Medium, das diesen Deppenfehler nicht ständig von neuem begeht. </p>
<p>Eine klare Durchsage ist da mal nötig, auch an die Kollegen, die hier mitlesen: Der Amerikaner meint so gut wie nie etwas anderes als &#8220;intelligent&#8221;, wenn er &#8220;smart&#8221; sagt. Die beiden Ausdrücke werden meist exakt bedeutungsgleich verwendet &#8211; der eine Ausdruck ist förmlich, der andere alltagssprachlich und weitaus gebräuchlicher. Das ist alles. Jeder weiß das, der Amerikaner auch nur ein paarmal über kluge Menschen hat reden hören oder der überhaupt einen elementaren Englisch-Wortschatz beherrscht. </p>
<p>Im Deutschen dagegen heißt &#8220;smart&#8221; laut Wahrigs Deutschem Wörterbuch nichts anderes als folgendes, und diese Bedeutungserklärung muss doch einmal als abschreckende Kontrastmaßnahme in voller Länge zitiert werden. Schon weil die ganzen souveränen Übersetzer da draußen anscheinend selbst nie zu Wörterbüchern greifen: </p>
<blockquote><p><strong>smart</strong> [Adj.] <em>hübsch, elegant, und dabei gewandt u. schneidig, liebenswürdig u. dabei geschickt u. durchtrieben</em></p></blockquote>
<p>Es ist ein Rätsel, wie Profis, die auch noch den jeweiligen Sinnzusammenhang vor Augen haben, es immer wieder schaffen, diese Fehlübersetzung zustandezubringen. Man könnte einen Finderlohn für Beispiele aussetzen, in denen &#8220;smart&#8221; in einer deutschen Übersetzung aus dem Amerikanischen einmal zurecht verwendet wurde. </p>
<p>Ein Einzelfall ist das mit &#8220;smart&#8221;&#8211;&#8221;smart&#8221; nicht. Englisch-deutsche Übersetzungen sind ein Elendsviertel des hiesigen Journalismus. Und dabei ist doch offensichtlich: Hier geht es nicht um besserwisserische Sprachpedanterien. Es geht um die inhaltliche Substanz. Wahrscheinlich machen wir das jetzt wie in der Sesamstraße hier: Kleine Fortsetzungen folgen. Und jedesmal lernen wir eine neues Wort.</p>
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		</item>
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		<title>Nieder mit dem End-Geld</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Apr 2008 13:31:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sinn & Verstand]]></category>

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		<description><![CDATA[Das muss ein Ende haben, er muss doch einmal wirklich ein Ende haben, dieser unsägliche Deppensprech-Spuk, bei dem &#8220;Entgelt&#8221; auf der ersten Silbe betont wird. Als schriebe es sich &#8220;Endgeld&#8221;. Als klänge es wie das andere irre Wort. 
Ich frage mich ernsthaft, ob das nur mein Eindruck ist: Hat sich dieser Quatsch erst in jüngeren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das muss ein Ende haben, er muss doch einmal wirklich ein Ende haben, dieser unsägliche Deppensprech-Spuk, bei dem &#8220;Entgelt&#8221; auf der ersten Silbe betont wird. Als schriebe es sich &#8220;Endgeld&#8221;. Als klänge es wie das andere irre Wort. </p>
<p>Ich frage mich ernsthaft, ob das nur mein Eindruck ist: Hat sich dieser Quatsch erst in jüngeren Jahren verbreitet? Oder ist das vielleicht vor allem ein Berliner Problem? </p>
<p>Letztens &#8220;Éntgelt&#8221; gehört: auf der Post, bei der Aufgabe eines Päckchens, es war auch noch eine von diesen gerne belehrenden Spießerangestellten, die da &#8220;Éntgelt&#8221; sagte. Und am nächsten Tag dann wieder gehört, mehrmals, von einer Nachrichtensprecherin auf dem öffentlich-rechtlichen InfoRadio. Und heute, ja: heute wieder, auf einem der Hauptsymposien beim Blogger-Kongress <em>re:publica</em>. Da war eine ARD-Vertreterin anwesend, die sprach auch von einem Éntgelt. </p>
<p>Warum tun die das? Können nicht einmal öffentlich-rechtliche Nachrichtensprecher und Honoratioren drei Sekunden lang nachdenken und sich überlegen, was &#8220;ent-&#8221; bedeutet? Ich begreife überhaupt nicht, wie sich dieser Quatsch schon so weitgehend einbürgern konnte. </p>
<p>&#8220;Entgelt&#8221; endet auf &#8220;t&#8221; und beschreibt keine Geldart. &#8220;Ent-&#8221; ist ein Derivationsmorphem, mein Gott &#8211; seit wann werden denn bitte Derivationsmorpheme am Wortanfang bétont? Klingt das nicht vérblödet und béhämmert? Ist da niemand éntgeistert?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zumwinkel=Rushdie: Roger Köppel vergleicht Steuerfahndung mit Fatwa</title>
		<link>http://blog.dummy-magazin.de/79/zumwinkelrushdie-roger-koppel-vergleicht-steuerfahndung-mit-fatwa/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Feb 2008 20:20:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sinn & Verstand]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Roger Köppel beschäftigt sich in seiner Freizeit gern mit Kriegsführung – nun hat der Chefredakteur der Schweizer „Weltwoche“ und vormalige Chef der „Welt“ ein neues Schlachtfeld für sich entdeckt: Die Diskussion um die Steuerhinterziehungen mit Hilfe Liechtensteiner Stiftungen. Mit dem Gestapo-Vergleich hat ja schon der Chef der Schweizer Bankiersvereinigung, Pierre Mirabeau, rhetorisch mächtig etwas vorgelegt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/weltwoche.png' title='weltwoche.png'><img src='http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/weltwoche.thumbnail.png' alt='weltwoche.png' /></a>Roger Köppel beschäftigt sich in seiner Freizeit gern mit Kriegsführung – nun hat der Chefredakteur der Schweizer „Weltwoche“ und vormalige Chef der „Welt“ ein neues Schlachtfeld für sich entdeckt: Die Diskussion um die Steuerhinterziehungen mit Hilfe Liechtensteiner Stiftungen. Mit dem <a href="http://www.lloyds.com/CmsPhoenix/DowJonesArticle.aspx?id=382197">Gestapo-Vergleich</a> hat ja schon der Chef der Schweizer Bankiersvereinigung, Pierre Mirabeau, rhetorisch mächtig etwas vorgelegt, aber Köppel, der geübte Provokateur lässt Mirabeau im <a href="http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=18341&#038;CategoryID=66">Editorial der neuesten „Weltwoche“</a> wie einen Chorknaben aussehen. Er vergleicht die Jagd auf Steuersünder mit der Fatwa, also dem Todesurteil, die einst gegen Salman Rushdie ausgesprochen wurde und ihn zu einem Leben auf der Flucht vor Mördern zwang. Für Köppel kommt die Zahlung von fünf Millionen Euro an den anonymen Informaten dem Kopfgeld von drei Millionen Dollar gleich, das das iranische Staatsoberhaupt Khomeini einst auf Rushdie aussetzen ließ. </p>
<p>Als den „grössten Diebstahl geistigen Eigentums in der Geschichte der modernen Steuerfahndung“, bezeichnet Köppel die Aktion der Bochumer Staatsanwaltschaft und weiter: „Die Berliner Regierung belohnt den Rechtsbruch eines Bankangestellten, der Kundendaten geraubt und widerrechtlich außer Landes geschafft hat, mit einer Prämie.“ Der organisierte Rechtsbruch der Steuersünder ist Köppel dagegen egal.</p>
<p>Überhaupt, so Köppel weiter in seiner Suada, gehe es in Deutschland mächtig bergab. Hetzjagden auf Reiche seien nicht das einzige Übel, es gebe auch unter der neuen Regierung „keine Entlastung des Staatshaushalts“, was ja eine verwegene Ferndiagnose ist – angesichts des Umstands, dass der Staatshaushalt 2007 nach Jahren der Milliardendefizite <a href="http://www.finanzen.net/nachricht/BMF_meldet_fuer_2007_ausgeglichenen_Staatshaushalt_nach_Bruessel_640447">erstmals seit 1989 ausgeglichen</a> war. </p>
<p>Dass es Köppel mit den Bilanzen nicht so hat, zeigt sich auch im Rest des Editorials. So habe der scheidende Fidel Castro „mehr Leute auf dem Gewissen als Chiles Ex-Diktator Pinochet“, so Köppel. Und weiter: „Pinochet hinterliess eine Demokratie samt blühender Marktwirtschaft“. </p>
<p>Da haben die deutschen Steuerfahnder aber echt noch mal Glück gehabt, dass sie nur mit islamistischen Mördern verglichen wurden. </p>
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		<title>Wissensvermittlung</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Feb 2008 05:42:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Sinn & Verstand]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Wissensseite der SZ referierte an diesem Dienstag (5. Feb. 2008) einen interessanten Kurzartikel aus Science, einer der zwei Überzeitschriften in den Naturwissenschaften. Es geht um sprachliche Evolution. Die Science-Autoren haben Belege dafür geliefert, dass sich menschliche Sprachen vorwiegend in kurzen, ausbruchsartigen Phasen weiterentwickeln und dass neue Sprachen sich innerhalb genau solcher Phasen abspalten. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/sz-fehlerteufelchen.jpg' title='SZ-Fehlerteufelchen'><img src='http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/sz-fehlerteufelchen.jpg' alt='SZ-Fehlerteufelchen' /></a>Die Wissensseite der SZ referierte an diesem Dienstag (5. Feb. 2008) einen interessanten <a href="http://www.sciencemag.org/cgi/content/abstract/319/5863/588">Kurzartikel</a> aus <em>Science,</em> einer der zwei Überzeitschriften in den Naturwissenschaften. Es geht um sprachliche Evolution. Die <em>Science</em>-Autoren haben Belege dafür geliefert, dass sich menschliche Sprachen vorwiegend in kurzen, ausbruchsartigen Phasen weiterentwickeln und dass neue Sprachen sich innerhalb genau solcher Phasen abspalten. Die SZ teilt mit: &#8220;Das haben nun Wissenschaftler des Instituts für kognitive und evolutionäre Anthropologie an der Universität Oxford anhand eines linguistischen Stammbaums gezeigt.&#8221; </p>
<p>Die sind vielleicht schnell, staunte man da zunächst, wenn man wusste, dass dieses Oxforder Institut (<a href="http://www.icea.ox.ac.uk/research/">ICEA</a>) nagelneu ist und erst im Herbst 2007 seinen Betrieb aufgenommen hat. Dann, bei einem Blick auf das Abstract bei <em>Science,</em> stellte sich raus: Tatsächlich ist keiner der fünf Autoren des Artikels mit ihrer Forschungsarbeit auch nur an die Oxford University angegliedert gewesen. </p>
<p>Augenfälliger: Der SZ-Beitrag enthält eine Art von Fehlübersetzung, der längst kaum mehr zu entkommen ist. Es ist nicht nur von einem &#8220;linguistischen Stammbaum&#8221;, sondern auch von einem &#8220;linguistischen Gründereffekt&#8221; die Rede. (Die Idee eines <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Founder_effect">Gründereffekts</a> stammt aus der Populationsgenetik; die <em>Science</em>-Autoren hatten sie auf den Bereich der Sprache übertragen).</p>
<p>Und jetzt wird es prinzipiell: Etliche deutschsprachige Journalisten würden sich und ihren Lesern einen großen Gefallen tun, wenn sie damit Schluss machten, bei der Übersetzung englischer Vokabeln ständig ihre sprachliche Kompetenz zu überschätzen und sich mit halbgeöffneten Augen auf ungefähre Ausdrucksähnlichkeiten zu verlassen. Hier zum Beispiel, es ist typisch.</p>
<p>Das englische &#8220;linguistic&#8221; ist zweideutig. Der Ausdruck kann auf der einen Seite &#8220;sprachlich&#8221; heißen, auf der anderen Seite aber auch &#8220;sprachwissenschaftlich&#8221;, &#8220;linguistisch&#8221; (was das gleiche ist). Während das Deutsche hier über drei Ausdrücke für zwei Bedeutungen verfügt, gibt es im Englischen, warum auch immer, nur einen einzigen Ausdruck. Und der von den Wissenschaftlern beschriebene &#8220;linguistic founder effect&#8221; ist ein &#8220;sprachlicher Gründungseffekt&#8221;. Und der darf auch gerne so genannt werden, jedenfalls wenn Leser, die wissen, was &#8220;linguistisch&#8221; bedeutet, nicht unnötig mit der Frage beschäftigt werden sollen, was denn mit dem &#8220;linguistischen Gründereffekt&#8221; gemeint sein könnte.</p>
<p>Immerhin, auch der Übersetzungsfehler im Beitrag über Sprachevolution verursacht noch keine größeren Schäden. Dafür kommt es weiter links auf derselben Wissensseite dann aber wirklich knüppeldick.</p>
<p>Es geht um Ernährungsexperimente mit Mäusen, die eine Forschergruppe vom MPI für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig durchgeführt hat. Verschiedene Gruppen von Labormäusen waren nach unterschiedlichen Ernährungsplänen gefüttert worden; die anschließenden Ergebnisse wurden kürzlich <a href="http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0001504">in einem Online-Journal veröffentlicht</a>. Und nun &#8211; kein Witz: Das englische &#8220;diet&#8221;, das zunächst einmal vor allem &#8220;Ernährung&#8221; bedeutet und in dieser Bedeutung den gesamten wissenschaftlichen Aufsatz durchzieht, übersetzt der SZ-Autor mit &#8220;Diät&#8221;.</p>
<p>Nein, wirklich: mit &#8220;Diät&#8221;. Hier etwa: &#8220;In der Leber fanden [die Wissenschaftler] große Unterschiede zwischen den einzelnen Diät-Typen.&#8221; Oder hier: &#8220;Somel hat mit seinen Kollegen Mäuse nach unterschiedlichen Diätplänen gefüttert&#8221;.</p>
<p>Nicht einmal vom selbst wiedergegebenen Sinnzusammenhang wollte sich der sprachlich herausgeforderte Autor oder sonst ein Korrekturleser retten lassen. &#8220;Die erste Gruppe bekam alles, was die Instituts-Kantine hergab&#8221;. Noch Fragen? Die zweite Mäusegruppe &#8220;wurde mit den fett- und zuckerreichen Menüs einer Fast-Food-Kette gefüttert&#8221;. Diät.</p>
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		<title>Beiträge, meistens gelesen</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jan 2008 15:43:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sinn & Verstand]]></category>

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		<description><![CDATA[
Denker und Lenker bei WELT Debatte haben am Ende ihrer Hauptseite die folgenden drei Spalten eingerichtet. Sie stehen da schon ziemlich lange, und ziemlich unbeanstandet:
. Meist gelesen
. Meist kommentiert
. Meist empfohlen
Diese Seiten haben es zweifellos geschafft. Es gibt freilich auch andere Seiten im Netz, denen widerfährt regelmäßig Ärgeres. Wir hätten da noch ein paar Rubriken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/welt-online.png" title="welt-online.png"></a><a href="http://blog.dummy-magazin.de/?attachment_id=59" rel="attachment wp-att-59" title="Hauptseite Welt Debatte"></a><img src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/screenshotausschnitt-welt-debatte-480-pix-breit.jpg" alt="screenshotausschnitt-welt-debatte-480-pix-breit.jpg" /></p>
<p>Denker und Lenker bei <a href="http://debatte.welt.de/"><strong>WELT Debatte</strong></a> haben am Ende ihrer Hauptseite die folgenden drei Spalten eingerichtet. Sie stehen da schon ziemlich lange, und ziemlich unbeanstandet:</p>
<p>. Meist gelesen<br />
. Meist kommentiert<br />
. Meist empfohlen</p>
<p>Diese Seiten haben es zweifellos geschafft. Es gibt freilich auch andere Seiten im Netz, denen widerfährt regelmäßig Ärgeres. Wir hätten da noch ein paar Rubriken für deutschsprachige Websites:</p>
<p>. Meistens unbeachtet gelassen<br />
. Ziemlich oft überhastet verlassen<br />
. Meist entrüstet konsumiert<br />
. Häufig lallend kommentiert</p>
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		<title>Rakete abgeschossen</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Dec 2007 21:51:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sinn & Verstand]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Der Name Rakete wird – zumal in Berlin – gedanklich mit der Person des Antragstellers in Verbindung gebracht&#8221;. So steht es in einer Einstweiligen Verfügung, die der bisherige Tiefpunkt einer bizarren gerichtlichen Auseinandersetzung ist, die der Fotograf Jim Rakete gegen die Galerie Rakete in Berlin Mitte angestrengt hat. Die Betreiber der Produzenten-Galerie haben nun allesamt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/jims-world.png" title="jims-world.png"><img src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/jims-world.thumbnail.png" alt="jims-world.png" /></a>&#8220;Der Name Rakete wird – zumal in Berlin – gedanklich mit der Person des Antragstellers in Verbindung gebracht&#8221;. So steht es in einer Einstweiligen Verfügung, die der bisherige Tiefpunkt einer <a href="http://blog.dummy-magazin.de/30/die-zweite-stufe-wird-gezundet-%e2%80%93-rakete-kommt/">bizarren gerichtlichen Auseinandersetzung</a> ist, die der Fotograf <a href="http://www.jimrakete.de">Jim Rakete</a> gegen die Galerie Rakete in Berlin Mitte angestrengt hat. Die Betreiber der Produzenten-Galerie haben nun allesamt mehrere tausend Euro Gerichtsschulden und benannten sich einer Nacht- und Nebelaktion Ende vergangener Woche in <a href="http://www.komet-berlin.de/">&#8220;Komet&#8221;</a> um (Bitte nicht verwechseln mit dem gleichnamigen deutschen Musikpreis!) In die nächste Instanz werden die Künstler wohl nicht gehen – schade, denn man hätte gern gesehen, ob das Urteil des Berliner Landgerichts Bestand hat; oder nicht doch noch kassiert worden wäre: Etwa durch eine Umfrage unter Berlinern, ob sie beim Wort Rakete nicht doch eher an einen Flugkörper als einen Fotografen denken. Vielleicht hätte man auch die Nachfahren von <a href="http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/BraunWernher/">Wernher von Braun</a> in den Zeugenstand berufen können, um deutlich zu machen, dass das Wort Rakete in Deutschland schon Tradition hatte, bevor es einen Starfotografen gleichen Namens gab. &#8220;Das Gericht habe sich mit der entscheidungserheblichen Frage, ob bei einem generischen Begriff der Namensträger einen […] uferlosen Schutz seines Nachnamens beanspruchen darf, überhaupt nicht auseinander gesetzt”, sagt der Anwalt der Galerie, Pascal Decker. Eins aber hat die Kammer klar erkannt: Dass sich die Galeristen &#8220;nicht im Vertrieb mit Flugkörpern betätigen&#8221;. Eine echte Sternstunde der Moabiter Rechtssprechnung.</p>
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		<title>Die zweite Stufe wird gezündet – Rakete kommt</title>
		<link>http://blog.dummy-magazin.de/30/die-zweite-stufe-wird-gezundet-%e2%80%93-rakete-kommt/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 Dec 2007 20:24:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sinn & Verstand]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich konnte man in der Berliner Zeitung lesen, dass der Fotograf Jim Rakete juristisch gegen eine Galerie in Berlin-Mitte vorgeht, die sich Rakete genannt hat. Noch drolliger wurde die Meldung dadurch, dass die Galeristen mit den Worten zitiert wurden, sie hätten gar nicht gewusst, dass es Jim Rakete gibt. Auf jeden Fall war einfach mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/bild-4.thumbnail.png" alt="bild-4.png" />Neulich konnte man in der Berliner Zeitung lesen, dass der Fotograf Jim Rakete juristisch gegen eine Galerie in Berlin-Mitte vorgeht, die sich <a href="http://www.raketeberlin.de/">Rakete</a> genannt hat. Noch drolliger wurde die Meldung dadurch, dass die Galeristen mit den Worten zitiert wurden, sie hätten gar nicht gewusst, dass es Jim Rakete gibt. Auf jeden Fall war einfach mal wieder ein schönes Foto von Jim Rakete in der Zeitung, und die Galerie heißt noch immer Rakete und zeigt Bilder, auf denen auch nackte (gemalte) Menschen zu sehen sind, was Jim Rakete zu der Bemerkung veranlasste, dass er mit derlei Pornografischem nicht in Verbindung gebracht werden möchte. Es ist aber auch ein Leid, wenn man einen so schönen Namen hat, der ja nicht nur einen Fotografen bezeichnet, sondern auch einen Flugkörper, der mächtig nach oben steigt. Wir von DUMMY jedenfalls finden Rakete nicht nur passend für eine Kneipe (gibt es auch in Berlin, hat Jim Rakete aber nichts gegen) oder eine Galerie, sondern auch für eine Zeitschrift, weswegen wir uns spontan entschlossen haben, schon bald eine mit diesem Namen herauszubringen. Die neue &#8220;Rakete&#8221;, die im Frühjahr 2008 steigt, wird ein Monatsmagazin mit sehr fortschrittlichen Geschichten und Bildern. Fotografen können sich gern melden.</p>
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