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	<title>dummyblog &#187; Uncategorized</title>
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	<description>Das Blog des Dummy-Magazins</description>
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		<title>DUMMY im DeutschlandRadio</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 09:14:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hier clicken und hören
Es war wohl der Artikel über Peter Sloterdijk (&#8220;der größte Motherfucker von allen&#8221;) vom geschätzten taz-Kollegen Arno Frank, der die Redaktion vom DeutschlandRadio aufhorchen ließ. Jedenfalls ließen sie es sich nehmen, mit DUMMY-Herausgeber Oliver Gehrs ein Gespräch über die aktuelle Mama-Ausgabe zu führen. Allein die Ankündigung eines DUMMY-Polizei-Heftes im nächsten Jahr zeitigte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/57dm718r5q.mp3'>Hier clicken und hören</a><br />
Es war wohl der Artikel über Peter Sloterdijk (&#8220;der größte Motherfucker von allen&#8221;) vom geschätzten taz-Kollegen Arno Frank, der die Redaktion vom DeutschlandRadio aufhorchen ließ. Jedenfalls ließen sie es sich nehmen, mit DUMMY-Herausgeber Oliver Gehrs ein Gespräch über die aktuelle Mama-Ausgabe zu führen. Allein die Ankündigung eines DUMMY-Polizei-Heftes im nächsten Jahr zeitigte anschließend etliche Anrufe von DeutschlandRadio-Hörern in der DUMMY-Redaktion, die teils absurde Begegnungen mit der Polizei schilderten. Da kommt Vorfreude auf!  </p>
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		<title>Nun nimm doch noch was: DUMMY Mama ist da</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 20:24:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
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Wo ist Zuhause, Mama, sang Johnny Cash 1959 in einem der wenigen deutschsprachigen, zugleich rührendsten Songs seines Werks und lieferte Mamas Antwort gleich vierfach mit:
Auf der großen Straße / Hinter blauen Bergen / In den grünen Tälern / Bei den hellen Sternen.
Was uns der Künstler damit sagen will? Möglicherweise, dass Mama vor allem eine Aufgabe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/dummy_cover2.jpg"><img class="size-medium wp-image-253" style="vertical-align: text-top;" title="DUMMYcoverML.indd" src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/dummy_cover2-370x480.jpg" alt="" width="478" height="620" /></a></p>
<p>Wo ist Zuhause, Mama, sang Johnny Cash 1959 in einem der wenigen deutschsprachigen, zugleich rührendsten Songs seines Werks und lieferte Mamas Antwort gleich vierfach mit:<br />
Auf der großen Straße / Hinter blauen Bergen / In den grünen Tälern / Bei den hellen Sternen.<br />
Was uns der Künstler damit sagen will? Möglicherweise, dass Mama vor allem eine Aufgabe zukommt: den Sohn erst großzuziehen, um ihn irgendwann zu überzeugen, wie toll und aufregend es sei da draußen in der Welt, dass er endlich rausgehen solle, anstatt sich auf ewig an ihrem Busen zu wärmen, und sie nun bitte allein zu lassen, nach all den Jahren, mit ihren heimlichen Tränen. Cash selbst hatte zu seiner Mutter Carrie ein sehr enges Verhältnis. Sie gebar sieben Kinder und starb 87-jährig im Jahre 1991, drei Jahre später widmete Cash ihr eines seiner schönsten Alben, »My Mother’s Hymn Book«. Vermutlich glaubte er, wenn irgendjemand uns zeigen kann, wo und wie wir im Leben Halt finden können, dann unsere Mütter.<br />
Ein Heft über »Mama« ohne jedes Pathos zu beginnen, erscheint uns weder möglich noch erstrebenswert. Immerhin geht Mama uns alle emotional an, sie ist es in den meisten Fällen, die unsere ersten Lebensjahre dominiert, und oft weit darüber hinaus, ob wir das nun wollen oder nicht. Mamas Liebe zum Baby ist unbedingt, sie gebärt es, presst es sich aus dem Leib, gibt ihm Milch, sorgt sich am meisten, wenn es vom Stuhl fällt oder einen Schnupfen hat. Sie ist die, die ihr Baby durchbringt, um jeden Preis.<br />
Wie gesagt: in den meisten Fällen. Für die 25. DUMMY-Ausgabe haben wir vor allem nach Geschichten gesucht, die das herkömmliche Mütterbild erweitern, erschüttern oder konterkarieren. Die Kindheits- geschichte unserer Autorin Susanne Frömel zum Beispiel, die ihre Mutter erst kennenlernte, als sie fünf war. Die Gruselgeschichte von Elena Ceausescu, die sich für Rumäniens »Mutter der Nation« hielt und ihre Landsleute zugleich schamlos tyrannisieren ließ. Oder die Schicksalsgeschichte einer 24-Jährigen, die zusammen mit ihrer Mutter in der Uckermark anschaffen geht. Wir erzählen von einer Frau, die sich in das Leben eines Geschworenen einschleicht, um ihren wegen Mordes verurteilten Sohn freizubekommen. Von einem mexikanischen Austauschschüler, der eine deutsche Familie in den Wahnsinn trieb. Wir zeigen einen Mann, der die Kleider seiner Mutter trägt, und eine Mutter, die sich von ihrem Sohn beim Akt mit ihren Lovern ablichten lässt. Und wir suchen Antworten auf selten gestellte Fragen: Wie erotisch ist eigentlich Stillen? Warum müssen sich Frauen heute ver- mehrt Vorwürfe gefallen lassen, weil sie keine Kinder haben? Und wie kommt es, dass einem beim Stichwort »Motherfucker« so schnell Peter Sloterdijk einfällt?</p>
<p>Schließlich feiern wir mit dieser Ausgabe ein kleines Jubiläum. 25 DUMMYS, das ist nicht nichts, zumindest mehr, als wir uns zugetraut hätten, als wir vor sechs Jahren starteten, mit einer Idee und einem Girokonto, ohne Geldgeber, ohne Verlag. Aus diesem Anlass lassen wir alle bisherigen Hefte in einem Extrateil noch einmal Revue passieren, die besten Storys in Auszügen inklusive. Viel Spaß damit.</p>
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		<title>Where ist the beef? Neues aus dem journalistischen Neandertal</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 11:02:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was soll man dazu sagen? Gut, dass der Bertelsmann Reinhard Mohn nicht mehr erleben muss, welche Produkte der zu Bertelsmann gehörende Verlag Gruner+Jahr heute auf den Markt schmeißt? Oder sind diese Hefte, die von einem erstaunlich gestrigen Gesellschaftsbild zeugen, womöglich noch vom kürzlich verstorbenen alten Mann aus Gütersloh maßgeblich beeinflusst worden?
Es geht hier um die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was soll man dazu sagen? Gut, dass der Bertelsmann Reinhard Mohn nicht mehr erleben muss, welche Produkte der zu Bertelsmann gehörende Verlag Gruner+Jahr heute auf den Markt schmeißt? Oder sind diese Hefte, die von einem erstaunlich gestrigen Gesellschaftsbild zeugen, womöglich noch vom kürzlich verstorbenen alten Mann aus Gütersloh maßgeblich beeinflusst worden?</p>
<p>Es geht hier um die Zeitschriften „Beef!“, „Gala men“ und „Business Punk“, mit denen der erschlaffte Hamburger Verlag von heute an Kreativität vorschützt. Zu allererst fällt auf, dass G+J die Zielgruppen immer noch in Mann und Frau, in reich &#038; arm und in alt und jung einteilt, anstatt in bestimmte gesellschaftliche Milieus. Was ja ein verlegerisches Denken ist, das man spätestens seit dem Mega-Flop „Vivian“, Burdas vor etwa zehn Jahren grandios gescheitertem &#8220;Focus für die Frau&#8221;, für ausgestorben hielt. Nicht aber bei Gruner + Jahr, wo mittlerweile ein früherer FDP-Politiker mit juristischem Staatsexamen den Laden schmeißt – oder sagen wir: an die Wand fährt.</p>
<table border="0" padding="0" margin="0" width="10">
<tr>
<td><img class="aligncenter size-medium wp-image-238" title="Business-Punk und G+J-Chef Bernd Buchholz mit seiner Sekretärin auf der Außenalster (naja, fast)" src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/business-punk_und_gj-chef_bernd_buchholz-415x480.jpg" alt="Ausriss aus "Business-Punk": G+J-Chef Bernd Buchholz mit seiner Sekretärin auf der Außenalster (naja, fast)" width="415" height="480" /></td>
</tr>
<tr>
<td align="top">Business-Punk und G+J-Chef Bernd Buchholz mit seiner Sekretärin auf der Außenalster (naja, fast)</td>
</tr>
</table>
<p>Die Titelgeschichte von Beef, das nicht mal einen originären Titel wert war (<a href="http://www.beef-magazin.de/">das Magazin des Art Directors Club heißt seit Jahren so</a>), handelt natürlich zu allererst vom Steak, von dessen Testosterongehalt die anvisierten Käufer träumen dürften, und später auch davon, ob man eine Frau ins Bett kochen kann. Früher ging der Neandertaler-Mann jagen und gewann das Weibchen durch das schiere Ausmaß seiner Beute für sich, heute wird darauf spekuliert, dass das die weiblichen Hormone in Wallung geraten, wenn das Männchen am Herd kochen kann wie das Molekular-Genie Ferran Adrià. Man darf annehmen, dass neben dem Reißbrett in der G+J-Entwicklungsabteilung ein Fernseher steht, in dem diverse  Köche ja seit Jahren Quote machen.<br />
„Gala men“ wiederum klingt wie „Computer für Frauen“, jene Bücher, zu denen Menschen mit ein bisschen Selbstbewusstsein und Antennen für beiläufige Diskriminierung garantiert nicht greifen. Wenn es gut läuft für dieses Blatt, könnte noch eine Story für „Beef!“ rausspringen und sich ein paar schöne Kannibalisierungseffekte ergeben. Dann nämlich, wenn die männlichen „Gala“-Leser plötzlich begreifen, dass das Magazin gar nicht für sie gedacht war – wo sie doch vielleicht nicht ganz zu Unrecht dachten, dass Männer in Zeiten zunehmender Metrosexualisierung ein ähnliches Klatschbedürfnis wie Frauen und vor allem kein Problem haben, dazu zu stehen.</p>
<p>Bliebe noch „Business Punk“ – ein Magazin, das erstaunlicherweise in einer Art „Geolino“-Layout daherkommt und die „Leistungselite der Generation Xing“ ansprechen soll, was klingt wie Helmut Markwort nach zuviel Weißbier in der V.I.P.-Lounge des FC Bayern (Oliver Kahn ist auch im Blatt). Erstaunlich, wie hier ein stromlinienförmiger Laden auf Rock´n`Roll macht, seine wahre Geisteshaltung aber dann doch nicht wirklich unterdrücken kann und als einen der größten Business-Punks ausgerechnet RWE-Chef Jürgen Großmann vorstellt, dessen Laden gerade 60 Jahre Laufzeit für seine alten Atomkraftwerke gefordert hat. Eine andere Geschichte heißt „Sexy Sekretärin – die Versuchung im Vorzimmer“. Bei G+J möchte man wirklich nicht arbeiten und am allerwenigsten als  Frau im Büro von Buchholz.</p>
<p>Was man dem Verlag wirklich von ganzem Herzen wünschen würde, ist ein Soziologe, der den Managern und Journalisten in ihrem Schnellkochtopf am Hamburger Baumwall ab und zu erzählt wie es draußen vor der Tür aussieht. Und so ein Soziologe dürfte ja nur einen Bruchteil von dem kosten, was die Entwicklung der neuen Titel verschlungen hat.</p>
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		<title>Tanz den Lukaschenko: DUMMY In Minsk</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 12:20:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
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War ja klar. Der Einzige, der gestern Nacht ernsthaft Stress gemacht hat, war ein Deutscher, ein ehemaliger KFZ-Mechaniker aus Hessen. Er hieß André und sah im schummerigen Licht dieses weißrussischen Irish-Pubs aus wie eine zerrupfte Krähe. Zur Begrüßung zerschlug er ein Glas und schüttete mir Bier über meine Hose. Seine einheimische Freundin flehte mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal"><span> </span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/foto.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-227" style="vertical-align: text-bottom;" title="foto" src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/foto-360x480.jpg" alt="" width="204" height="273" /></a></p>
<p class="MsoNormal">War ja klar. Der Einzige, der gestern Nacht ernsthaft Stress gemacht hat, war ein Deutscher, ein ehemaliger KFZ-Mechaniker aus Hessen. Er hieß André und sah im schummerigen Licht dieses weißrussischen Irish-Pubs aus wie eine zerrupfte Krähe. Zur Begrüßung zerschlug er ein Glas und schüttete mir Bier über meine Hose. Seine einheimische Freundin flehte mich erst an, sie vor ihm zu beschützen, dann lobte sie die arische Nase meines dänischen Begleiters, entschuldigte sich für ihre eigene „Judennase“, und ich verlor die Lust an Rettungsaktionen jeder Art. Erst z<span>wei Stunden zuvor war ich vom Flughafen abgeholt worden, wo die absurd kleine, zweimotorige Fokker 50 aus Riga gelandet war. Wir fuhren an Plakaten mit lachenden Bauern auf Traktoren vorbei, links und rechts Nadelwald. Der Fahrer erzählte mir, dass er unabhängiger Sportreporter sei und mit seinen Freunden Fußball im Netz kommentiere, mir kam es vor, als seien wir die Einzigen auf dieser Straße nach Minsk.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Ein weißrussisches Magazin hat mich eingeladen, DUMMY<span> </span>vorzustellen – und da sich die ganze Redaktion sehr für Diktaturen interessiert, bin ich hin. Außerdem passt die Reise gut zum aktuellen DUMMY-Atom, schließlich </span><span>ist Weißrussland das Land, das am meisten unter dem GAU von Tschernobyl gelitten hat.  Ein Viertel des Staatsgebietes ist noch immer atomar verseucht, trotztem lässt Lukaschenko  zur Zeit den ersten eigenen Reaktor bauen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Eine Art Konfer</span><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/img_0289.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-228" title="img_0289" src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/img_0289-360x480.jpg" alt="" width="206" height="272" /></a><span>enz oder ein informelles Treffen europäischer und weißrussischer Magazin-Macher soll das also werden, all</span><span>es very underground, und gleich zu Beginn, also noch vor dem KFZ-Mechaniker, ist klar geworden, dass Magazinmachen in Weißrussland eine nicht ganz ungefährliche Sache ist. Auflagenzahlen sind geheim, nicht weil sie über den Preis der Anzeigen entscheiden, sondern womöglich über die Dauer der Gefängnisstrafe. De</span><span>r KGB, der in der Innenstadt in einem klassizistischen Monsterbau sitzt, konfisziert unliebsame Zeitungen mit fadenscheinigen Begründungen und hetzt dann die Steuerbehörden auf die Redakteure. Die staatlichen Medien beschränken sich auf Jubelarien auf den Diktator. Aktuelle Schlagzeilen der „Minsk-Times“: „Der Pragmatismus des Präsidenten zerstört westliche Vorurteile“, „Weißrussland könnte bald zu den 30 Ländern mit dem besten Wirtschaftsklima gehören“, “Geschichstvereine stellen heldenhafte schlachten nach“.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Verwirrende Informationen in der ersten Nacht: Alexander Lukaschenko steht auf Eishockey und hat das Spiel zum Nationalsport erklärt. Die dänische Delegation hat ein unheimliches Gerücht gestreut: Jeden Tag finden hier internationale Schönheits-, Blumendekorations- und Eiskunstlaufwettbewerbe statt, doch die Teilnehmer aus den anderen Ländern werden in Wahrheit von weißrussischen Statisten gespielt. Bald mehr.</span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><span> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span> </span></p>
<p class="MsoNormal">
<p><!--EndFragment--></p>
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		<title>Wenige Sätze (11) zum Spiegel Nr. 39: Bitte nicht wackeln</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 11:22:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
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Nie war es so teuer, keine Meinung zu haben: Der Spiegel klebt auf sein aktuelles Cover ein Wackelbildchen, das mal Angela Merkel und mal Frank-Walter Steinmeier auf dem Thron zeigt. Und als hätte man es nicht gleich kapiert, erfährt man es in der Hausmitteilung noch mal: „Eine Wahlempfehlung gibt der Spiegel nicht ab.“ Erstaunlich, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal">Nie war es so teuer, keine Meinung zu haben: Der Spiegel klebt auf sein aktuelles Cover ein Wackelbildchen, das mal Angela Merkel und mal Frank-Walter Steinmeier auf dem Thron zeigt. Und als hätte man es nicht gleich kapiert, erfährt man es in der Hausmitteilung noch mal: „Eine Wahlempfehlung gibt der Spiegel nicht ab.“ Erstaunlich, dass man aus seiner Mutlosigkeit auch noch so ein großes Ding machen kann.</p>
<p class="MsoNormal">Das Stück über Steinmeier erzählt das Übliche, das Steinmeier nämlich immer noch ein wenig steif ist – das aber wortreich und lang und mit der schönen Erkenntnis, dass „Steinmeiers Ausstrahlung seinen Körper nicht verlässt.“ Das Stück über Merkel hält sich auch nicht groß mit politischen Inhalten auf, lieber rezensiert der Autor Gesten, Mimik und CDU-interne Befindlichkeiten. Die Politikberichterstattung des Spiegel ist ja eh zunehmend eine Berichterstattung über die Oberfläche des Politikbetriebs geworden. Man gehört eben zum eher unintellektuellen „Berliner Kommentariat“ – das ist übrigens ein schöner Begriff aus dem Merkel-Text von Christoph Schwennicke, den man anscheinend von der Süddeutschen Zeitung zum Spiegel geholt hat, damit er da möglichst wenig schreibt.</p>
<p class="MsoNormal">Und sonst: Im Interview mit dem George-Bush-Senior-Verehrer James Baker erfährt man auch nichts Neues über die deutsche Einheit, im Gespräch mit dem sonst Butterfahrt-tauglichen G+J-Vorsitzenden Bernd Buchholz über die Krise bei Gruner + Jahr gibt sich dieser imageschädigend schmallippig – und es gibt, aus welchem Grund auch immer, ein sage und schreibe fünfseitiges Stück über die Band No Angels, zu dem auch noch der fleißige Rechercheur Sven Röbel abkommandiert wurde. Schon das ist ein Grund, den Spiegel diese Woche am Kiosk liegen zu lassen.</p>
<p><!--EndFragment--></p>
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		<title>Moratorium für dieses Blog aufgehoben</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 12:36:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
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Machen wir es uns einfach. Sagen wir, dass dieses Blog eine Art Gorleben ist. Dass es einem Moratorium unterlag, währenddessen hier nicht weiter gebuddelt werden durfte. Dass es eine Art Erkundungs-Blog war, in dem probeweise gebuddelt wurde. Sagen wir ferner, dass dieses Moratorium nun aufgehoben wird und ab heute die Arbeit weitergeht. Ja, es ist peinlich, dass hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal"> </p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;">Machen wir es uns einfach. Sagen wir, dass dieses Blog eine Art <a href="http://www.bfs.de/de/endlager/gorleben">Gorleben </a>ist. Dass es einem Moratorium unterlag, währenddessen hier nicht weiter gebuddelt werden durfte. Dass es eine Art Erkundungs-Blog war, in dem probeweise gebuddelt wurde. Sagen wir ferner, dass dieses Moratorium nun aufgehoben wird und ab heute die Arbeit weitergeht. Ja, es ist peinlich, dass hier solange nichts passiert ist. Und dennoch wollen wir es noch einmal mit einer Rückkehr versuchen. Es gibt einfach zuviel, über dass es sich in der Welt der Medien zu bloggen lohnt. Zur Zeit könnte man über den ziemlich peinlichen Spiegel schreiben – der in dieser Woche die positiven Leserbriefe zu der recht eitlen Krebserkrankungsgeschichte des Reporters <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Leinemann">Jürgen Leinemann</a> nachreicht, die man noch in der vergangenen Woche mutigerweise nicht gedruckt hatte&#8230; (weil die negativen die Meinung in der Redaktion über Leinemanns Text wohl wesentlich besser widergaben)</p>
<p style="text-align: left;">Ja, es ist viel passiert, seit wir hier zum letzten mal die Zeit fanden, zu räsonieren. Gab es nicht sogar damals noch „Vanity Fair“, dessen Chefredakteur Ulf Poschardt nun wieder bei der Welt am Sonntag arbeitet? So wie Robin Alexander, der von der „taz“ über „Vanity Fair“ zu Springer einen erstaunlichen Weg ging und uns DUMMY-Machern in der „WamS“ unlängst ein seltsames Zitat in den Mund legte: „Wir machen richtig geile Modefotos von den Jungbauern auf den Treckern“ – was ja eher wie der Aufgalopp zu einer Pornofilmreihe aus dem Wendland klingt. Das sei also hiermit mal gegendargestellt.</p>
<p style="text-align: left;">Es stimmt aber, dass wir eine Modestrecke mit den Demonstranten gemacht und den stutzigen Polizisten vor Ort erzählt haben, dass die großen Mode-Label der Welt nun voll auf die Anti-Atomkraft-Bewegung setzen, weil die irgendwie frischer wären als die Junge Union in Reinickendorf. Die Fotos gibt es dann im nächsten DUMMY zum Thema Atom, das ab dem 22.9. am Kiosk und vorher schon bei den Abonnenten ist, und neben den feschen Jungbauern aus Gorleben viele Geschichten rund um diese bizarre Technologie bringt: Etwa darüber, wie Rentner in Bad Schlema Rheuma gaben Krebs tauschen oder wie im Endlager Asse die Decke herunterkommt.<br />
Das Magazinmachen hat wieder eine Menge Spaß gemacht, aber das Bloggen haben wir auch vermisst.</p>
<p><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/02gorleben_mode_021047_0007_unbearb_unbearb.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-222" style="vertical-align: text-bottom;" title="02gorleben_mode_021047_0007_unbearb_unbearb" src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/02gorleben_mode_021047_0007_unbearb_unbearb-390x480.jpg" alt="" width="390" height="480" /></a></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: left;"> </p>
<p><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/02gorleben_mode_021047_0007_unbearb_unbearb.jpg"></a><br clear="all" /></p>
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		<title>Wir fahren nach Berlin</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 12:25:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Warum haben wir in den letzten Monaten so wenig gebloggt? Ich weiss es nicht. Vielleicht lag es zumindest ein bisschen daran, dass uns die Produktion des neuen DUMMYs verschluckt hat. Es ging um Berlin &#8211; und das ist beileibe kein einfaches Thema, weil man ja alles, was diese Stadt betrifft, in der wir nebenbei gesagt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum haben wir in den letzten Monaten so wenig gebloggt? Ich weiss es nicht. Vielleicht lag es zumindest ein bisschen daran, dass uns die Produktion des neuen DUMMYs verschluckt hat. Es ging um Berlin &#8211; und das ist beileibe kein einfaches Thema, weil man ja alles, was diese Stadt betrifft, in der wir nebenbei gesagt auch leben und arbeiten, schon gelesen und gesehen zu haben meint. Jetzt ist das Heft, die 22te Nummer, jedenfalls fertig und wir sind froh, es in den Händen zu halten. Gestaltet wurde diese Ausgabe wie immer von komplett neuen Art-Direktoren. Diesmal haben Markus Büsges und Björn Wolf das Heft in Form gebracht. Es ist eine sehr aufgeräumte und klare Ausgabe geworden, gespickt mit vielen liebevollen Infografiken. Alle Bilder wurden vom Maler Edward B. Gordon in Öl gemalt. Fotos konnten wir dieses Mal einfach nicht mehr sehen. Am letzten Wochenende haben wir dann spontan die Kamera mitlaufen lassen. Enstanden ist dabei ein Dokument der Aufregung und Erschöpfung, aber auch des Glücks während so einer Schlußproduktion.</p>
<p>P.S.:</p>
<p>An den Kiosk kommt Dummy-Berlin übrigens am 23.03.2009</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/5WUIrvR0XjU&amp;hl=de&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/5WUIrvR0XjU&amp;hl=de&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Alles halb so schlimm im SZ-Tower</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Nov 2008 16:44:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpensionat]]></category>
		<category><![CDATA[SZ]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Hochhaus]]></category>
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		<category><![CDATA[Stadtrand]]></category>
		<category><![CDATA[Sz-Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Umzug]]></category>

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Nach den traurig stimmenden Meldungen der letzten Wochen, die einen aus der SZ-Redaktion ereichten, war man ja schon in größter Sorge um das Blatt. Tränenreiche Artikel wurden darüber geschrieben, dass die SZ-Redaktion und der Verlag nun nicht mehr länger in der Münchner Innenstadt unweit der gemütlichen Bierstuben beheimatet sind, sondern am Stadtrand in einem modernen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/sz-blog.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-218" title="sz-blog" src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/sz-blog-480x360.jpg" alt="" width="480" height="360" /></a></p>
<p class="MsoNormal">Nach den traurig stimmenden Meldungen der letzten Wochen, die einen aus der SZ-Redaktion ereichten, war man ja schon in größter Sorge um das Blatt. Tränenreiche Artikel wurden darüber geschrieben, dass die SZ-Redaktion und der Verlag nun nicht mehr länger in der Münchner Innenstadt unweit der gemütlichen Bierstuben beheimatet sind, sondern am Stadtrand in einem modernen Gebäude, das aussieht wie der Sitz einer Versicherung – sagen wir von Axa.</p>
<p class="MsoNormal">Um zu schauen, ob denn den Kollegen wirklich jener Tort angetan wird, den sie die ganze Zeit beklagen, habe ich mich aufgemacht in die Hultschiner Straße in München-Ost. Und ich muss sagen: die Ankunft in der S-Bahnstation Berg am Laim verheißt erst einmal nichts Gutes. Man muss durch eine furchtbare und furchtbar gefährliche Gleis-Unterführung hindurch und dann steht man vor dem Glas-Tower, der von der Aufteilung her an das Spiegel-Haus in Hamburg erinnert, nur eben viel schöner. Die verglaste Fassade mit ihren abwechselnden Fensterstürzen sieht schon mal klasse aus, die Münchener Sonne spiegelt sich darin und taucht den Platz davor in gleißendes Licht. Auch in der Kantine hat man sich sichtlich um eine spiegeleske Farbigkeit bemüht, leider ist es viel weniger psychedelisch geworden. Die Bedienungen wurden sorgfältig nach Hautfarbe gecastet, man isst nun wie im Inneren einer Benetton-Werbung. Ich hatte so eine Art Tafelspitz mit Schnittlauchsoße, nach dem man sich im Berliner Verlag – diesem schäbigen Plattenbau mit seiner Sodexo-Kantine – die Finger lecken würde.</p>
<p class="MsoNormal">Auch sonst klagen die SZ-Mitarbeiter auf hohem Niveau. Das Foyer ist ein mehrstöckiges Atrium mit Video-Wall, die wohl bedeuten soll, dass man hier alles im Blick hat. Klar, das ist bemüht, aber irgendwie hofft man, dass dieser mondäne Auftritt mit den gläsernen Büros der SZ ihre Münchener Spießigkeit austreibt. Denn all die Berlin-Hassartikel konnten schließlich nur in der Meister-Ederhaftigkeit der Sendlinger Straße gedeihen, wo man halt gern am Mittag schon auf ein Weißbier ging. Dortselbst habe ich Büros wie die der Medienredaktion gesehen, die an Alcatraz erinnerten.</p>
<p class="MsoNormal">Nun sitzen die Redakteure in lichtdurchfluteten Zimmern mit einem schönen Ausblick auf den hässlichen Teil von München und klagen über die Kinderkrankheiten, die so ein modernes Haus nun mal hat. Die Jalousien gehen bei Sonneneinstrahlung automatisch runter und das Licht geht an. Die Klimaanlage regelt sich selbstständig, und ab und zu gibt es einen Feuer-Fehlalarm. Was wirklich unschön ist, ist dass die einzelnen Redaktionen relativ abgeschottet auf den Etagen sitzen, es kaum Möglichkeiten der Begegnung gibt. Bei einem Wochenmagazin wie dem Spiegel mag das noch hinhauen, aber bei einer Tagesszeitung wäre<span> </span>mehr Kommunikation schon dienlich.</p>
<p class="MsoNormal">Ansonsten aber möchte man den selbstmitleidigen Kollegen mit einem Wort von Werner Funk zurufen: „Licht und Luft geben Saft und Kraft“!</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p><!--EndFragment--></p>
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		<title>Wenn das kein Zeichen ist</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 18:54:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn & Verstand]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
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		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Hirn]]></category>
		<category><![CDATA[Produktion]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Spam]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>

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		<description><![CDATA[Just in der Woche, in der die Produktion von Dummy &#8220;Glück&#8221; so richtig anlief, bekam Herausgeber Oliver Gehrs eine vielversprechende Email.
 
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Just in der Woche, in der die Produktion von Dummy &#8220;Glück&#8221; so richtig anlief, bekam Herausgeber Oliver Gehrs eine vielversprechende Email.</p>
<p><object width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/w67PE-SlKOM"></param> <embed src="http://www.youtube.com/v/w67PE-SlKOM" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350"></embed></object></p>
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		<title>Zu früh schwarz gesehen: Das neue DUMMY ist da!</title>
		<link>http://blog.dummy-magazin.de/204/zu-fruh-schwarz-gesehen-das-neue-dummy-ist-da/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 21:10:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[
So, jetzt ist es endlich raus – das DUMMY zum Thema &#8220;Schwarze&#8221;. Seit Montag ist es am Kiosk und vorne drauf ist Roberto Blanco als Whoopie Goldberg, weiland fotografiert von Annie Leibovitz. Blanco wurde vom Kollegen Jochen Förster in 300 Liter Milch gelegt und von Edith Held abgelichtet.
Das Heft heißt also nicht Neger – all [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/cover_20_final.jpg" alt="Cover Dummy #20" title="Dummy #20, Schwarze" width="380" height="491" class="aligncenter size-full wp-image-205" /><br clear="all"><br />
So, jetzt ist es endlich raus – das DUMMY zum Thema &#8220;Schwarze&#8221;. Seit Montag ist es am Kiosk und vorne drauf ist <a href="http://www.roberto-blanco.de/">Roberto Blanco</a> als <a href="http://www.pbs.org/wnet/americanmasters/database/leibovitz_a_gallery.html">Whoopie Goldberg, weiland fotografiert von Annie Leibovitz</a>. Blanco wurde vom Kollegen Jochen Förster in 300 Liter Milch gelegt und von Edith Held abgelichtet.</p>
<p>Das Heft heißt also nicht Neger – all die netten Menschen, die sich hier vor geraumer Zeit die Köpfe heiß kommentiert und uns Rassismus vorgeworfen haben, können also ganz entspannt sein. Und wir Gott sei Dank auch. Denn dass hier im Blog so lange nicht geschehen ist, war schlichtweg dem Umstand geschuldet, dass so ein Heft über Farbige einfach noch viel mehr Arbeit macht als ein Heft über die Schweiz (DUMMY Nr.19), weil es ja so unendlich viele Fallstricke gibt, politische Korrektheiten, die, vor allem, wenn sie von bornierten Menschen vorgetragen werden, doch sehr dazu reizen, sie zu missachten.</p>
<p>Aber provozieren um des Provozierens Willen wollten wir denn nun auch nicht. Wir finden, es ist ein Heft entstanden, dass weder zu korrekt, noch in irgendeiner Art und Weise diskriminierend ist. Dass wir uns letztlich doch sicher mit der Heftmischung fühlen, haben wir auch der Diskussion an dieser Stelle zu danken. Nun sind Heldengeschichten drin, aber auch Abstürze, schwarze Brüste und schwarze Dealer, weiße Stellen und tolle Mohren-Logos. (Das war Werbung!) Es würde uns freuen, wenn die Blattkritik auch hier anlandete!</p>
<p>PS: Ein peinlicher Fehler ist auch drin. Und zwar fehlt in der wunderbaren Kulturgeschichte des Hip-Hop im Spiegel seiner Plattencover von Joachim Hentschel das Kapitel über „The notorious BIG“. Stattdessen hat sich an der betreffenden Stelle „Grandmaster Flash“ ein zweites Mal verewigt. Auch ein guter Kurz-Text – aber nun leider doppelt im Blatt. Der fehlende sei hier nachgereicht – als Appetizer:</p>
<p><em>&#8220;Auf der anderen Seite der Straße macht Hip-Hop den letzten Evolutionsschritt zur Soap-Opera. Schicksale, Lebensweichen, dunkle Wolken über Brooklynhausen. Das Baby auf dem Cover des ersten Albums von Christopher Wallace alias Notorious B.I.G. soll er selbst sein, und die Platte beginnt tatsächlich mit seiner Geburt. Wie der kleine Jesus ist Biggie schon vom ersten Atemzug an dem Tode geweiht, gebrandmarkt, „Ready To Die“. Mit seinem Mentor Sean „Puffy“ Combs stand er als fettes Symbol gegen die Konkurrenzfirma Death Row aus L.A., Eastcoast versus Westcoast. Der Zank der Fürstentümer hielt die Fans mit ihren niedrigen Aufmerksamkeitsspannen vor dem Bildschirm. Das inszenierte Pathos wurde angeblich wahr, als Biggie am 9. März 1997 erschossen wurde. Die posthume Platte hieß „Life After Death“. Die zweite Staffel.&#8221;</em></p>
<p><!--EndFragment--></p>
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		<title>Darf ein Magazin &#8220;Neger&#8221; heißen?</title>
		<link>http://blog.dummy-magazin.de/193/darf-ein-magazin-neger-heisen/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 09:51:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Gehrs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[DUMMY]]></category>
		<category><![CDATA[Neger]]></category>

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		<description><![CDATA[
Wir wollen mal nicht so tun, als hätten wir es nicht kommen sehen. Als hätten wir nicht gewusst, dass es bald im Posteingang rappelt. Dass uns in aufgeregten mails Rassismus, Irrsinn, politischer Amoklauf und  sonstwas vorgeworfen wird. Warum? Weil wir ein Heft zum Thema „Neger“ machen wollen. Das nächste Dummy im Herbst.
Wir hatten uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/1358-1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-195" title="Dummy-Neger" src="http://blog.dummy-magazin.de/wp-content/uploads/1358-1.jpg" alt="Neger-Titel" width="499" height="634" /></a></p>
<p>Wir wollen mal nicht so tun, als hätten wir es nicht kommen sehen. Als hätten wir nicht gewusst, dass es bald im Posteingang rappelt. Dass uns in aufgeregten mails Rassismus, Irrsinn, politischer Amoklauf und  sonstwas vorgeworfen wird. Warum? Weil wir ein Heft zum Thema „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neger">Neger</a>“ machen wollen. Das nächste Dummy im Herbst.</p>
<p>Wir hatten uns das nämlich so schön gedacht: Ein Magazin voller Geschichten über Schwarze, über black culture, Malcolm X, Obama, HipHop, Roberto Blanco, den Sarotti-Mohr, über Rassismus und Afrika. 138 Seiten black power. Ein aufregendes, journalistisches Projekt. Wir wollten das Heft Dummy-„Neger“ nennen, um gleich mal mit der Diskussion um inkriminierte Bezeichnungen loszulegen. Um Lust zu machen auf eine anregende Debatte fern einer beschränkten politischen Korrektheit. Wir recherchierten also, wie das denn jetzt genau ist: Ob man denn überhaupt „Neger“ sagen darf? Wir sprachen mit weißen und schwarzen Menschen und kamen zu dem Ergebnis: Man kann. Und mit einiger Hybris dachten wir sogar: Wenn, dann wir. Schließlich haben 19 Hefte (darunter heikle Themen wie Juden, Sex und Frauen) gezeigt, dass man gerade vorbelastete Themen ohne Denkverbote und mit Unbefangenheit aufarbeiten muss. Und für rechts hat uns noch niemand gehalten.</p>
<p>So, und jetzt sehen wir: Es geht wohl doch nicht. Die Wut ist bereits so groß, dass täglich mails kommen, die uns aufrufen, das Projekt zu stoppen – oder zumindest umzubennen. Andere wiederum loben das Dialektische an dem Vorhaben. Aber wie soll man denn nun das Heft taufen: Dummy „farbige Mitbürger“, Dummy-„maximal Pigmentierte“, Dummy-„black“?? Vielleicht hilft es, die Diskussion hiermit öffentlich zu machen. Das Thema ist uns zu wichtig, um es fahren zu lassen. Die Fahrt wurde bereits aufgenommen. Wir sind gespannt auf Eure Gedanken.</p>
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		<title>Verschwundene Piloten</title>
		<link>http://blog.dummy-magazin.de/123/verschwundene-piloten/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Mar 2008 23:05:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Gespenstisch. Am Sonntag vor drei Abenden bestätigte im ZDF-heute-journal Horst Rippert, ehemals deutscher Kampfpilot im Zweiten Weltkrieg: Ja. Er habe am 31. Juli 1944, vor der Küste Südostfrankreichs, den legendären Schriftsteller-Piloten Antoine de Saint-Exupéry abgeschossen. Einige Fachleute haben zwischenzeitlich Zweifel an der Zuverlässigkeit angemeldet, mit der sich das behaupten lässt. Immerhin scheint in der Sache [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gespenstisch. Am Sonntag vor drei Abenden bestätigte im ZDF-<em>heute-journal</em> Horst Rippert, ehemals deutscher Kampfpilot im Zweiten Weltkrieg: Ja. <a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/6/0,3672,7182086,00.html">Er habe</a> am 31. Juli 1944, vor der Küste Südostfrankreichs, den legendären Schriftsteller-Piloten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Antoine_de_Saint-Exupery">Antoine de Saint-Exupéry</a> abgeschossen. Einige Fachleute <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1775125">haben</a> zwischenzeitlich <a href="http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2184/artid/8160510">Zweifel</a> an der Zuverlässigkeit angemeldet, mit der sich das behaupten lässt. Immerhin scheint in der Sache aber durchaus <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/523/164062/">gründlich recherchiert</a> worden zu sein. </p>
<p>Keine ganzen zwei Tage später ist der Regisseur Anthony Minghella gestorben, ein ziemlicher Nachrichtenschock, das kam plötzlich und viel zu früh. Dieser Tage öfters an die überwältigenden Bilder aus seinem <em>The English Patient</em> gedacht. Der Film spielt auch im Mittelmeerraum während des Zweiten Weltkriegs, auch dort wird ein Schöngeist in seinem Flugzeug von Deutschen abgeschossen. Der Almászy, den Ralph Fiennes dort spielt, hat zwar nicht <em>Le Petit Prince</em> geschrieben, dafür trägt er aber überallhin seinen Herodot mit sich und legt Tagebuchnotizen zwischen die Seiten. </p>
<p>Zurück zum Luftwaffenpiloten Horst Rippert. Ich hätte ja gedacht, so jemand würde das Naheliegende sagen: Es war Krieg. Stattdessen aber sagte er <a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/6/0,3672,7182086,00.html">dem ZDF</a>:</p>
<blockquote><p>Wenn ich ihn gesehen hätte, ich kannte ihn ja nicht persönlich, hätte ich bestimmt nicht geschossen. </p></blockquote>
<p>Und die Nachrichtenagentur AFP zitiert ihn mit den Worten:</p>
<blockquote><p>Wenn ich gewusst hätte, dass das Saint-Exupéry war, hätte ich niemals geschossen, niemals. </p></blockquote>
<p>Er habe <a href="http://www.laprovence.com/articles/2008/03/15/338952-Region-Ils-ont-retrouve-le-pilote-qui-a-abattu-Saint-Exupery.php">immer gehofft, es sei nicht Saint-Exupéry gewesen, den er da abgeschossen hatte, er hatte dessen Bücher in seiner Jugend geliebt</a>. Das ist zunächst einmal herzzerreißend, es hat eine Tragik wie aus dem <em>Englischen Patienten</em>. </p>
<p>Nur, einmal langsam jetzt: Wie sollen das denn eigentlich die anderen Abgeschossenen finden, die, die keine Bücher übers Fliegen geschrieben hatten?</p>
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